Warum es keinen Sinn ergibt, Gott aus dem Leben wegzudenken

Gedanken von Greg Trimble

Die Generation Y ist gemeinhin dafür bekannt, dass sie nach einer immer Gott-loseren Welt strebt. Das denke nicht nur ich. Das geht auch aus großen Umfragen unter der Generation Y hervor. Komisch, dass das auch die Generation ist, die den besten Zugang zu Lernmöglichkeiten, technologischem Fortschritt und Intelligenz hat, den die Welt je gesehen hat. Es scheint, als ob, je logischer die Welt wird, desto unlogischer wird sie zugleich. 1802 schilderte der britische Philosoph und Theologe William Paley die Uhrmacher-Analogie, eine Geschichte von einem Mann, der auf einem Feld eine wunderschöne, handgefertigte Uhr findet.

Es gibt Gott Mormonen Warum es keinen Sinn ergibt, Gott aus dem Leben wegzudenken

 

Die Uhr ist nicht nur vollkommen, sondern funktioniert auch noch. Tick tack, tick tack … niemand würde doch allen Ernstes behaupten, dass die Uhr zufällig so entstanden sei. Und selbst, wenn die Uhr sich irgendwie  von alleine zusammengesetzt hätte, bliebe doch trotzdem noch die Frage, wer sie dann aufgezogen und so in Gang gesetzt hat. Sicherlich waren Uhren auch 1802 komplex genug, dass Paley seinen Standpunkt deutlich machen konnte. Aber gehen wir mal ins Jahr 2016 – heute ist es noch viel unglaublicher. Ersetzen wir einmal Paleys Uhr durch eine Smartwatch unserer Wahl. Wenn ihr schon einmal einer solchen Uhr begegnet seid, würdet ihr doch niemals behaupten, dass sie zufällig entstanden sei, oder?! Kein logisch denkender Mensch würde das tun. Man würde davon ausgehen, dass es einen Designer für die Uhr gab, der die einzelnen Teile zusammengesetzt hat, der das Betriebssystem geschrieben hat, das mit der Hardware zusammenarbeitet und der sie dann zum Laufen gebracht hat. Im Vergleich zur Komplexität solch einer Smartwatch verblasst Paleys Uhr – und doch ist auch eine Smartwatch im Vergleich zur Komplexität unserer Umwelt gar nichts. Der bloße Akt, diesen Blog zu lesen oder einen Podcast zu hören, ist eine wahre Meisterleistung, die von Wissenschaftlern weder kopiert noch erklärt werden kann. Es ist ein Wunder, dass eine Information durch etwas, das wir „Auge” nennen, verarbeitet werden kann und dass diese Informationen umgehend ins Gehirn gelangen, wo sie dann Emotionen im ganzen Körper auslösen. Ein Wunder, das sich weder reproduzieren noch von den besten Ingenieuren der Welt erklären lässt.

 

Ein Leben ohne Gott macht keinen Sinn

Machen wir einen kurzen Abstecher zu einem Mann namens Korihor, der Gott loswerden wollte. Er ging umher und machte sich über jeden lustig, der Glauben hatte. Er sagte, dass die Menschen dumm seien, wenn sie Glauben an Christus oder Gott hätten. Er sagte, dass Glaube „die Auswirkung eines wirren Sinnes [seien]; und diese Verwirrung eures Sinnes kommt von den Überlieferungen eurer Väter, die euch verführen, an Dinge zu glauben, die nicht so sind.” (Alma 30:16)

Danach gibt er alles Mögliche von sich – Dinge, die wir heute als Darwin’sche Evolution bezeichnen würden oder „natürliche Selektion”. Er sagt des Weiteren, dass es keine Sühne für Sünden gäbe und dass jeder „wie es seiner Begabung entspreche, [gedeihe] und jeder Mensch gewinne, wie es seiner Kraft entspreche”. (Alma 30:17) Er sagt, dass es keine Verbrechen gäbe, weil es keinen Gott gäbe, dem wir Rechenschaft schuldig seien.

Warum es keinen Sinn ergibt, Gott aus dem Leben wegzudenken

Szene aus dem Buch Mormon: Alma und Korihor führen eine heftige Diskussion in Anwesenheit vieler Menschen des Volkes Ammon (Alma 30).

Korihor handelt so, als ob er die Wunder der Welt um sich herum nicht wahrnehmen könnte. Er entfernte Gott aus seinem Denken und schuf sich so einen eigenen Gott. Er veranlasste andere dazu, „in ihrer Schlechtigkeit das Haupt emporzuheben … er verführte viele Frauen und auch Männer” sexuelle Sünden zu begehen, indem er ihnen sagte, dass „wenn der Mensch tot sei, dann dies das Ende” sei. Er überzeugte sie davon, dass nichts von dem, was sie täten, von Bedeutung sei, weil sie sowieso nur wieder zu Erde und zu Dünger werden würden und keinerlei Erinnerung an ihre frühere Existenz bliebe. Er nahm ihnen die Hoffnung auf ein künftiges Leben und sagte ihnen, dass sie in vollen Zügen leben müssten, solange sie noch hier seien.

Nun stellte sich heraus, dass alle seine Worte Lügen waren – denn es taucht ein anderer Mann auf, Alma, der Korihor konfrontiert und ihn fragt, was denn sein Problem sei. Alma konnte nicht verstehen, weshalb Korihor Gott denn unbedingt loswerden wollte. Also verhört Korihor Alma und fragt nach Beweisen für Gott. Alma antwortet Korihor so einiges, aber nichts ist so treffend wie folgende neun Worte:

Alles deutet darauf hin, dass es einen Gott gibt.” (Alma 30:44)

Er fährt fort:

„Ja, sogar die Erde und alles, was auf ihrem Antlitz ist, ja, und ihre Bewegung, ja, und auch alle Planeten, die sich in ihrer regelmäßigen Ordnung bewegen, bezeugen, dass es einen Allerhöchsten Schöpfer gibt.”

                                                                             Alma der Jüngere

 

 

Nach weiterer Diskussion mit Korihor gibt dieser zu: „Ich habe immer gewusst, dass es einen Gott gibt”, dass er aber die Dinge lehrte, die er lehrte, „weil sie für den fleischlichen Sinn angenehm waren”. Er tat, was auch in der heutigen Zeit so viele Leute tun: Sie schieben Gott beiseite, damit sie tun und lassen können, was sie wollen. Der ursprüngliche Wunsch nach Freiheit erweist sich aber als Schuss, der nach hinten losgeht, und man endet in einer Welt fleischlicher Gefangenschaft und voll Hoffnungslosigkeit.

Ein Leben ohne Gott

Eine menschliche Nervenzelle – komplizierter als der modernste Computer.

Jedes Detail unserer bloßen Existenz ist für mich Beweis genug, um an einen intelligenten Urheber zu glauben. Eine einfache Zelle als grundlegende Einheit unseres Organismus, die wir mit unserem bloßen Auge nicht einmal erkennen können, wird oft mit einer fein abgestimmten Fabrik verglichen. Es gibt ungefähr 37 Billionen von diesen mikroskopisch kleinen Fabriken, die uns am Leben erhalten. Und selbst wenn wir alles, was wir über unser sich ausdehnendes und komplexes Universum mit seinen Abermilliarden Galaxien wissen, beiseite schieben würden und uns nur auf den menschlichen Körper konzentrierten, kämen wir nicht umhin, an einen Urheber zu denken, der genau wusste, was er tat.

Jeder Zweifel, der durch die Wissenschaft oder Philosophie aufgeworfen wird, kann nie die einfachen Beobachtungen einer seiner Schöpfungen ersetzen. Der Beweis ist genau vor unserer Nase. Seid daher nicht wie Korihor. Seid nicht wie der Kerl, der Gott loswerden wollte. Das ist einfach nicht logisch.


Der Beitrag wurde im April 2016 auf Englisch auf gregtrimble.com veröffentlicht. Der Autor ist Greg Trimble. Übersetzt von Kristina Vogt.

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