Ich erinnere mich noch an einen Tag im Herbst – ich glaube es war im ersten Semester nach unserer Hochzeit im Jahr 1963. Wir gingen gerade den Gehweg am Berg des Maeser-Gebäudes hinauf, der zwischen dem Haus des Präsidenten und dem Brimhall-Gebäude auf dem BYU-Campus entlangführt.

Unterwegs hielten wir irgendwo an und fragten uns, worauf wir uns da eingelassen hatten. An diesem Tag schien das ganze Leben so erdrückend und die Jahre, die noch als Studenten vor uns lagen, schienen überwältigend, fast unüberwindbar. Die Liebe, die wir für einander und für das Evangelium hatten, war stark, aber alles um uns herum erschien uns so verhängnisvoll.

An einer Stelle, die ich wahrscheinlich sogar heute noch wiederfinden würde, wandte ich mich schließlich Pat zu und sagte etwa Folgendes: „Schatz, sollen wir aufgeben? Ich kann mir eine gute Arbeit suchen und ordentlich verdienen. Ich kann so manches. Es wird auch ohne Abschluss funktionieren. Sollen wir vielleicht einfach damit aufhören, so etwas Schweres schaffen zu wollen?”

Als ob ich Lots Frau nachspielen würde, sagte ich tatsächlich: „Lass uns zurückkehren. Lass uns nach Hause gehen. Wir haben nichts Gutes in Aussicht.”

Und dann tat meine geliebte kleine Braut, was sie inzwischen seit mehr als 52 Jahren tut. Sie schnappte mich am Revers und sagte: „Wir gehen nicht zurück. Wir gehen nicht nach Hause. In der Zukunft ist alles möglich.”

Sie stand an diesem Tag im Sonnenlicht vor mir und hielt mir eine Standpauke. Ich erinnere mich nicht daran, dass sie Paulus zitiert hat, aber einiges in ihrer Stimme deutete an, dass sie „das Ziel vor Augen” nach dem Siegespreis jage, der vor ihr lag (Philipper 3:14). Sie demonstrierte, wie viel Glauben sie hatte. Es war ein „Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht” (Hebräer 11:1). Also lachten wir, gingen weiter und beendeten unseren Spaziergang damit, dass wir uns gemeinsam im neugebauten Wilkinson-Center ein Getränk gönnten – ein Glas, zwei Strohhalme.

Meine lieben, jungen Freunde, denkt daran, dass in der Zukunft alles möglich ist. Seid treu. Gläubig. Der Herr wird euch segnen.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und auf facebook veröffentlicht. Übersetzt von Kristina Vogt.

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