Indexieren ist eine unterhaltsame Art, mit der Vergangenheit in Verbindung zu treten

Als eine begeisterte Genealogin (Ahnen- oder Familienforscherin) verbringe ich viel Zeit damit, im Internet nach familiengeschichtlichen Informationen zu suchen. Ich hatte bereits 10 Jahre lang nach den Namen von 4 Gruppen der Urgroßeltern meines Mannes gesucht. Eines Tages, als ich in der Kirche war, erwähnte ein Freund die kürzlich aktualisierten digitalen Verzeichnisse auf der frei zugänglichen Seite der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage unter familysearch.org. Später an diesem Tag gab ich die Informationen, die ich von Anthonys Großeltern hatte, in das FamilySearch Programm ein – und siehe da! Geburts- und Sterbeurkunden sowie Heiratsverzeichnisse von unbekannten Vorfahren kamen zum Vorschein. Innerhalb von 3 Stunden fand ich 10 Generationen in 2 seiner Familienlinien, und wir entdeckten Vorfahren einer weiteren Linie bis hinein ins 17. Jahrhundert. Indexieren ermöglichte mir den Zugang zu dieser digitalen Schatzkammer!

Was ist Indexieren?

Indexieren ist der Prozess, digitalisierte Versionen analoger Verzeichnisse wiederzugeben – wie zum Beispiel Volkszählungen, Personenstandsakten, Nachlassverzeichnisse und Kirchenbücher. Durch diese Arbeit machen es freiwillige Indexierer den Mitgliedern und anderen Familiengeschichtsforschern möglich, auf einfache Art und Weise Informationen über ihre Vorfahren im Internet herauszufinden.

Also ein(e) Freiwillige(r) sitzt an seinem / ihrem Computer, sieht sich die digitale Kopie einer Geburtsurkunde an, gibt die Namen und Daten der Geburtsurkunde in ein einfach zu bedienendes Programm ein und sichert die Eingabe. Zu einem späteren Zeitpunkt prüft eine zweite Person die Exaktheit der eingegebenen Daten und die veröffentlichten Informationen, sodass, wenn ich nach dieser Person, ihrem Namen, suche, die digitale Kopie ihrer Geburtsurkunde auftaucht.

Eine der tollen Sachen am Indexieren ist der Blick in die Vergangenheit. Passagierlisten von Schiffen faszinieren mich besonders. Menschen unterschiedlichster Herkunft strömten auf einem einzigen Schiff zusammen. Ich liebe die kleinen Einblicke in ihr Leben und ihre Herkunft. Auch Nachrufe interessieren mich. Ich liebe die Kurzbiografien der Familien der betreffenden Person, ihre Interessen, ihre Religionszugehörigkeit und ihr soziales Engagement.

Wer kann indexieren?

Jede und jeder ist eingeladen, Urkunden zu indexieren. Indexieren ist so leicht, dass selbst Kinder es tun können. Freiwillige in der Familienforschung stehen bei Fragen im Chat oder am Telefon bereit. Ich habe im letzten Jahr mit dem Indexieren begonnen, als unsere Ortsgemeinden sich das Ziel gesetzt hatten, im Jahre 2013 2 Millionen Namen zu indexieren. Ich fand heraus, dass ich während einer 15-minütigen Pause oder sogar beim Fernsehen am Abend indexieren konnte. Meine persönlichen Indexierungspläne können unter meinem Log-in gefunden werden, die weltweiten Vorhaben sind unter https://familysearch.org/indexing/ aufgelistet. Hier sind die Indexierungsstatistiken mit Stand vom 7. April 2014 aufgeführt:

Glücklicherweise gibt es bereits viele Menschen, die Freude am Indexieren haben. Hier sieht man eine Statistik aus dem April 2014.

(Info: eine aktuelle Statistik des Jahres 2015 können Sie auf der deutschen Seite familysearch.org/indexing finden.)

Was sind Indexierungs-Projekte?

Indexierungs-Projekte sind Sammlungen von eingescannten Abbildungen, die übertragen werden müssen. Projekte sind differenziert nach Namen und Abbildungs-Typ. So kann ich zum Beispiel wählen, ob ich als Projekt deutsche Heiratsurkunden, portugiesische Geburtsurkunden oder englische Todesurkunden indexiere. Jedes Projekt ist in überschaubare Gruppen aufgeteilt, die mehrere Verzeichnisse enthalten, die zu indexieren sind. Nachdem ich mich für ein Projekt entschieden habe, wähle ich die Anzahl der Datensätze, die ich herunterladen will, indexiere sie und schicke sie dann ab.

Hier findest du ein Beispiel, wie es aussieht, wenn neue Projekte zum Indexieren hochgeladen wurden.

Ihre bevorzugten Projekt-Typen können Sie aktualisieren.

Der Nutzen des Indexierens

Ich habe es geliebt, unserer Gemeinde zu helfen, unser Ziel für das Jahr 2013 zu übertreffen, aber einer der Hauptgründe, warum ich überhaupt mit dem Indexieren begann, war der erstaunliche Durchbruch, den ich bei der Suche nach unseren Familienlinien hatte.

Ein weiterer Grund zu indexieren sind die für diese Arbeit verheißenen geistigen Segnungen.

Elder Richard G. Scott hat die folgende Geschichte und die verheißenen Segnungen erzählt:

In der Russland-Mission Rostow am Don wurden die Jugendlichen darum gebeten, dass jeder / jede 2000 Namen indexieren und dann mindestens einen Namen aus ihrer eigenen Familie für die Tempelverordnungen zu qualifizieren. Diejenigen, die das gesteckte Ziel erreichten, wurden auf eine lange Reise zum Kiew-Tempel in der Ukraine eingeladen. Ein junger Mann berichtete von seinen Erfahrungen: „Ich hatte immer viel Zeit mit Computer-Spielen verbracht. Als ich begann zu indexieren, hatte ich keine Zeit mehr für Computer-Spiele. Anfangs dachte ich, ‚Oh nein! Wie ist das möglich!` Nach Abschluss dieses Projektes hatte ich sogar das Interesse an Computer-Spielen verloren.“ …Genealogische Arbeit ist etwas, das wir hier auf der Erde tun können und das auch im Himmel seine Gültigkeit behält.

Gemeinsam können wir die erforderliche Arbeit schaffen…Diese Arbeit ist eine geistige Arbeit, eine gewaltige Anstrengung der Zusammenarbeit auf beiden Seiten des Vorhangs, wo Hilfe in beide Richtungen fließt. Wo auch immer Sie sich in der Welt befinden, mit Gebet, Glauben, Entschlossenheit, Sorgfalt und ein wenig Opferbereitschaft können Sie einen tatkräftigen Beitrag leisten. Fangen Sie jetzt an. Ich verheiße Ihnen, dass der Herr Ihnen helfen wird, einen Weg zu finden, und Sie werden sich wunderbar dabei fühlen.

Was Elder Bednar den Jugendlichen verspricht

„Wenn ihr diese Einladung im Glauben annehmt, werden sich eure Herzen den Vätern zuwenden. Die Abraham, Isaak und Jakob gemachten Verheißungen werden in eure Herzen gepflanzt werden. Eure Liebe und Dankbarkeit für eure Vorfahren werden zunehmen. Euer Zeugnis vom und eure Bekehrung zum Herrn werden tiefer und dauerhafter. Und ich verspreche euch, dass ihr vor dem stärker werdenden Einfluss des Satans beschützt werdet. Wenn ihr an diesem heiligen Werk teilnehmt und es liebt, werdet ihr in eurer Jugend und zeitlebens geschützt sein.“

Einmal wollte ich nicht indexieren, weil ich dachte, es würde mir zu viel Zeit wegnehmen, nach meinen eigenen Familienmitgliedern zu forschen. Wo und wie immer wir dem Herrn dienen, er füllt stets unsere Schalen bis zum Überfließen. In Lukas 6:38 verheißt der Herr, dass alle Bemühungen uns von Nutzen sind.

„Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. In reichem, vollen, gehäuften, überfließenden Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.“

Indexieren ist leicht und macht Freude – mit dauerhaften Ergebnissen.

Um mehr über das Indexieren zu erfahren oder damit zu beginnen, rufen Sie familysearch.org/indexing auf.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und auf lds.net veröffentlicht. Die Autorin ist Delisa Hargrove. Übersetzt von Klaus Dröge.