Vor ein paar Jahren studierte ich an der Staatsuniversität des US-Bundesstaates Utah. Ich nahm an einem Projekt teil, das von mir verlangte das Thema „Für die Wahrheit einstehen” zu erforschen. Dabei stieß ich auf eine wundervolle Ansprache aus einer Generalkonferenz. Nachdem ich die Ansprache gelesen hatte, fühlte ich mich erbaut, ermutigt und stark. Ich erinnere mich, dass ich alles Mögliche fühlte, als ich die Ansprache zum ersten Mal las. Die Worte bewegten mich tief bis in mein Herz. Ich stellte mir ernsthafte, tiefgreifende Fragen darüber, wo ich mit dem Heiland und seiner Kirche stand.

Die Ansprache ist unerschrocken. Sie ist ein Kampfruf. Sie ist eine „Verteidige-das-Banner-der-Freiheit-Ansprache”, und man will sie immer wieder lesen. Sie ermutigt uns, wenn wir es brauchen. Sie erinnert uns daran, warum wir auf der Erde sind. Die Ansprache heißt „Sei tapfer im Glaubenskampf” und meiner Meinung nach sind das genau die Worte, die wir brauchen, um den sozialen und moralischen Herausforderungen, die uns umgeben, standzuhalten.

Bruce R. McConkie spricht zu denjenigen, die heilige Bündnisse geschlossen und den Namen Christi auf sich genommen haben und sich in seiner Armee verpflichten. Seine Ansprache beginnt er mit fantastischen Grundlagen: „Seid tapfer! Kämpft einen guten Kampf! Bleibt treu! Haltet die Gebote! Überwindet die Welt!”

Wir müssen das Gute schützen.

Er erteilt weiter eine der machtvollsten Aufforderungen zum Kampf, die wir in der Kirche je gehört haben:

Als Mitglieder der Kirche befinden wir uns in einem mächtigen Streit. Wir sind im Krieg. Wir haben uns der Sache Christi verschrieben, gegen den Luzifer zu kämpfen und gegen alles, was sündhaft, fleischlich und böse auf der Welt ist. Wir haben geschworen, an der Seite unserer Freunde zu kämpfen und gegen unsere Feinde, und wir müssen Freund und Gegner gut auseinanderhalten.

Der große Kampf, der überall tobt und leider zu vielen, manchmal schmerzlichen Verlusten führt, ist nicht neu. Es gab schon im Himmel Kampf, als die Mächte des Bösen sich bemühten, die Entscheidungsfreiheit des Menschen zu vernichten, und als Luzifer versuchte, uns vom Weg des Fortschritts und Emporsteigens abzubringen, den ein allweiser Vater bereitet hatte.

In jenem Kampf nun gibt es keine Neutralen, und es kann sie gar nicht geben. Jedes Mitglied der Kirche steht entweder auf der einen oder der anderen Seite… Wer in diesem Kampf nicht mutig und standhaft ist, hilft schon allein dadurch der Sache des Feindes, „denn die nicht für mich sind, die sind gegen mich, spricht unser Gott.” (2.Nephi 10:16) Wir sind entweder für die Kirche, oder wir sind gegen sie. Wir ergreifen für sie Partei, oder wir erleiden die Folgen. Wir können nicht geistig überleben, wenn wir mit einem Fuß in der Kirche, mit dem anderen in der Welt stehen. Wir müssen die Entscheidung treffen. Entweder die Kirche oder die Welt – es gibt kein Niemandsland. Und der Herr liebt einen tapferen Mann oder eine tapfere Frau, der/die offen und kühn in seinem Heer kämpft.”

Ist das nicht ein wunderbarer Aufruf zum Kampf von einem Apostel des Herrn? Kannst du dir vorstellen, du sitzt im Konferenzzentrum bei der Generalkonferenz und hörst diese Ansprache zum ersten Mal? Oder du hörst diese Worte, nachdem du Zeit damit verbracht hast, die Kirche und ihre Lehren inmitten der Kritik und Gegner der Welt zu verteidigen? Mir gefällt, wie er darstellt, wo die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die ihren Bündnissen treu sind, vorgefunden werden. Ich liebe auch die verwendete Schriftstelle, die verdeutlicht, was der Herr über unsere gewählte Seite denkt. Wie sieht Tapferkeit in unserem Zeugnis über Jesus Christus aus? Wo stehen wir?

Elder Bruce R. McConkie

Elder Bruce R. McConkie als junger Familienvater – lange vor seiner Zeit als Apostel.

Elder McConkie sagt etwas Interessantes über das, was den Mitgliedern der Kirche in den letzten Tagen bevorsteht:

Zwar will ich nicht behaupten, die Zukunft lesen zu können, doch ich habe das starke Gefühl, dass sich die Lage auf der Welt nicht bessern wird. Sie wird sich so lange verschlechtern, bis der Menschensohn kommt, also bis ans Ende der Welt, wenn die Bösen vernichtet werden. Ich glaube, mit der Welt wird es schlechter werden, doch mindestens den Getreuen in der Kirche wird es besser ergehen.

Der Tag naht, dass wir mehr, als es bisher der Fall gewesen ist, verpflichtet sein werden, entschlossen für die Kirche einzutreten, ihren Vorschriften, Lehren und Grundsätzen zu folgen, die Apostel und Propheten zu hören, die Gott bestimmt hat, die Lehre zu verkünden und der Welt Zeugnis zu geben. Der Tag naht, wo das notwendiger sein wird, als es je in unserer Zeit oder irgendwann in dieser Evangeliumszeit der Fall gewesen ist.”

Diese monumentale Ansprache endet mit Hoffnung. Es gibt eine leuchtende Hoffnung, wenn wir uns dazu entscheiden, mit dem Heiland und seinen Lehren in jedem Fall auf derselben Seite zu stehen. Bei unserer Taufe stellen wir uns dazu bereit, als Zeugen für Christus einzustehen, und sagen damit dem Widersacher den Kampf an. Uns wird in unzähligen Schriftstellen und von Propheten und Aposteln versprochen, dass wir beschützt und gestärkt werden, wenn wir im Werk des Heilands mitwirken.

Der Erlöser liebt mutige Männer und Frauen, die offen und kühn in seinen Heeren kämpfen. Wir müssen wählen, auf welcher Seite wir stehen. Wirst du in jeder Sache auf der Seite des Herrn stehen? Die Zeit, hervorzutreten und in die Reihen seiner Armee einzutreten, ist jetzt, mit diesem Wissen: Denn derer ist mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind” (2. Könige 6:16). Genau wie bei Elisha, wird der Herr uns mit Engeln und feurigen Wagen beschützen, wenn wir tapfere Verteidiger der Wahrheit und Rechtschaffenheit sind, in einer zunehmend schlechten Welt.


Angela Fallentine

Angela Fallentine ist Mitgründerin von Mormon Women Stand. Sie ist in Alberta in Kanada geboren, aber lebte sehr gerne in den USA, Neuseeland und für kurze Zeit in der Türkei und in Europa, mit ihrem ebenso abenteuerlustigen Ehemann. Sie ist Forscherin und Analytikerin für ein Institut, das sich auf aktuelle soziale Probleme, Religionsfreiheit und die internationale Politik und wie sie sich auf die Familie in den Vereinten Nationen auswirkt, fokussiert.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 20. Mai 2014 auf www.mormonwomenstand.com veröffentlicht. Die Autorin ist Angela Fallentine. Übersetzt von Maren Leit.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.