Das Jahr hat gerade erst begonnen und Veränderung liegt in der Luft.

Wir kennen das Szenario nur zu gut. Die ersten Wochen nach Neujahr sprechen wir noch viel darüber, wie dieses Jahr anders werden wird. Wir schreiben unsere Ziele auf. Wir tragen uns für einen Pilates-Kurs ein. Wir blättern irgendwelche Magazine durch, die im Supermarkt im Regal stehen und uns „17 Geheimnisse, um 2017 glücklicher und gesünder zu sein” verraten.

Plötzlich ist der Januar bereits vorbei, und mehr als uns lieb ist, bleiben unsere guten Absichten auch nur genau das – Absichten und nichts Weiteres – und wir geben auf, obwohl wir erst gestartet sind.

Das nicht so geheime Geheimnis

In Wahrheit ist es aber wirklich so, dass wir uns ändern können. Und nicht nur unser Taillenmaß  oder unsere sportlichen Gewohnheiten.

Wir können Änderungen in unserem Leben vornehmen, die zu einem glücklicheren, erfüllenderen Leben führen.

Mit Geduld und Zeit kann Gott uns formen.

Das Geheimnis? Es ist kein Trick, kein Selbsthilfebuch oder motivierender Podcast. Eigentlich ist es überhaupt kein Geheimnis – es ist das Evangelium Jesu Christi, der ultimative Plan zur Selbstverbesserung. Wer in diesem Jahr ein paar positive Veränderungen in seinem Leben vornehmen möchte, sollte die folgenden Evangeliumsprinzipien im Gedächtnis behalten, um sich zu erinnern, dass Leben sich tatsächlich ändern können – auch unser eigenes.

Teil des Planes

„Du bist gut so wie du bist” – ein bekannter Satz. Durch das Evangelium werden wir aber dazu angehalten, mehr zu sein.

Worum es im Plan des Glücklichseins vor allem geht ist, sich zu verbessern. Er wurde mit viel Liebe so gestaltet, dass wir  „heute ein besseres Leben als gestern führen und morgen weiter fortgeschritten sein [können] als heute”.

„Unsere Aufgabe besteht darin, zu unserem bestmöglichen Ich zu werden”, wie Präsident Monson sagt. Uns wurde eine Aufgabe nicht deswegen zugewiesen, weil Gott uns so, wie wir sind, mit all unseren Fehlern, etwa nicht liebt oder uns kontrollieren möchte. Er bittet uns, uns zu ändern, gerade weil er uns liebt – und weil er weiß, dass wenn wir bestimmte Änderungen in unserem Leben vornehmen, wir auf lange Sicht viel glücklicher werden.

Du kannst dich tatsächlich ändern

Manchmal ist das, was uns am meisten daran hindert uns zu ändern, die Tatsache, dass wir nicht daran glauben, dass wir uns wirklich ändern können. Vielleicht haben wir etwas schon so oft versucht und immer versagt. Vielleicht haben wir uns selbst überzeugt: „So bin ich nun einmal.”

Aber, wie Elder Jeffrey R. Holland sagte, „Jeder kann sich ändern. Du kannst sein, wer du sein möchtest.”

Darin besteht die frohe Botschaft des Evangeliums. Dank des Sühnopfers Jesu Christi müssen wir, wie Marvin J. Ashton sagte, nicht das Gefühl haben, dass wir immer so sein müssen, wie wir derzeit sind. Unsere Schwächen können zu Stärken werden (Ether 12:27), und wir müssen uns nicht durch unsere Fehler in der Vergangenheit definieren lassen. „Stattdessen lassen wir die Sonne in unser Leben”, wie Elder Richard G. Scott sagt, „indem wir JETZT Dinge richtig tun.”

Denke an einfache, kleine Lösungen

Manchmal vergessen wir, wie viel Kleines und Einfaches bewirken kann – und dass eine dauerhafte Veränderung Schritt für Schritt erfolgt, Tag für Tag, Versuch für Versuch. Wir wünschen uns, von einem Augenblick zum nächsten perfekt zu sein, aber wir müssen heute noch nicht perfekt sein. Wir müssen uns einfach „ein bisschen mehr darum bemühen, dass wir ein bisschen besser werden”. Elder David A. Bednar sagte darüber: „Wenn gewöhnliche Menschen mit Beständigkeit kleine und einfache Dinge tun, die vor Gott richtig sind, können sie Außergewöhnliches erreichen.”

Die kleinen Schritte, einer nach dem anderen, bringen uns Gott und unserem eigentlichen Potential näher.

Du bist nicht alleine

Egal, wie viel Willenskraft wir haben oder wie gut unsere Absichten sind, alleine können wir unser volles Potential nie ausschöpfen. Aber wenn wir demütig darum bitten, wird Gott uns die Richtung weisen (Sprichwörter 3:5-6) und Kraft gebe, die unsere eigene Kraft bei Weitem übertrifft.

„Gott hilft Ihnen, größer zu werden, als Sie es jemals für möglich gehalten hätten”, wie Präsident Dieter F. Uchtdorf lehrt.

sich zum Besseren ändern

Wir können bei unseren Bemühungen, uns zu verbessern, auf keinen besseren Verbündeten und Freund hoffen als den Herrn.

Denkt daran: Er hat sein Leben hingegeben, damit wir unser Leben ändern können.

Gib nicht auf

Vielleicht brauchst du dafür mehr als einen Versuch. Vielleicht sogar mehr als 100. Aber lass dich nicht beunruhigen, wenn du beim ersten Versuch keinen Erfolg hast. Gib nicht auf.

Präsident Monson erinnert uns daran: „Mut ist manchmal die leise Stimme, die am Ende des Tages spricht: ‚Morgen versuche ich’s wieder.‘“ Du musst erkennen, dass eine dauerhafte Änderung Zeit braucht und dass dein erster Versuch nicht der einzige ist.

„Bemühen Sie sich weiterhin. Vertrauen Sie weiterhin. Glauben Sie weiterhin. Machen Sie weiterhin Fortschritt. Im Himmel spornt man Sie an – heute, morgen und immerzu.”(Jeffrey R. Holland)

Und nun?

Oft feiern wir den Beginn eines neuen Jahres als unsere große Chance, neue Vorsätze zu fassen und zu besseren Menschen zu werden. Selbstverbesserung sollte aber nicht nur auf eine Seite eines Kalenders beschränkt werden. Jedes Jahr gibt uns 365 Gelegenheiten uns zu ändern. Jeder Tag bietet uns die Möglichkeit zu wachsen.

Indem du hart dafür arbeitest, deine Ziele zu erreichen – und das nicht nur im Januar, sondern das ganze Jahr lang – denke daran, dass das Evangelium der ultimative Plan zur Selbstverbesserung ist und der Weg zu deinem besten Ich.

Durch das Sühnopfer können wir unsere Schwächen in Stärken verwandeln.

Vielleicht möchtest du dir ein paar der Bilder herunterladen und als Hintergrund für dein Handy verwenden, um dich täglich daran zu erinnern?

Bilder Handyhintergründe: https://drive.google.com/open?id=0B89oAhHQ8Ce1S0p6eGtQVU5KZnM


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und ursprünglich am 3.1.17  auf lds.org unter dem Titel „You Can Change: How to Be Your Best You” veröffentlicht. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.