Aus dem Englischen übersetzt. Original auf http://middleagedmormonman.com

Ich wuchs katholisch auf, war aber dennoch auch nach 12 Jahren Schulbildung immer noch nicht sicher, ob ich an Gott glaubte.

Als ich 17 Jahre alt war, verließ ich mein Zuhause und fand mich schnell in schlechter Gesellschaft wieder. Bald war ich Rauschgift abhängig und war in einer Beziehung, in der ich missbraucht wurde.

Ich wurde mit Molly schwanger (die heute 9 ist), und ich schaffte es sogar, bis zu dem Zeitpunkt, als meine Mutter starb, keine Drogen zu nehmen; Molly war damals drei Monate alt, und der einzige Weg, damit fertig zu werden, war der gewohnte. Meine Sucht nahm mein Leben über.

Ich wusste, dass ich meinem Potential nicht annähernd gerecht wurde und dass ich meiner Tochter sicher nicht das Leben bot, das sie verdiente. Ich brauchte vier Jahre, um von meiner Sucht loszukommen, und gerade als es mir gelungen war, klopften die Elders an meine Türe.

Ich lebte damals immer noch mit einem äußerst gewalttätigen und aggressiven Mann zusammen, und eigentlich war es ein Wunder, dass die Elders genau wenige Minuten nachdem er gegangen war, an meine Türe klopften und kurz bevor er zurück kam, wieder gingen.

Wir sprachen bei unserem ersten Treffen über den Plan der Erlösung, und sie sagten mir, dass ich wieder mit meiner Mutter vereint werden könne. In diesem einstündigen Gespräch wurden all meine Fragen beantwortet, die in den zwölf Jahren auf der katholischen Schule stets offen geblieben waren.

Sie überreichten mir ein Buch Mormon und forderten mich auf zu beten, um herauszufinden, ob es von Gott käme. Ich musste das aber gar nicht, denn als ich an diesem Abend darin las, weinte ich, weil ich wusste, dass es das war, wonach ich gesucht hatte. Ich wusste, dass dies wahrhaftig die Kirche Gottes war und dass ich dazugehören musste. Ich ging bereits am folgenden Sonntag zu den Versammlungen, und Molly und ich fuhren von nun an Woche für Woche 90 Minuten mit zwei Bussen, um zur Kirche zu gehen.

Mein Partner versuchte, meine Taufe zu sabotieren, indem er die Belehrungen zu Hause verbot; ich hatte jedoch gelernt, für Dinge, an die ich glaubte, einzustehen, und indem ich dafür einstand, entwickelte ich auch den Mut ihn zu verlassen; ich zog kurz nach meiner Taufe aus, die nur wenige Wochen nach meiner ersten Belehrung stattfand.

Nach und nach erzielte ich immer größere Erfolge; ich weiß, dass der Herr mich so formt, dass ich werde, wie er es möchte. Ich werde meinem Potential besser gerecht. Ich biete Molly das Leben, das sie verdient. Ein paar Monate, nachdem ich mich der Kirche angeschlossen hatte, traf ich bei einem Tanz Cameron, der sich auch erst kurz vorher zur Kirche bekehrt hatte; wir wurden sehr gute Freunde und fingen irgendwann an, miteinander auszugehen. Im Juli 2011 heirateten wir, und im Februar 2013 wurden wir aneinander und auch an Molly im Tempel in Preston in England gesiegelt. Wir haben inzwischen eine weitere Tochter, Tabitha (7 Monate),  bekommen und sind für das Evangelium und die Missionare, die die Zeit opferten uns zu belehren, so dankbar. Das Evangelium gab mir die Kraft meine Sucht vollends hinter mir zu lassen und mein Potential auszuschöpfen.