Helen Keller wurde 1880 in Tuscumbia (Alabama, USA) in eine wohlhabende Familie geboren. Sie kam als gesundes Kind zur Welt und fiel bereits als Kleinkind durch ihre Willensstärke auf. Sie wird als fröhliches und aktives Kind beschrieben. Sie war nicht einmal zwei Jahre alt, als sie an einer lebensgefährlichen Gehirn- und Unterleibsentzündung erkrankte. Sie überlebte die Krankheit, verlor jedoch die Fähigkeiten, zu sehen und zu hören.

„Mit entsetzlicher Plötzlichkeit kam sie vom Licht in die Dunkelheit und verwandelte sich in ein Phantom. Nichts hing mit irgendetwas anderem zusammen, und daher kam in mir oft glühender Zorn auf”, so Helen Keller über ihre Erfahrung in ihrem Buch „Teacher”.

Die folgenden Jahre waren vor allem durch ihre Wutausbrüche geprägt – Helen wusste, was sie wollte, es gelang ihr jedoch nicht, sich verständlich zu machen.

1887 stellten Helens Eltern eine 21-jährige Blindenlehrerin, Anne Sullivan, bei sich ein. Von dieser lernte Helen, sich mit Hilfe des Fingeralphabets zu verständigen und lernte auch, die Brailleschrift zu lesen. Für Keller der wichtigste Tag ihres Lebens.

Helen lernte im Alter von 10 Jahren als einzige Taubblinde in den USA schließlich zu sprechen, die Grundlage dafür, später im Alter von 19 Jahren zu einem Studium zugelassen zu werden. Bereits im Alter von 24 Jahren veröffentlichte Helen Keller ihre erste Autobiographie („Die Geschichte meines Lebens”), durch die sie weltberühmt wurde.

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Im Laufe ihres langen Lebens trat sie in 249 Versammlungen auf, um für die Sache der Gehörlosen und Blinden zu werben.

1936 druckte die amerikanische Druckerei für Blinde eine siebenbändige Ausgabe des Buches Mormon in Brailleschrift. Nach dem Druck sagte Präsident Heber J. Grant: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass das Buch Mormon in Braille gedruckt wurde … Ich bin überzeugt davon, dass dieses wunderbare Buch, das voller Inspiration vom Allmächtigen Gott ist … viele zum Jubeln bringen wird, die nie zuvor das Buch Mormon haben lesen können.”

Präsident Grant stellte sicher, dass auch die angesehene Helen Keller Nutzen aus dem Buch Mormon in Braille ziehen konnte.

Am 11. März 1941 überreichte Präsident Heber J. Grant Keller ein Exemplar des Buches Mormon in Braille. Deseret News schreibt darüber, dass sie „ihre Freude über das Buch zum Ausdruck brachte und schnell den Text las.”

Am nächsten Tag besuchte Keller Utah, unter der Leitung von Organisationen wie der Kommission für Blinde Utahs und der HLT-Gesellschaft für Blinde, und beantwortete im Tabernakel auf dem Tempelplatz Fragen zum Thema „Blind und taub sein” und darüber, wie sie gelernt hatte zu lesen, mit der Schreibmaschine zu schreiben und zu sprechen. Dann hatte Keller selbst eine Bitte.

Die Dichterin Emma Lou Thayne erinnert sich daran, wie Helen Keller nach Präsident Grant fragte: „In der ersten Reihe wurde es unruhig und Präsident Grant ging die Treppenstufen nach oben zum Podium. Sie reichte ihm die Hand und er nahm sie in seine. ‚Ich würde gerne’, sagte sie, ‚auf Ihrer Orgel das berühmte Lied über die Pioniere gespielt hören. Ich möchte mich gerne daran erinnern, es hier gehört zu haben.”

Keller berührte mit der Hand die Orgel, während der Orgelspieler Alexander Schreiner ‚Kommt Heilge, kommt” spielte. Die Schwingungen des großartigen Instruments und die Anstrengung des Orgelspielers fühlend, stand sie vor den Anwesenden, und die Tränen liefen ihr über die Wangen.

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Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und um eine Einleitung ergänzt. Er wurde ursprünglich ohne Datumsangabe auf ldsliving.com unter dem Titel „Helen Keller’s Beautiful Request When She Visited Temple Square with Heber J. Grant” veröffentlicht. Die Autorin ist Sierra Sivertson. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.

German ©2018 LDS Living, A Division of Deseret Book Company | English ©2018 LDS Living, A Division of Deseret Book Company

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