Als ich noch ein Teenager war, verbrachte ich viel Zeit damit, herauszufinden, was wahr ist. Ich war niemand, der gerne geraten hat. Ich wollte auch gar nicht raten, sondern ich wollte es wirklich wissen. Um wissenschaftliche Fragen zu beantworten, konnte ich Mathematikgleichungen berechnen oder wissenschaftliche Experimente durchführen. Aber was konnte ich bezüglich meiner religiösen Fragen tun? Ich erzählte einer Freundin, dass es keine Möglichkeit gäbe, die Wahrheit herauszufinden, wenn es um Religion geht. Sie sagte mir jedoch, dass sie wisse, was wahr ist. Das bewunderte ich sehr an ihr und fragte mich oft, wie sie das nur wissen könne?

„Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.“ (Moroni 10:5)

Joseph Smith wollte wissen was wahr ist und las in der Bibel, Jakobus 1:5. Dort erfuhr er was er tun musste.

Nachdem er lange in der Bibel geforscht und nachgesonnen hatte, ging Joseph Smith eines Morgens an einen ruhigen Ort, um Gott selbst zu fragen.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (oft auch Mormonenkirche genannt) hat ein Video für Teenager veröffentlicht, das von einem Mädchen berichtet, das die gleichen Fragen hatte, vor denen auch ich stand. Sie wollte wissen, was wahr ist. Dieses Mädchen bekam ebenfalls von einem anderen Teenager die Antwort. Dieser Teenager lebte jedoch etwa um 1800 herum. Genauso wie sie, versuchte der damals 14-jährige Junge, Joseph Smith, herauszufinden, welcher Kirche er sich anschließen sollte. Er wollte nicht eine Kirche wählen, die ihm am meisten Spaß machte, oder einfach eine, der seine Familie und Freunde angehörten, sondern er wollte der Kirche beitreten, die wahr war.

Es gibt so viele verschiedene Kirchen: Welche ist die Richtige?

Wie konnte dieser Junge herausfinden, welche all der Kirchen die richtige war? Er besuchte viele verschiedene Kirchen und sprach darüber mit Pfarrern und anderen Leuten, die er respektierte. Alle beharrten darauf, dass ihre Kirche die richtige sei. Das Problem war jedoch, dass die Kirchen sich untereinander alle widersprachen. In jeder Glaubensgemeinschaft gab es wichtige Lehren, die sich jedoch von den Lehren der anderen unterschied. Wie sollte man denn erraten können, welche nun recht hatte? Es handelte sich dabei um Geistliche, die die Bibel besser kannten als Joseph Smith. Dennoch waren sie sich nicht darüber einig, was denn nun genau wahr war.

Auch die Familie von Joseph liebte die Bibel. Sie lasen sie zusammen als Familie, doch Joseph entschied sich dazu, dass es an der Zeit war, sie auch alleine zu lesen. Er las im Jakobusbrief, als er einen sehr interessanten Satz entdeckte:

„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten.“ (Jakobus 1:5)

Plötzlich wusste Joseph wie er das Problem lösen könnte. All die Geistlichen haben vielleicht eine Ahnung gehabt, was richtig sein könnte, aber Gott wusste es mit Sicherheit. Alles, was Joseph tun musste, war, Gott zu fragen. In einem der Bücher der Bibel, von dem viele Menschen glaubten, dass es von dem Bruder Jesu selbst verfasst wurde, steht ein Versprechen: dass Gott Fragen beantwortet, solange wir mit Glauben beten.

Darum bitten, die Wahrheit zu erfahren

Der Junge entschied, dass so ein wichtiges Gebet im Stillen gesprochen werden müsste. Privatsphäre war jedoch in dem kleinen, mit der Familie gefüllten Haus schwierig, sodass er in den Wald in der Nähe des Hauses ging. Dort kniete er sich nieder und betete laut –  zum ersten Mal in seinem Leben. 

Joseph bekam seine Antwort. In seinem Fall erschienen ihm Gott und Jesus Christus, um ihm die Antwort auf sein Gebet zu geben. Joseph wurde von Gott beim Namen genannt und bekam von ihm die Verantwortung übertragen, der erste Prophet in der heutigen Zeit zu sein – der Grund für so eine außergewöhnliche Beantwortung seiner Frage. Als meine Freundin mir davon erzählte, sagte ich, dass ich nicht daran glaube, dass Gott mir erscheinen würde, um mir meine Frage zu beantworten. Sie stimmte mir zu, sagte aber auch, dass er das auch gar nicht müsste. Unser Vater im Himmel kann den Heiligen Geist senden, um mir die Antwort ins Herz zu geben. Alles was auch ich zu tun hatte, war zu beten und daran zu glauben eine Antwort zu bekommen.

Auch ich habe meine Antwort damals bekommen. Es dauerte eine Weile und ich musste dafür lange in den Schriften lesen und lernen, wie man betet, um Antworten zu bekommen und sie auch zu erkennen. Für einige Wochen traf ich mich mit Missionaren der Kirche Jesu Christi. Sie brachten mir all die Dinge bei und ermunterten mich, den Rat meiner Freundin zu befolgen und zu beten. Einige Monate später, kurz nach meinem 17. Geburtstag, wurde ich getauft und wurde ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Haben Sie einen Freund der Mormone ist? Wenn ja, sprechen Sie ihn an und bitten Sie ihn darum, sein Zeugnis mit Ihnen zu teilen. Wenn Sie niemanden kennen, dann gehen Sie auf mormon.org. Dort können Sie von anderen Mitgliedern lesen und sogar mit Missionaren chatten. Es ist kein Ort, um soziale Kontakte zu knüpfen oder zu diskutieren, sondern ein Ort, um ernstgemeinte, ehrliche Fragen über den Glauben zu stellen.

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Dieser Beitrag wurde von Kristina Vogt aus dem Englischen übersetzt. Im Original wurde er verfasst von Terrie Lynn Bittner, veröffentlicht auf ldsblogs.com.

Für mehr Informationen über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage besuchen Sie einfach die offizielle Website lds.org.