Denkt ihr, ihr wärt zu jung, um euch mit Indexieren zu beschäftigen? In nur ein paar Minuten am Tag könnt ihr bereits viele Namen von Menschen finden, die auf die heiligen Handlungen im Tempel warten.
Vielleicht habt ihr schon einmal im Zusammenhang mit Familienforschung das Wort „indexieren” gehört und euch gefragt, was es bedeutet. Bei FamilySearch könnt ihr Namen von alten Urkunden in eine Datenbank eingeben, die wiederum von Menschen überall auf der Welt genutzt werden kann, um ihre Vorfahren zu finden. Die Namen, die ihr indexiert, haben meist nicht mit eurer eigenen Familie zu tun, sondern stammen von Dokumenten, die eingescannt wurden; das sind Volkszählungsunterlagen, Geburtsurkunden, Eheschließungsurkunden, Daten vom Militär usw.

Durch das Indexieren hilft jeder jedem. Vielleicht gibst du heute einen Namen ein, den gerade jemand in Australien sucht, und dafür gibt morgen jemand in England eine Person ein, die du und deine Familie vielleicht gerade sucht. Wenn wir also zusammenarbeiten und Daten in die FamilySearch-Datenbank eingeben möchtet, erhöht sich für uns alle die Wahrscheinlichkeit, an Informationen über unsere eigenen Vorfahren zu kommen und es zu ermöglichen, dass diese Namen in den Tempel gelangen.

Warum solltet ihr also mitmachen? Wir haben hier acht Gründe für euch.

1. Es geht hier nicht nur um Namen, sondern um echte Personen. Hier ist eine originale Namensliste angezeigt, die es beim Indexieren zu bearbeiten gilt.
Schaut euch das Bild rechts an. Das ist ein Beispiel für Volkszählungsunterlagen. Natürlich kann man das einfach als lange Liste mit Namen von Leuten betrachten, die in den 1940ern gelebt haben. Das sind aber nicht einfach nur Namen – das sind Individuen; Söhne und Töchter Gottes; seine Kinder – und er möchte, dass sie auch die gleichen Segnungen durch den Tempel erhalten können wie wir. Jedes Mal, wenn man bei FamilySearch einen Namen eingibt, hilft man einer Person, dem ein Stückchen näher zu kommen.

2. Weil es ein gutes Gefühl ist. Einfach nur irgendwelche Namen in eine Datenbank einzugeben, klingt nicht sonderlich spannend. Aber das ist nicht nur irgendeine Datenerfassung – man fühlt den „Geist des Elija” dabei. Der Herr versprach, dass Elija zurückkehren würde, um das Herz der Kinder den Vätern zuzuwenden (Maleachi 3:23,24). Man kann den Geist des Elija (den Heiligen Geist) spüren, während man dies tut. Man fühlt einen größeren Frieden, Freude und hat das Gefühl, etwas Bedeutendes zu tun, weil es tatsächlich ein Werk von ewiger Bedeutung ist.

3. Weil ihr dafür perfekt seid. Indexieren für FamilySearch muss man am Computer. Gibt es denn irgendjemand anderen, der sich besser mit dem Computer auskennt, sowieso oft Zeit im Internet verbringt, schnell tippen kann und sich mit der aktuellen Technik auskennt? Ihr und eure Freunde habt also alles, was man für das Indexieren braucht. Und man muss auch kein Mitglied der Kirche sein, um mitzumachen.

4. Weil ihr euch die Zeit selbst einteilen könnt. Vielleicht fragt ihr euch, wo ihr die Zeit zum Indexieren hernehmen sollt. Aber das ist nicht schwer. Da man nicht jedes Mal einen ganzen Bogen fertig machen muss, kann man auch einfach nur einmal fünf Minuten damit zubringen – vielleicht, wenn ihr vor dem Abendessen noch ein bisschen Zeit habt oder bevor ihr euch auf Facebook & Co. anmeldet. Diese fünf extra Minuten machen wahrscheinlich keinen großen Unterschied in eurem Tagesablauf, aber durch diese fünf Minuten, die ihr mit Indexieren verbringt, könnt ihr den Geist in euer Leben einladen und so andere auf ewig segnen.

5. Weil es eben nicht nur für die Älteren ist. Denkt ihr manchmal, dass das eher etwas für eure Großeltern sei und ihr das machen werdet, wenn ihr älter seid? Als Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel zu den Jugendlichen sprach, sagte er, dass jetzt der passende Zeitpunkt dafür sei. „Überall auf der Welt haben junge Männer und Frauen entdeckt, dass das ein tolles Projekt ist. Ihr werdet feststellen, dass dies das perfekte Dienstprojekt für euer Junge-Männer-Kollegium ist oder die Junge-Damen-Gruppe oder eure Projekte in „Mein Fortschritt” oder „Pflicht vor Gott”.

6. Weil die ganze Technik genau dafür erfunden wurde.Ein Laptop ist nur eine von vielen technischen Hilfsmittel, die Gott uns geschenkt hat, um Familienforschung betreiben zu können. Damit funktioniert das Indexieren kinderleicht.
Ist euch schon einmal aufgefallen, dass wir in unserer Generation ständig neue technische Möglichkeiten finden, während frühere Generationen jahrhundertelang ohne unsere modernen Kommunikationsmittel auskamen? Das ist kein Zufall. Viele Propheten und Apostel haben erklärt, dass diese Möglichkeiten geschaffen wurden, um das Werk des Herrn weiter voranzubringen. Dazu gehört auch Indexieren mit FamilySearch. Der himmlische Vater hat uns diese Mittel und Wege gegeben, damit alle seine Kinder die heiligen Bündnisse schließen können – und er hat uns auch die Verantwortung dafür übertragen, dabei zu helfen, indem wir Namen für die Tempelarbeit bereitmachen.

7. Weil es dich vor dem Einfluss Satans schützt. In der heutigen Welt ist man ständigen Versuchungen ausgesetzt. Elder Bednar hat bezeugt, dass die Arbeit an der Familiengeschichte uns Kraft gibt und uns vor „Weltlichem” beschützt. Er sagte: „Der Geist des Elija ist der Heilige Geist. Jeder, der an diesem Werk teilhat, wird den Einfluss des Geistes des Elija verspüren. Das ist für eine junge Person, die der Schlechtigkeit der Welt heutzutage ausgesetzt ist, ein großer Schutz vor den Versuchungen des Satans. Der Geist des Elija wird euch nicht nur segnen, er wird euch schützen.” (Englisches Original der Ansprache von Elder Bednar: The Time Is Now)

8. Weil uns die Propheten dazu eingeladen haben. Es haben schon viele Propheten über diese Arbeit gesprochen. In einer Versammlung der Generalkonferenz im Oktober 2011 hat Elder Bednar diese konkrete Einladung an die Jugendlichen ausgesprochen. Seid ihr dieser Einladung bereits nachgekommen? Wenn nicht, ist heute der perfekte Zeitpunkt, anzufangen.

Die Einladung eines Apostels

Elder David A. Bednar mit seiner Frau, während einer Generalkonferenz. Elder Bednar macht Jugendlichen Mut, sich mit ihren Vorfahren zu befassen und sich mit Indexing zu befassen.„Ich möchte die Jungen Damen, die Jungen Männer und die Kinder in der nachrückenden Generation bitten, gut aufzupassen, wenn ich nun deutlich mache, welche Bedeutung der Geist des Elija für ihr Leben hat. …Viele von euch denken vielleicht, dass Genealogie hauptsächlich eine Sache für ältere Leute ist. Mir ist aber in den heiligen Schriften und in den Richtlinien der Führer der Kirche keine Altersgrenze bekannt, durch die diese wichtige Arbeit auf Erwachsene beschränkt wird… Es ist kein Zufall, dass FamilySearch und ähnliche Mittel in einer Zeit hervorgebracht wurden, in der sich die jungen Leute mit dem breiten Spektrum an Informations- und Kommunikationstechnik so gut auskennen. Ihr habt die Fingerfertigkeit erworben, Texte über Handy und Computer zu versenden, um das Werk des Herrn noch schneller voranzubringen – und nicht nur, um euch schnell mit euren Freunden auszutauschen. Die Fähigkeiten und die Auffassungsgabe, die man bei so vielen jungen Leuten heutzutage bemerkt, bereiten sie darauf vor, zum Erlösungswerk beizutragen.

Ich fordere die jungen Leute der Kirche auf, mehr über den Geist des Elija zu erfahren und ihn selbst zu erleben. Ich empfehle euch, zu studieren, eure Vorfahren zu ermitteln und euch darauf vorzubereiten, euch im Haus des Herrn stellvertretend für eure verstorbenen Angehörigen taufen zu lassen (siehe Lehre und Bündnisse 124:28-36). Ich bitte euch inständig, auch anderen bei ihrer Genealogie zu helfen.

Wenn ihr voller Glauben dieser Einladung folgt, wird sich euer Herz den Vätern zuwenden. Die Verheißungen an Abraham, Isaak und Jakob werden euch ins Herz gepflanzt werden. Euer Patriarchalischer Segen, worin euch erklärt wird, von wem ihr abstammt, wird euch mit diesen Vätern vereinen und für euch an Bedeutung gewinnen. Die Liebe und die Dankbarkeit, die ihr für eure Vorfahren empfindet, werden zunehmen. Euer Zeugnis vom Erlöser und eure Bekehrung zu ihm wird an Tiefe gewinnen und von Dauer sein. Ich verheiße euch, ihr werdet vor dem immer stärker werdenden Einfluss des Widersachers behütet sein. Wenn ihr euch an diesem heiligen Werk mit Begeisterung beteiligt, werdet ihr in eurer Jugend und euer ganzes Leben lang geschützt sein.

Jeder junge Mensch kann meine Vorschläge umsetzen, indem er die Funktionen auf lds.org/familyhistoryyouth ausprobiert.” (David A. Bednar, „Das Herz der Kinder wird sich den Vätern zuwenden”, Oktober 2011)

Wie funktioniert Indexieren?

Eine kurze Erklärung, wie die Namen, die du bei FamilySearch eingibst, in der FamilySearch- Datenbank verarbeitet werden, so dass sie später zum Tempel mitgenommen werden können:

1. Ein Dokument wird zuerst gescannt und für das FamilySearch-Indexier-Programm bearbeitet. Um mitzuarbeiten, geh auf:  https://familysearch.org/indexing/

2. Man lädt sich einen Datensatz herunter und trägt dann die Namen und vorhandenen Informationen so ein, wie man sie auf dem Dokument sieht. Irgendwo anders arbeitet noch jemand am gleichen Datensatz. Dadurch lassen sich Fehler reduzieren.

3. Ein „Schiedsrichter” schaut sich die Einträge an, die bei euch unterschiedlich ausfielen.

4. Namen und Daten werden der Datenbank von FamilySearch hinzugefügt. Überall auf der Welt kann man darüber nach seinen Vorfahren suchen.

5. Jemand findet die Information auf FamilySearch.

6. Die heiligen Handlungen werden stellvertretend von jemandem in einem Tempel durchgeführt.

 

Das Indexieren ist der Anfang. Diese Arbeit macht es schließlich möglich, dass in einem Tempel der Kirche Jesu Christi die wichtigen heiligen Handlungen für Verstorbene, stellvertretend durchgeführt werden können.

 


(Weitere Anregungen für Jugendliche findet ihr auf lds.org, Videos zum Thema findet ihr hier und hier)

Der Beitrag wurde auf Englisch auf lds.org/youth veröffentlicht. Die Autorin ist Brittany Beattie. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.