Die Antwort, die ein entmutigter Mann auf sein Gebet erhielt

Manchmal ist das Leben einfach zu anstrengend. Nicht nur, dass es ein Problem gibt. Manchmal hast du das Gefühl, dass das Päckchen, das dir das Schicksal auflädt, so schwer zu tragen ist, dass du gar nicht weißt, wie du weitermachen sollst. Kommt dir das bekannt vor? Du fühlst dich einsam. Vielleicht verlassen. Aber Gott liebt dich. Er lässt dich niemals im Stich. 

Hier ein besonderes Erlebnis, das Dan McMillan hatte. Ein Erlebnis, das ihm zeigte, dass Gott ihn genau kennt und ihm zuhört. Gott zeigte ihm, dass er für ihn da ist.

Gott liebt dich, wie er Dan liebt – auf seine ganz persönliche und auf dich angepasste Weise.

Am Boden

Dan McMillan war an diesem schier hoffnungslosen Punkt angelangt.

Seine Frau hatte bereits ihr Leben lang mit einer schweren Krankheit zu kämpfen und war in einer Krise. Keiner der Ärzte konnte ihr helfen. Auch Dans Sohn und seine Tochter waren ernsthaft krank. Die großen gesundheitlichen Probleme schienen sich medizinisch nicht lösen zu lassen.

Nur kurze Zeit zuvor hatte Dan wegen seiner eigenen schweren Krankheit nach 28 Jahren seine Arbeit verloren. Obwohl er inzwischen wieder eine Arbeit gefunden hatte, mit der er zufrieden war – er arbeitete als Klempner am Hauptsitz der Kirche Jesu Christi – war er völlig erschöpft wegen allem, was er Tag für Tag zu tragen hatte. Und es war kein Ende in Sicht.

Nach sechs Jahren war er aus seiner Berufung als Bischof entlassen worden. Den Verlust dieses „schützenden Mantels”, der ihm so wichtig gewesen war, konnte er deutlich spüren. Er fühlte sich verloren.

Vielleicht kennst du das Gefühl. Es ist etwas, das viele von uns irgendwann einmal in ihrem Leben erfahren.

Dan sagt dazu: „Ich war völlig erledigt. Ich wusste nicht, was ich noch tun sollte. Ich wollte an diesem Morgen nicht zur Arbeit gehen.”

Er war die ganze Nacht über mit seinem Sohn wach gewesen; trotzdem fand er sich kurz darauf im Zug zur Arbeit wieder. Er fing an, in seinem Herzen ein Gebet zu sprechen, wusste aber einfach nicht, worum er bitten sollte. Er hatte das Gefühl, dass es nur Baustellen in seinem Leben gab; und der Gesundheitszustand seiner Lieben machte ihn todtraurig. Er hatte das Gefühl, dass er völlig leer war und nicht einmal mehr beten konnte. Daher sprach er ein sehr einfaches Gebet. „Ich sagte dem Vater im Himmel, dass ich einfach nur einen besseren Tag haben musste als sonst.” Das war alles.

Er konnte nicht ahnen, was passieren würde.

Gott sieht uns

An jenem Morgen arbeitete er an einem Trinkwasserspender im Kirchenverwaltungsgebäude, in dem die Erste Präsidentschaft und Apostel ihre Büros haben. Obwohl die Brüder ihm und seinen Kollegen oft über den Weg liefen, versuchte Dan und die anderen immer, sie nicht zu „stören”.

Aber dieser Tag war anders. Als Dan an dem Trinkbrunnen unter dem Gebäude arbeitete, hörte er einen Sicherheitsmann sagen: „Hier kommen sie.” Er schaute auf und sah Präsident Monsons Tochter, die um die Ecke kam, dicht gefolgt von Präsident Monson.

„Präsident Monson machte zwei Schritte an mir vorbei”, so Dan, „dann hielt er inne, wandte sich um und kam zurück. Ich arbeitete zusammen mit ein paar anderen Klempnern, aber Präsident Monson suchte sich mich heraus, zeigte auf mich und sagte: ,Ich hoffe, du hast einen besseren Tag.’

„Wir beendeten unsere Arbeit und gingen dann auf den Parkplatz, um an einer größeren Wasserleitung zu arbeiten. Wir standen dort und ich bemerkte erst nicht, wie Elder Oaks von der State Street durch den Tunnel kam.”

„Er läuft immer ziemlich schnell. Er ist immer auf dem Weg irgendwohin und immer mit irgendetwas beschäftigt. Wir hielten inne, um zu ihm hinüberzusehen. Und dann hielt Elder Oaks an, drehte sich herum, zeigte auf mich und sagte: ,Ich wünsche dir einen besseren Tag.’

Seine Freunde sagten zu Dan: „Was ist denn mit dir los?” Aber Dan konnte nur verwundert den Kopf schütteln. Ein paar Minuten später kam Elder Robert D. Hales in seinem Auto vorbei. „Ich sah, wie er den Arm hob und dem Sicherheitsmann sagte, er solle langsamer machen. Er sah mich eine Sekunde lang an, deutete mit dem Finger auf mich und sie fuhren weiter.”

Gott liebt mich – Gott liebt dich

„Ich bin ein Niemand. Ich bin nur ein Klempner. Dass die Brüder den Geist so eindrücklich gespürt haben, dass sie genau wussten, was sie sagen mussten, half mir so sehr”, sagt Dan McMillan.

Dass sie genau die Worte verwendet haben, die er in seinem Gebet gebraucht hatte – einen besseren Tag zu haben – gab ihm das Gefühl, dass er gekannt wurde; er hatte das Gefühl: „Gott liebt dich” – dieser Gott, der doch über allem steht.

Er, der uns so gut kennt, weiß auch genau, wie er uns helfen kann.

Jedem von uns. Wie wir es brauchen.

Dans Erlebnis zeigt, dass Gott jeden von uns liebt. Gott liebt dich. Er weiß, wer wir wirklich sind – er weiß, wer wir waren, lange bevor wir auf diese Welt kamen.

Sehnen wir uns nicht alle danach, so gekannt zu werden?

Wir sehnen uns danach zu wissen, dass wir gesehen werden, dass unser Leiden nicht bedeutungslos ist; danach, dass es eine schützende Hand gibt, die uns tröstet und trägt und unser gebrochenes Herz heilt …

Was für ein besonderes Erlebnis. Was für ein besonderer Liebesbeweis.


Maurine Jensen Proctor ist Mitbegründerin und Chefredakteurin des Meridian Magazine. Sie ist Autorin verschiedener Bücher, Filme und Fernsehserien. Zusammen mit ihrem Mann Scott hat sie mehrere fotografische Bücher geschrieben. 15 Jahre lang schrieb sie die Texte für die Sendung „Music and the Spoken Word” mit dem Mormon Tabernacle Choir. Maurine hat 11 Kinder und 17 Enkelkinder. 

Der Beitrag wurde nach dem englischen Original frei übersetzt und gekürzt. Er wurde ursprünglich am 14.8.19  auf latterdaysaintmag.com unter dem Titel „A Discouraged Man’s Profound Answer to Prayer” veröffentlicht. Die Autorin ist Maurine Proctor. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: churchofjesuschrist.org und kirche-jesu-christi.org.

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