Mein gesamtes Leben lang besaß ich die Überzeugung, dass diese Kirche Gottes Reich auf Erden ist und dass die Männer und Frauen, die sie leiten, von Gott berufen wurden. Ich glaube mit ganzem Herzen an die Wahrheit und Authentizität des Buches Mormon und ich habe ein festes Zeugnis von Jesus Christus als dem Erretter der Erde.

Diese Überzeugungen beeinflussen meine Sicht auf die Welt. Weil ich an den Erretter Jesus Christus glaube, glaube ich auch an eine Welt, die der Errettung bedarf. Das bedeutet, dass ich an den Fall der Menschheit glaube; dass wir uns durch Sünde von unserem Schöpfer entfernt haben und dass für eine Versöhnung mehr nötig ist als wir selbst leisten können. Es bedeutet, dass ich an einen Gott glaube, der mit seinen Kindern durch göttlich bevollmächtigte Botschafter kommuniziert. Es bedeutet, dass ich an Bündnisse und heilige Handlungen als Markierungen und Wegweiser auf unserer Reise zurück in die Gegenwart Gottes glaube.

Es hat mich zutiefst erschüttert, zu sehen, wie Freunde und Familienmitglieder, die ehemals dieselben Überzeugungen teilten, zu zweifeln begannen und nun zu gegenteiligen Schlussfolgerungen gekommen sind. Mehrere meiner Freunde und Familienangehörigen haben sich von der Kirche entfernt und zweifeln an ihren fundamentalen Lehren. Noch vor wenigen Jahren glaubte ein jeder dieser Menschen, sie seien tief und stark mit dem Evangelium Christi verwurzelt.

Die Lehre, die wir davon ziehen müssen, ist, dass wir unsere Überzeugungen nicht als selbstverständlich ansehen dürfen. Die lebendigen Wahrheiten des Evangeliums Jesu Christi müssen genährt und gepflegt werden. Ohne Pflege können sie verkümmern. Darüber hinaus werden wir alle Schlechtwetterperioden durchleben müssen, in denen sich die Sonne hinter Wolken verbirgt und das Leben sich in einen dunklen Schatten hüllt; Zeiten, in denen Zweifel und Unsicherheit gedeihen können – und das ohne einen Fehler unsererseits, der eine solche Zeit hätte auslösen können, und egal, wie sonnig das Leben im Moment zu sein scheint.

Ich möchte drei Ratschläge teilen, die uns dabei helfen können, unsere Überzeugungen und unseren Glauben zu nähren, sodass diese uns durch die Schlechtwetterperioden unseres Lebens tragen können. Des Weiteren möchte ich vier geistige Fallen auflisten, die auf unserem Lebensweg lauern und die ich sowohl in meinem eigenen Leben als auch im Leben anderer gesehen habe.

Drei Dinge, die wir tun können, wenn wir zweifeln

1. Wir können uns im Wort Gottes vertiefen.

Zu sehen ist eine junge Frau, die in den heiligen Schriften studiert. Dadurch kann man den Heiligen Geist einladen, der uns helfen kann, wenn wir zweifeln, da er Wahrheiten bestätigt.

Wenn der Heilige Geist zu uns spricht, werden wir zumeist nur dann verstehen, was er sagt, wenn wir Zeit mit den heiligen Schriften verbracht haben und Gottes Stimme kennen. Elder Wada hat uns in diesem Frühjahr daran erinnert, dass uns die Worte Christi helfen können, „[unsere] geistige Fähigkeit, Offenbarung zu empfangen, zu stärken.” Wenn wir unsere heiligen Schriften öffnen und uns an den Lehren Christi sowie seiner Propheten laben, öffnen wir unseren Verstand und unser Herz für den Einfluss Gottes in unserem Leben.

2. Wir können uns im Dienst an unserem Nächsten verlieren.

Zu sehen sind eine junge und eine ältere Frau, die gemeinsam lachen.

Wir können unsere Überzeugungen nähren und stärken, wenn wir uns im Dienst an denjenigen, die sich in unserer Obhut befinden, verlieren. Wenn wir uns in unseren eigenen Gedanken, Ängsten, Zweifeln und Unsicherheiten vergraben, können wir die Großartigkeit dieses Werkes aus den Augen verlieren. Überzeugungen können weder durch das Studium von Büchern in unserem Keller bewahrt werden noch ist das Evangelium Christi ein Zuschauersport, bei dem unser Glaube alleine dadurch wächst, dass wir die Erfahrungen anderer mitverfolgen. Wir müssen unsere eigenen Hände bei der Arbeit im Werk des Herrn schmutzig machen. Dabei passieren Wunder.

Manchmal tun wir lieber gar nichts, bevor wir einen Fehler machen – aber ich sage, Fehler gehören dazu. Wir sollten uns die Möglichkeit geben, Fehler zu machen und Christus erlauben, unsere unvollkommenen Mühen groß zu machen. Und wenn das passiert, werden wir mit eigenen Erfahrungen von der Hand Gottes in unserem Leben vorwärtsschreiten. Unser Glaube und unsere Überzeugungen haben dann mehr Säulen, auf die sie sich stützen können.

3. Wir können an heiligen Handlungen teilnehmen.

Das wöchentliche Ritual des Abendmahls dient nicht allein der Verzierung des Sabbats. Es ist auch kein leerer Ablauf ohne Effekt in unserem Leben. Wir kommen jede Woche nicht nur deshalb zur Kirche, um Versammlungen zu besuchen und Ansprachen zu hören, sondern um von den Symbolen des Leidens und des Todes Christi zu nehmen. Das ist – zusammen mit vielen weiteren Dingen – eine Metapher dafür, wie Christus unsere Herzen und Seelen nährt. Und die wöchentliche Beteiligung an dieser heiligen Handlung kann uns mit geistiger Stärke ausstatten.

Präsident Nelson hat gesagt, „Es wird in künftigen Tagen nicht möglich sein, ohne den führenden, leitenden, tröstenden und steten Einfluss des Heiligen Geistes geistig zu überleben.”

Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass das Versprechen des Abendmahls an uns die stete Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben ist.

Auf dieselbe Weise profitieren nicht nur die Verstorbenen von der Arbeit, die wir bei unseren Tempelbesuchen für sie erledigen. Wenn wir den Tempel nach ein oder zwei Stunden des Dienens verlassen, tragen wir ein vergrößeres Maß an geistiger Macht mit uns. Wir bemerken es vielleicht nicht an einem einzigen Tag, doch mit jedem Besuch sammelt sich diese geistige Macht wie der Tau vom Himmel und verstärkt unsere Überzeugungen und unseren Glauben, indem er unsere Lampen mit geistigem Öl füllt.

Drei geistige Fallen, die uns zweifeln lassen.

Falle Nr. 1: Wir übernehmen kulturelle Sichtweisen, die zentrale Ansichten des Evangeliums in Zweifel ziehen, ohne sie zu hinterfragen.

Zu sehen ist eine Statue des Geschichtsschreibers Herodot von Halikarnass.

Moderne Gesellschaften haben Sichtweisen, die das Evangelium Christi komisch, bizarr, veraltet oder sogar zutiefst falsch aussehen lassen. Wir können und müssen kritisch mit diesen Weltsichten umgehen und erkennen, dass das Evangelium Jesu Christi radikal ist. Es erzählt andere Geschichten, bietet andere Narrative an und macht sich andere Annahmen zu eigen als solche, die von unserer Gesellschaft angeboten werden.

Zum Beispiel vertritt unsere moderne Kultur eine Philosophie, die von vielen expressiver Individualismus genannt wird und die uns ein Narrativ der Befreiung anbietet, durch das wir lernen, uns selbst treu zu sein, indem wir die Ketten von Tradition und Aberglauben durch Selbstbestätigung von uns abwerfen. Im Kontrast dazu bietet uns das wiederhergestellte Evangelium Christi ein Narrativ der Erlösung, durch das wir unseren Fall vor Gott erkennen und durch die Nachfolge und das Sühnopfer unseres Erretters Jesus Christus neue Geschöpfe werden können.

Die heutige Gesellschaft hat ein Verständnis von Liebe, das die uneingeschränkte Haltung der Zustimmung oder wenigstens der Gleichgültigkeit zur Maxime erhoben hat, wenn es um die Handlungen unserer Liebsten geht. Das geht so weit, dass wir aufhören, wegen ihrer Zweifel und Entscheidungen, die sie geistig in Gefahr bringen, bekümmert zu sein. Im Kontrast dazu zeigt uns das wiederhergestellte Evangelium Christi einen allliebenden Gott, der trauert, wenn sich seine Kinder von ihm entfernen, und Eltern, die ihre Kissen des Nachts mit Tränen benetzen, weil ihre Kinder in die Irre gegangen sind.

Das sind nur einige wenige Beispiele. Wenn wir lernen, die konkurrierenden Weltanschauungen zu durchschauen, bevor wir sie in unser Denken aufnehmen, und lernen wieso sie von den Narrativen abweichen, die uns das Evangelium anbietet, können wir unser Herz und unseren Verstand vor der mächtigen gesellschaftlichen Belagerung, die wir momentan erleben, schützen.

Das deutsche Wort Zeitgeist steht „für eine [in einer] bestimmte[n] geschichtliche[n] Zeit charakteristische allgemeine Gesinnung [oder] geistige Haltung”. Nur weil wir die Weltbilder und Annahmen der heutigen Welt in uns aufnehmen, heißt das noch lange nicht, dass diese Ansichten und Weltanschauungen auch inhärent überzeugender und einleuchtender sind. Es heißt lediglich, dass wir Menschen sind, die eine gemeinsame Sozialisation teilen und aufgrund dessen dazu tendieren, den Zeitgeist der Welt, in der wir leben, unhinterfragt in unser Denken aufzunehmen.

Falle Nr. 2: Wir verbringen mehr Zeit mit angesagten Medien als mit dem Wort (und Werk) des Herrn

Zu sehen sind die Augen einer Frau. In den Augen ist, digital bearbeitet, jeweils das Logo von Google zu sehen.

Säkulare Narrative und Meinungen zu Moralität, Familie und Gott erfüllen mittlerweile die vorherrschenden Medien dieser Welt. Obwohl wir uns mit denjenigen anfreunden und unterhalten sollen, die andere Ansichten als unsere eigenen vertreten, müssen wir uns nicht von denselben Dingen entertainen lassen, wie diese es tun. Wir können mit der großen Welt in Verbindung bleiben, ohne unser Leben mit Botschaften zu füllen, die unserem Glauben widersprechen. Wir können und sollten selektiv bei der Entscheidung vorgehen, welche Medien wir in unser Haus lassen wollen.

Durch einen normalen, fast unvermeidlichen Prozess der Osmose tendieren wir dazu, die Weltanschauungen und Meinungen derer zu absorbieren, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Es macht keinen Unterschied, ob wir eine Stunde pro Tag in den heiligen Schriften studieren, wenn wir drei Stunden am Tag (passiv) die Weltanschauungen von Sean Hannity oder der neuesten TV-Dramen studieren – letztere werden unweigerlich genauso viel Einfluss auf unser Weltbild ausüben.

Für einige Zeit las ich mir jede Woche unter dem Vorbehalt, mich auf dem neuesten Stand der Diskussionen zu halten, für einige Stunden Ex-Mormonen-Foren durch. Obwohl ich nichts von dem zustimmte, was diese Leute sagten, begann ich die Welt durch ihre Augen zu sehen. In den Abendmahlsversammlungen empfand ich eine Art stellvertrende Verlegenheit für diese Ex-Mitglieder, wenn etwas gesagt oder getan wurde, das diese zuvor kritisiert hatten.

Kurz gesagt: Womit wir unsere Zeit verbringen, ändert unsere Sicht auf die Welt. Auf die gleiche Weise gilt: Wenn wir Stunden des Tages damit verbringen, uns von den populären Medien unterhalten zu lassen, werden wir anfangen – ob wir es merken oder nicht – die Welt durch die Augen derer zu sehen, die die heutigen Weltanschauungen in den Medien gestalten. Und das moderne Hollywood ist voll von Leuten, die mit Herablassung auf unseren Glauben und unsere Überzeugungen blicken. Wir sollten nicht nur Zeit mit dem Wort Gottes verbringen, sondern auch vorsichtig sein, wie viel Zeit wir mit seinen Widersachern verbringen.

Falle Nr. 3: Wir nehmen an, dass die Kirche und ihre Führer ohne Makel sein müssen, um göttliche Vollmacht zu besitzen, und fangen aufgrund von unschönen Details aus der Geschichte der Kirche an unserem Glauben zu zweifeln an.

Zu sehen ist ein offizielles Foto der Ersten Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi. Von links nach rechts: Dallin H. Oaks (1. Ratgeber), Russell M. Nelson (Präsident) und Henry B. Eyring (2. Ratgeber).

Wenn ich sage, dass ich weiß, dass die Kirche wahr ist, dann meine ich damit nicht, dass die Kirche perfekt oder ihre Struktur vollkommen ist. Ich meine vielmehr, dass diese Kirche, die Kirche Christi ist. Sie ist von oben bis unten mit göttlicher Vollmacht erfüllt. Die erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel haben die göttliche Berufung, über die Sammlung Israels zu wachen und diese zu koordinieren. Und unsere Bischöfe und ihre Ratgeber haben die göttliche Berufung, die Angelegenheiten der Gemeinde zu verwalten.

Mit dieser göttlichen Berufung ausgestattet zu sein, macht keine dieser Personen perfekt. Es befreit sie nicht von vergangenen Sünden, persönlichen Vorurteilen und selbst nicht von Fehlern in der Ausübung ihres Amtes. Wir sind von oben bis unten eine Gemeinschaft von sterblichen Wesen. König Benjamin hat seinen Zuhörern schon vor langer Zeit gelehrt, dass wenn sie auch nicht leichtfertig mit seinen Worten umgehen, sie ihn doch nicht höher als einen sterblichen Mann erachten sollen. Unsere Propheten und lokalen Führungsbeamte erwarten dasselbe von uns.

Die Geschichte der Wiederherstellung des Evangeliums ist zum Teil schmutzig. Selbst diejenigen mit unglaublichen geistigen Gaben sehen manchmal nicht klar. Die Strecke von 1830 bis heute verläuft nicht immer gerade. Sie hat eine Vielzahl von Ecken und Kanten. Das lässt sich sinnbildlich im Chaos der ersten Einführung der Polygamie in Nauvoo sehen. Das lässt sich auch an der Unschönheit der teilweise temperamentvollen Predigten von Brigham Young erkennen, welche – zu seiner späteren Betroffenheit – Anlass für einige Heiligen der Letzten Tage boten, Dinge zu tun, die Gottes Geboten ausdrücklich zuwiderliefen.

Einige blicken auf diese Geschichte und erwarten mehr von einer Institution, die behauptet, Gottes Reich auf Erden zu sein. Ich tue das nicht. Ich glaube, dass Gott sein großartigstes Werk durch sterbliche Männer und Frauen vollbringt, die stellenweise nicht besser sind als wir. In der Tat gibt es Fakten, die mich vielleicht zweifeln ließen, wenn ich nicht ein alles überragendes Zeugnis dieses Werkes hätte. Unser Glaube kann widerstandsfähiger werden, wenn wir aufhören naiv zu sein und in diese Fallen zu tappen.

Ich habe ein Zeugnis, dass wenn wir weiterhin denjenigen zuhören, die sich am besten mit unserer Geschichte auskennen – und nicht nur unseren Kritikern -, dann lässt das Wissen um die Herrlichkeit der Hand Gottes in der Geschichte dieser Kirche alle historischen Fragen klein erscheinen. Das Wunder der Wiederherstellung ist nicht nur, dass sie stattgefunden hat, sondern dass sie trotz und durch unperfekte und manchmal sogar zutiefst unvollkommene Menschen wie uns stattfand.

Falle Nr. 4: Wir wünschen uns eine einzige mächtige geistige Offenbarung, die all unsere Zweifel und Fragen hinwegfegt und sind dann enttäuscht, wenn nicht genau das eintritt.

Ich kann vom wiederhergestellten Evangelium Jesu Christi Zeugnis geben, weil Gott bei unzähligen Gelegenheiten zu mir gesprochen hat. Er flüsterte mir diese heiligen Wahrheiten immer und immer wieder ein. Aber ich habe mit der Zeit etwas an diesen Erfahrungen beobachtet.

Wenn ich bete und Gott frage, ob er existiert, habe ich nicht immer eine direkte Antwort erhalten – zum Teil auch deshalb, weil meine Gebete sich nur um mich drehten. Wenn meine Gebete weniger für mich und mein eigenes Bedürfnis nach Sicherheit gesprochen wurden – wenn ich es aufgab, nach Zeichen zu verlangen und meine Fragen in einem anderen Rahmen stellte – erhielt ich Offenbarungen in meinem Leben viel regelmäßiger.

Wenn ich beispielsweise bete und Gott frage, ob er mir helfen könne, Möglichkeiten zu sehen, wie ich ein besserer Ehemann oder Vater sein kann, werden mir meine eigenen Schwächen während des Tages offenbart – und zwar nicht in einer herablassenden Weise, sondern in einer Art, die mich dazu motiviert, mich für meine Familie zu ändern. Darüber hinaus strebe ich mit einer tieferen Überzeugung von der Existenz Gottes und seiner Fürsorge für mich und meine Familie vorwärts. Mein ursprüngliches Gebet wurde beantwortet, als es nicht länger um mich ging.

Wenn ich bete und Gott frage, ob das Buch Mormon wahr sei, habe ich nicht immer eine direkte Antwort erhalten. Aber wenn ich bete und Gott bitte, er möge mir helfen, das Leben Almas besser zu verstehen, bekomme ich während des Lesens ein klareres Verständnis von Details in Almas Geschichte und ich strebe vorwärts mit einer tieferen Überzeugung, dass diese Geschichte nicht von einem 23-jährigen Mann im Jahre 1829 erfunden wurde und dass dies die Geschichten von realen Menschen, von Männern Gottes sind, die Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, von denen ich lernen kann.

Wenn ich bete und Gott frage, ob diese Kirche wahr sei, habe ich nicht immer eine direkte Antwort erhalten. Aber wenn ich bete und Gott bitte, mir bei der Ausübung von Priestertumsvollmacht zu helfen, um andere zu segnen, stoße ich auf Gelegenheiten, meine Familie zu segnen und denen zu dienen, die sich in meiner Obhut befinden. Und ich strebe mit einer tieferen Überzeugung, dass diese Organisation wahrhaftig das Reich Christi ist  und dass wir als seine Hände agieren, die Wunder in den Leben seiner Kinder wirken, vorwärts.

Aber am wichtigsten ist, dass mein Glaube nicht auf einer einzigen geistigen Erfahrung ruht. Das sollte er auch nicht. Man sollte ihn eher als einen Teppich sehen, der aus tausenden kleinen Fäden gewebt wurde, die mich (einzeln) vielleicht nicht überzeugt hätten, aber zusammen zu einem unanfechtbaren Zeugnis des wiederhergestellten Evangeliums werden.

Zusammenfassend: Wenn wir unsere Zeit damit verbringen, nach dieser einen geistigen Manifestation zu suchen, die keinen Raum für Zweifel aus unserem Herzen und Verstand lässt, werden wir eventuell zu dem falschen Schluss gelangen, dass Gottes Versprechen von geistigem Wissen nichtig ist. Aber wenn wir uns umblicken, in das Wort Gottes vertiefen, uns im Dienst in seinem Reich verlieren, beständig unsere Bündnisse erneuern und an heiligen Handlungen teilnehmen, dann können und werden wir unzählige Begegnungen mit Gott haben, die zusammen als ein Reservoir geistiger Stärke dienen und uns durch Zeiten der Entmutigung, des Zweifels und der Unsicherheit tragen.


Dieser Artikel ist ein aktualisierter und erweiterter Beitrag, der zuvor auf Latter-day Saint Philosopher veröffentlicht wurde.

Über den Autor: Dr. Jeffrey Thayne erwarb an der BYU einen Bachelor- und Masterabschluss in Psychologie. Er promovierte in „Instructional Technology” und „Learning Sciences” an der Utah State University. Er leitet den beliebten Latter-day-Saint-Philosopher- Blog und beschäftigt sich mit der Apologetik von Weltbildern (das Formulieren und Erkunden von weltbildlichen Annahmen, die unseren Glauben denunzieren). Er lebt derzeit mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Staate Washington.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich am 28.11.19 auf latterdaysaintmag.com unter dem Titel „3 Ways to Fortify Our Faith Against Times of Doubt” veröffentlicht. Autor ist Jeffrey Thayne. Übersetzt von Urs Wrenger.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: kommzuchristus.org und kirche-jesu-christi.org.

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