Persönlich ermächtigt

Einer der größten Irrtümer ist, dass unser Glück durch irgendjemanden oder irgendetwas bestimmt wird.

Es kommt so häufig vor, dass das Schlechte das Rampenlicht stiehlt. Die Nachrichten befassen sich mit den Problemen und dem Elend in der Welt. Unehrlichkeit und Böswilligkeit stehen im Mittelpunkt. Zurückhaltung und Selbstachtung werden entwertet. Konservativ zu sein hat in manchen Kreisen einen negativen Beigeschmack. Wie oft hört man die Begrüßung: “Das wird der beste Tag meines Lebens!”, wenn man dem Nachbarn auf dem Morgenspaziergang begegnet? Und selbst wenn wir sie hören, glauben wir sie nicht. Der größte Irrtum auf der Erde besteht in dem Glauben, dass unser Glücklichsein durch irgendjemanden oder irgendetwas bestimmt wird. Fall nicht darauf rein. Das ist komplett falsch. Du hast die Kontrolle über dein Glücklichsein, so wie ich die Kontrolle über meines habe. Die Verantwortung für die eigene Perspektive zu übernehmen, ist motivierend und gibt Kraft. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Manchmal wissen wir genau, was wir tun müssen – wir müssen es nur tun

Mormon Moses

Sie mussten nur hinsehen.

In der Bibel lesen wir von dem Ereignis, wie die Kinder Israels zu Hunderten von giftigen Schlangen gebissen wurden. Dies bedeutete den sicheren Tod für sie, es sei denn, sie blickten zu einer kupfernen Schlange an einem Stab auf. Man könnte jetzt sagen, dass sie wirklich Pech hatten, weil sie verwundet wurden, oder “Es war doch nicht ihre Schuld, dass sie gebissen wurden”, oder “Das ist einfach nicht fair”. Aber egal, wie sehr die Menschen auch leiden mussten, jeder von ihnen hatte die Möglichkeit, dem Leid ein Ende zu bereiten, indem er eine sehr einfache Aufgabe ausführte. Ihnen wurde gesagt, dass sie einfach nur zu der kupfernen Schlange auf dem Stab aufschauen sollten, dann würden sie sofort geheilt. Aber anstatt auf den Rat zu hören, versanken einige von ihnen lieber hoffnungslos in Selbstmitleid und kamen durch ihren Starrsinn um, weil das Heilmittel offensichtlich zu einfach war und zu gut, um wahr zu sein. Dutzende, Hunderte, ja vielleicht Tausende starben, ohne dass es notwendig gewesen wäre, weil sie nicht glauben konnten, dass es zur Heilung genügen würde, einfach nur hinaufzuschauen. Ich bin mir nun nicht ganz sicher, ob wir wirklich wissen, wie viele Menschen gebissen wurden und starben, aber eins steht fest: Diejenigen, die zugrunde gingen, hatten ihr Herz verhärtet und hatten nicht den Glauben, dass so etwas Einfaches sie heilen würde (1 Nephi 17:41; Alma 33:20). Und natürlich haben sie sich nicht dafür entschieden, sich beißen zu lassen. Es wurde ihnen gewissermaßen einfach aufgeladen, so wie sich uns heutige Herausforderungen einfach in den Weg stellen. Als der Lösungsweg jedoch vorgegeben wurde, versäumten sie es, die wesentliche Entscheidung zu treffen. So blind wären wir doch niemals, oder? Aber lies nur weiter.

Glaube an Jesus Christus befähigt uns zu allem

Christus klopft stetig an unsere Tür. Wir müssen ihn nur hineinlassen, um seine Hilfe zu empfangen.

Wir sind wohl alle der gleichen Meinung, nämlich, dass sie teuer für ihren Fehler (nicht hinaufzuschauen) bezahlten, viel teurer, als das simple Gegenmittel war. Warum ist es dann so schwer zu glauben, dass wir unser eigenes Glück selbst in den Händen haben? Schlimmes geschieht … wir kommen damit klar. Manchmal verläuft nicht alles nach Plan … das ist in Ordnung. Am Ende ist es vielleicht sogar besser. Und selbst, wenn es das nicht ist, haben wir dennoch die Kontrolle. Unsere Entscheidungsfreiheit gibt uns diese Kraft.

Diese Einstellung und dieser Optimismus machen uns stark und entscheidungsfreudig, denn sie machen uns zum Urheber unseres Glücks und zu einem, der sein Schicksal ungeachtet aller Umstände selbst in der Hand hat. Da der Herr den Weg bereitet hat, treffen wir die Entscheidungen, die wirklich von Bedeutung sind. Und unser Glaube an Jesus Christus und unsere Demut, ihm zu folgen, qualifizieren uns für das größte Geschenk von allen.

Natürlich ist der Blick hinauf zur Kupferschlange ein Symbol für unser eigenes Blicken auf Christus zu unserer Errettung. Wir sind komplett von Christus abhängig, was unsere Errettung betrifft. Das Sühnopfer befähigt uns, alles zu vollbringen, was gut und richtig ist und im Einklang mit Gottes Willen steht. Begreifst du, wie befreiend das ist? Wir wurden dazu berufen, ein gewaltiges Vorhaben zu meistern. Und wir können es schaffen, weil wir nicht alleine dabei sind.

Hyrum W. Smith mit seiner Frau. Er ist Mitgründer der FranklinCovey GmbH, einer weltweiten Zeitmanagementsberatung für Geschäftsleute und Firmen.

Hyrum Smith, ein Missionspräsident, erfolgreicher Geschäftsmann und Motivationsredner, verwendet zur Veranschaulichung ein Beispiel aus den Heiligen Schriften. Folgender sinngemäß wiedergegebene Auszug stammt aus Hyrum Smiths Buch “Worte, nach denen man leben sollte” (Words to live by):

Als Gott Mose gebot, die Kinder Israels zu befreien, sagte er zu ihm drei Dinge:

  1. Du, Mose, bist mein Sohn.

  2. Ich bin Gott.

  3. Ich habe ein Werk für dich zu tun.

Da er das nun wusste, hätte es irgendetwas gegeben, das Mose nicht hätte schaffen können? Uns allen wurde dieser Auftrag gegeben. Der Herr hat für jeden von uns ein Werk zu tun, und er hat uns mit allem ausgerüstet, was für unseren Erfolg nötig ist.

Deswegen musst du auch nicht nur eine weitere Minute warten … lass dich nicht durch die Stimmen von Kritikern lähmen!

Du hältst den Schweinwerfer. Leuchte auf das Gute!

“Je mehr Sie dem Geist vertrauen und sich auf ihn verlassen, desto größer wird Ihre Fähigkeit, etwas zu erschaffen.”

– Dieter F. Uchtdorf


Aus dem Englischen übersetzt von Kristina Vogt. Das Original von Walter Penning ist zu finden auf ldsblogs.com.

Über Walter Penning

1989 gründete Walter Penning ein Beratungsunternehmen in Salt Lake City und half seinen Klienten durch Optimierungsprozesse. Er beriet sie, wie man einen lebenslangen Kundenstamm durch großartige Kundenbetreuung aufbaut. Seine wahre Leidenschaft gilt jedoch seiner Familie. Er sagt, es sei seine beste Entscheidung gewesen, seinen Schatz zu heiraten und Kinder zu bekommen. Sein Allheilmittel inmitten all der Herausforderungen im Leben sei die wunderbare Familie, die sie ihm geschenkt habe, ihre anhaltende Liebe, Unterstützung und Geduld.