Fürchtest du dich vor der Zukunft? Verfolgst du Nachrichten in den Medien, die strotzen vor Unkenrufen? Wirtschaftskrisen,Terroranschläge, politische Spannungen, Kriege, unaufhaltbarer Klimawandel, gesundheitliche Risiken… Da kann es einem doch ganz schön mulmig zumute werden.

Als ich über die drei aktuellsten Präsidenten der Kirche der Neuzeit nachdachte, fiel mir auf, dass sie alle großen Optimismus ausstrahlen. Woher kommen ihre Hoffnung und positive Einstellung, wenn doch so vieles in der Welt den Mut verlieren lässt?

1. Der Optimismus von Präsident Gordon B. Hinckley

Zu sehen ist der Teil eines offiziellen Porträtfotos von Gordon B. Hinckley, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Dieser Mann strahlte immer einen großen Optimismus aus.

Präsident Hinckleys Eltern waren beide Optimisten. Seine Mutter sagte oft, dass man mit einer fröhlichen Einstellung und einem Lächeln auf den Lippen nahezu jedes Unglück überwinden könne und dass jeder seines eigenen Glückes Schmied sei. Sein Vater pflegte zu sagen: „Ein Zyniker leistet nichts, ein Skeptiker erschafft nichts, ein Zweifler erreicht nichts.“

Als Elder Hinckley auf Mission war, gaben er und sein Mitarbeiter sich jeden Morgen die Hand und sagten: „Das Leben ist gut.“

In seiner Ehe verschwendeten Präsident Hinckley und seine Frau keine Zeit damit, über die Vergangenheit nachzudenken oder sich Sorgen um die Zukunft zu machen.

In einer Konferenzansprache ermunterte Präsident Hinckley die Mitglieder:

„Wir haben allen Grund, in dieser Welt optimistisch zu sein. … Ja, es gibt auch genug Trauriges, ja, und überall Probleme. Aber … aus Pessimismus und Zynismus heraus kann man nichts aufbauen, es geht nicht. Wenn man optimistisch ist und sich glaubensvoll anstrengt, dann erreicht man etwas.

Verzweifeln Sie nicht! Geben Sie nicht auf! Suchen Sie zwischen den Wolken nach der Sonne! Dann werden sich Ihnen Gelegenheiten auftun. Lassen Sie sich von den Schwarzsehern nicht in Ihren Möglichkeiten einschränken!

Machen Sie sich eine freudige Grundhaltung und Optimismus zu eigen! Gehen Sie mit Glauben voran, erfreuen Sie sich an den Schönheiten der Natur, daran, wie gut die Menschen sind, die Sie lieben, und an dem Zeugnis, das Sie von dem im Herzen tragen, was von Gott ist!

Der Plan des Herrn ist ja ein Plan des Glücklichseins. Wenn wir uns in unserer Einstellung stets davon leiten lassen, wird der Weg leichter, die Sorgen werden weniger und die Konflikte werden weniger schwer.

Achten Sie darauf, dass Sie eine gewisse Lockerheit ausstrahlen. Lassen Sie Raum für Spaß und Fröhlichkeit, haben Sie einen Sinn für Humor. Lachen Sie gelegentlich über Dinge, die lustig sind.

Unser Leben soll von viel Freude und Lachen erfüllt sein. Wir sollen das Leben genießen, nicht nur ertragen.“

2. Der Optimismus von Präsident Thomas S. Monson

Auf diesem Foto ist ein strahlender Thomas S. Monson zu sehen, der Mitgliedern der Kirche Jesu Christi zuwinkt.

Präsident Monson lehrte, dass Dankbarkeit für unsere Segnungen uns davon abhält, in Trübsinn zu verfallen:

„Man kann leicht den Mut verlieren und zynisch in die Zukunft blicken – oder sogar Angst davor haben, was auf uns zukommen mag –, wenn man zulässt, dass man sich nur mit dem beschäftigt, was in der Welt und in unserem Leben falsch läuft. Heute möchte ich jedoch, dass wir unsere Gedanken von den Problemen, die uns umgeben, abwenden und uns stattdessen auf unsere Segnungen als Mitglieder der Kirche konzentrieren.

Ich bezeuge Ihnen, dass die uns verheißenen Segnungen unermesslich sind. Sturmwolken mögen sich zusammenziehen, Regen mag auf uns herabprasseln, doch unsere Kenntnis vom Evangelium und unsere Liebe zum himmlischen Vater und zu unserem Erlöser werden uns trösten, stützen und Freude ins Herz bringen, wenn wir untadelig wandeln und die Gebote halten. Nichts in dieser Welt kann uns dann besiegen.

Meine lieben Brüder und Schwestern, fürchten Sie sich nicht. Seien Sie guten Mutes. Die Zukunft ist so hoffnungsvoll wie Ihr Glaube.“

3. Der Optimismus von Präsident Russell M. Nelson

Suf diesem Foto ist Russell M. Nelson zu sehen. Er lächelt und winkt Menschen zu. Er ist auch mit seinen über 90 Jahren noch ein großes Vorbild für Optimismus.

Präsident Nelson sagte bei der Weihung des Rom-Tempels Anfang des Jahres: „Die Kirche hat eine einmalige, nie dagewesene Zukunft vor sich.“

Dieser Optimismus über die Zukunft der Kirche überträgt sich auch auf unser eigenes Leben, wenn wir uns für Offenbarung bereitmachen. Präsident Nelson lehrte:

„Ich bin optimistisch, was die Zukunft angeht. Sie hält viele Gelegenheiten für jeden von uns bereit, Fortschritt zu machen, seinen Anteil beizutragen und das Evangelium an die Enden der Erde zu tragen. Aber ich bin auch nicht naiv, was die vor uns liegende Zeit betrifft. Wir leben in einer komplexen, zunehmend streitbaren Welt. Durch ständig verfügbare soziale Medien und Nachrichten rund um die Uhr werden wir unablässig mit Botschaften bombardiert. Wenn wir die geringste Hoffnung haben wollen, diese Unzahl von Stimmen und menschlichen Philosophien, die die Wahrheit bekämpfen, zu prüfen, müssen wir lernen, Offenbarung zu empfangen.“

Wie wir vorgehen können, um in stürmischen Zeiten Optimismus und Frieden im Gebet zu finden, erklärt Präsident Nelson sehr detailliert:

„Finden Sie einen ruhigen Ort, den Sie regelmäßig aufsuchen können. Demütigen Sie sich vor Gott. Schütten Sie vor dem Vater im Himmel Ihr Herz aus. Wenden Sie sich an ihn, um Antworten und Trost zu finden.

Beten Sie im Namen Jesu Christi über Ihre Sorgen, Ihre Ängste, Ihre Schwächen, ja, auch die Sehnsüchte Ihres Herzens. Und dann hören Sie zu! Notieren Sie die Gedanken, die Ihnen in den Sinn kommen. Schreiben Sie Ihre Gefühle auf und setzen Sie das, was Ihnen eingegeben wird, in die Tat um. Wenn Sie immer wieder so vorgehen, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, werden Sie in das Prinzip Offenbarung hineinwachsen.

Will Gott wirklich mit Ihnen sprechen? Ja! „Ebenso gut könnte der Mensch seinen schwachen Arm ausstrecken, um den Missouri in seinem vorgezeichneten Lauf anzuhalten[,] wie den Allmächtigen daran hindern, vom Himmel herab Erkenntnis auf das Haupt der Heiligen der Letzten Tage auszugießen.“

Präsident Nelson betont immer wieder, dass unsere Zukunft viel Schönes beinhalten wird, Wunder und mächtige Werke, für die wir uns durch die Führung des Heiligen Geistes bereit machen müssen:

„Unser Erretter und Erlöser, Jesus Christus, wird zwischen dem heutigen Tag und seiner Wiederkehr einige seiner mächtigsten Werke vollbringen. Wir werden Wunder sehen, die uns erkennen lassen, dass Gottvater und sein Sohn, Jesus Christus, in Herrlichkeit und Majestät über diese Kirche präsidieren. Aber es wird in künftigen Tagen nicht möglich sein, ohne den führenden, leitenden, tröstenden und steten Einfluss des Heiligen Geistes geistig zu überleben.“

Die Verheißung des Herrn

ZU sehen sind drei junge Frauen, die zusammensitzen und lachen.

Wenn wir uns von Präsident Hinckleys Optimismus anstecken lassen, wie Präsident Monson Dankbarkeit für unsere Segnungen entwickeln und Präsident Nelsons Rat annehmen, nach der Führung, Offenbarung und dem Einfluss des Heiligen Geistes zu streben, können wir der Zukunft mutig entgegenblicken.

Unsere Sorgen über die Zukunft können wir dabei ganz dem Herrn anvertrauen, der sagte: „Kommt alle zu mir, die ihr euch [mit Sorgen um die Zukunft] plagt und schwere Lasten [durch eure Angst] zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Matthäus 11:28)


Dieser Artikel über Optimismus wurde auf Deutsch von Tabea Seeborg verfasst und am 17.07.2019 auf treuimglauben.de veröffentlicht.

Wenn du mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wissen möchtest, dann besuche einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: kommzuchristus.org und kirche-jesu-christi.org.

Hier findest du weitere Beiträge von Tabea:

Beten lernen – eine Anleitung

Ahnenforschung – erste Hilfe für Einsteiger

Die 20 schönsten Bibelverse zur Taufe