Eines Tages fragte mein Ehemann unsere energiegeladene 4-jährige Tochter: „Bist du ein Friedensstifter oder ein Unruhestifter?” Sie hielt kurz inne und antwortete dann entschlossen: „Ich stifte Unruhe!”

In einer Welt voller Unruhe und Konflikten haben wir die Herausforderung, unseren Kindern das Gegenteil beizubringen. Als Eltern haben wir die Verpflichtung, unseren Kindern Frieden beizubringen. Wenn wir in unserem Heim dabei versagen Frieden zu lehren, ist es unwahrscheinlich, dass unsere Kinder die Prinzipien des Friedens in der Welt lernen.

Täglich haben wir die Möglichkeit Frieden zu lehren. Wer bekommt den größeren Cookie? Wie werden Hausarbeiten gerecht verteilt? Was solltest du tun, wenn dein Bruder dich haut? Was, wenn deine Schwester sich ohne zu fragen deine Schuhe ausleiht oder dein Bruder dein Lieblingsspielzeug kaputtmacht? Vom Kleinkind bis zum Teenager, wir haben kleine aber häufige Gelegenheiten, zu Hause Frieden zu lehren. Frieden zu kennen bringt Freude und Glücklichsein. „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.” (Matthäus 5:9)

Kindern Frieden beibringen.

Viel Zwietracht entsteht dadurch, dass jeder von uns seine Entscheidungsfreiheit hat. Die Entscheidungsfreiheit allein ist nicht das Problem, aber der weise oder schlechte Gebrauch davon. Entscheidungen, die aus Eigennützigkeit herrühren, haben schlechte Konsequenzen für das Kind und oftmals für die ganze Familie. Weise Entscheidungen basieren auf Liebe und Verständnis füreinander und bringen Frieden.

Das Evangelium Jesu Christi ist die Grundlage für diese weisen Entscheidungen. Während des Ersten Weltkriegs erklärte der Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Joseph F. Smith:

Nur eins kann der Welt Frieden schenken, nämlich die Annahme des Evangeliums Jesu Christi. Herrschende und Völker müssen es gleichermaßen verstehen und praktizieren.” (Improvement Era, Sept. 1914, pp. 1074-75)

Bete um Frieden

Sein Leben und seine Worte geben uns Anleitung, wie wir unsere Kinder Frieden lehren können. Erstens: Bete für Frieden. Wir brauchen Hilfe. Unsere Fähigkeiten allein genügen nicht in einer Welt voller Konflikte. Wenn wir persönlich und als Familie für Frieden und füreinander beten, fördern wir mehr Verständnis und mehr Liebe füreinander.

Jesus und die Kinder.

Lerne, was Frieden bedeutet

Zweitens: Lerne über Frieden. Das Leben des Erretters, des Fürsten des Friedens, kann uns effektiv belehren. Er erkannte vollkommen die Notwendigkeit unseres freien Willens und unserer Entscheidungsfreiheit. Er hat diese großartige Gabe vollkommen respektiert. Sein Leben voller Geduld und Selbstbeherrschung hat uns gezeigt wie wir sein sollten und hält den Maßstab für unser Verhalten auf hohem Niveau. Er gab uns das Gebot gehorsam zu sein und lädt uns ein, Gebrauch von unserer Entscheidungsfreiheit zu machen. Wenn er uns Evangeliumswahrheiten lehrt, geschieht das ohne Zwang. Sein eigener Gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters zeigt, dass wir uns bemühen sollten, seine Gebote zu halten. Seine Bereitschaft anderen zu vergeben und seine Ermutigung zur Umkehr zeigen uns, was zu tun ist, wenn wir Fehler machen.

Suche nach Frieden

Drittens: Lausche nach Frieden. Im Buch Lehre und Bündnisse, das aus Offenbarungen, die dem Propheten Joseph Smith gegeben wurden, besteht, lernen wir, wie man auf den Heiligen Geist hört.

„…und du wirst meinen Geist empfangen, den Heiligen Geist, nämlich den Tröster, der dich das Friedfertige des Reiches lehren wird. (LuB 36:2)

Einander zuhören fördert ebenfalls Frieden. Wenn wir anstatt einander zu beschuldigen anfangen, miteinander lehrreiche Unterhaltungen in der Familie zu führen, können wir Missverständnisse aufklären, die wahren Intentionen verstehen und mehr Liebe zeigen.

Kinder können Frieden lernen

Viertens: Übe Frieden aus. In unseren Familien haben wir täglich die Möglichkeit Frieden zu üben. Wir können unseren Kindern beibringen einander zu dienen und einander zu lieben. Frieden ist dort, wo Rechtschaffenheit und das Interesse an anderen höchste Priorität haben. In Lehre und Bündnisse finden wir diesen Rat:

„Sondern lernt, dass derjenige, der die Werke der Rechtschaffenheit tut, seinen Lohn empfangen wird, nämlich Frieden in dieser Welt und ewiges Leben in der künftigen Welt.” (LuB 59:23)

Wir als Eltern können unseren Kindern beibringen, dem Erretter Jesus Christus nachzufolgen. Dallin H. Oaks, ein Leiter und Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, sagte in seiner Ansprache Weltfrieden”:

„Der Erretter und seine Apostel hatten keinen Plan für den Weltfrieden, außer individuelle Rechtschaffenheit. Sie taten nichts Widersprüchliches gegenüber dem Gesetz Roms oder dem lokalen Regime von Tyrannen. Sie predigten über persönliche Rechtschaffenheit und lehrten, dass die Kinder Gottes ihre Feinde lieben sollen und in Frieden mit allen Menschen leben sollen.”

Mögen unsere Kinder im Streben nach Frieden täglich Hilfe von ihren Müttern und Vätern bekommen.

Familien sind von Gott für die Ewigkeit bestimmt.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 1. Februar 2008 auf  ldsblogs.com mit dem Titel “Teaching Children Peace” veröffentlicht. Die Autorin ist Jenny A. Übersetzt von Maren Leit.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.