Wie man aufhört, sich mit anderen zu vergleichen

Es gibt Milliarden von Menschen auf dieser Welt, mit denen du dich vergleichen kannst. Wenn du einmal damit anfängst, ist es schwer, wieder damit aufzuhören. Wir haben es alle schon gemacht – uns gewünscht, wir wären mehr wie sie und uns dankbar gefühlt, dass wir nicht an ihrer Stelle sind. Sogar in dem Moment, in dem wir uns vergleichen, wissen wir, dass wir weder denken noch handeln wie Jesus Christus.

Es ist möglich, jemanden aufrichtig zu bewundern, und es ist gesund, weil es uns motiviert, uns selbst zu verbessern. Die Stärken eines anderen zu beneiden und sich dabei für seine eigenen Schwächen zu schämen oder eifersüchtig auf das scheinbar „perfekte Leben” eines anderen zu sein, ist allerdings nur negativ. Ungesundes Vergleichen führt zu Depression, zu Mangel an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, zu Undankbarkeit und dazu, dass man das Unglück anderer genießt, Groll gegen sich und andere hegt, Kraft und Zeit verschwendet, die Motivation, eigene Ziele zu erreichen, zerstört und zu geistigen Abschweifungen.

Wenn es zu einer täglichen Gewohnheit geworden ist, dass du dich mit anderen vergleichst, ist es höchste Zeit damit aufzuhören. Wir haben die Tipps, wie man genau das tut!

Bete um die Führung des Herrn.

Der Herr lässt uns niemals allein. Er hat uns die Gabe des Gebets gegeben, damit wir täglich – und sogar stündlich – mit ihm kommunizieren können. Wenn es dir schwerfällt aufzuhören, dich mit anderen zu vergleichen, bete demütig zum Herrn und bitte um seine Führung und tue deinen Teil, indem du nach der Antwort Ausschau hältst. Im Evangelium geht es um Veränderung, und wir können das Beste aus uns machen, wenn wir mit ihm durch das Gebet kommunizieren.

Gott hilft uns gerne, wenn wir uns demütigen und durch das Gebet das Gespräch mit ihm suchen.

Mach dir keine Sorgen darüber, was andere über dich denken könnten.

Viel zu oft machen wir uns Sorgen darüber, was andere über uns denken. Wir lassen die Meinung unserer Familie, Freunde, Nachbarn und Gesellschaft bestimmen, wie wir uns selbst einschätzen. Die Meinung des himmlischen Vaters zählt am meisten, weil nur er dich mit Klarheit sehen kann. Du bist ein Sohn oder eine Tochter eines liebenden himmlischen Vaters. Du bist besonders und herrlich in seinen Augen, und genau so solltest du deinen Selbstwert bestimmen.

Führe ein „Tagebuch der Dankbarkeit”.

Ein Tagebuch über die Dinge zu führen, für die du dankbar bist, hilft dir, dich auf die Segnungen, die du hast, zu fokussieren. Sie sind unzählbar. Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten, um die Geschenke, Talente und Gelegenheiten, die du hast, aufzuschreiben. Überlege, was du tun könntest, damit morgen jemand anders auch Dankbarkeit empfindet. Greife auf dein Tagebuch zurück, wenn du in einer schwierigen Zeit eine Aufmunterung brauchst.

Tagebuch schreiben macht Spaß und man vergisst nie wieder ein besonderes Erlebnis.

Begrenze deine Zeit mit Sozialen Medien.

Soziale Medien können zwar nützlich sein, sie können aber auch schädlich sein für den, der sein Leben mit dem Leben seiner Online-Freunde, Bekannten und sogar Fremden vergleicht. Denke daran, dass die Sozialen Medien mehr Lügen als Wahrheiten beinhalten. Vermeide, dich in Sorgen zu verstricken, weil dein Aussehen, dein Leben oder deine Leistungen denen, die du dort siehst, nicht gleichkommen, indem du den Umgang damit begrenzt. Wende deine Aufmerksamkeit von der Online-Welt ab und der echten Welt zu.

Erwarte nicht perfekt zu sein.

Wir wissen, dass niemand perfekt ist. Trotzdem erlauben wir es uns zu glauben, dass manche Leute genau das sind. Sie sind es nicht. Jeder hat Schwächen und Probleme; ob sie diese für sich behalten oder nicht, ist ihre Entscheidung. Sie sollten sich nicht für perfekt halten, und das solltest du auch nicht. Aus den Schriften lernen wir „denn es ist nicht erforderlich, daß der Mensch schneller laufe, als er Kraft hat“ (Mosiah 4:27). Alles, was du tun kannst und solltest, ist, dich zu bemühen, das Beste aus dir zu machen.

Es liegt in der menschlichen Natur, sich hin und wieder unzulänglich zu fühlen. Lass nicht zu, dass es deine Grundhaltung wird. Nimm die Herausforderung an, ein wahrer Nachfolger Jesu Christi zu sein, und lass dein Konkurrenzdenken zu Teamgeist werden, deine Eigenliebe zu Nächstenliebe und dein Hang zum Vergleichen zur Suche nach Verbindendem.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 24. Juni 2015 auf mormonchannel.org mit dem Titel „How to Stop Comparing Yourself to Others” veröffentlicht. Übersetzt von Maren Leit.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.