Wenn man der vorherrschenden Meinung im Internet und in den Medien Glauben schenkt, kommt man zu dem Schluss, dass Mormonen keine Christen seien. Aber nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt.

Für die treuen Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (die sogenannten Mormonen) sind diese Kommentare überraschend, weil wir durch und durch Christen sind. Jeder, der getauft und dadurch Mitglied der Kirche wurde, versprach damit, den Namen Christi auf sich zu nehmen und immer an ihn zu denken und seine Gebote zu halten (vgl. Moroni 4). Dieses Versprechen ist uns heilig, und wir bemühen uns sehr, es zu halten. Jeden Sonntag, wenn wir vom Abendmahl nehmen, erneuern wir dieses Versprechen.

Zeiten wie diese können für diejenigen, die die Wahrheit über die Kirche Jesu Christi ernsthaft herausfinden wollen, eine echte Herausforderung darstellen. Solche Behauptungen verletzen uns gläubige Mitglieder überall auf der Welt. Es wundert mich, dass selbst Menschen, die sich als Jünger Christi sehen, solche Unwahrheiten verbreiten. Wie kann jemand, der sich von Gott berufen sieht, so etwas sagen? Stimmen solche Aussagen mit den Lehren Christi überein? In meinen Augen führen solche Worte zu Hass, Engstirnigkeit und Intoleranz.

Was sie tun, stimmt nicht mit dem überein, was der Erlöser lehrte: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.” (Markus 12:31) Es stimmt nicht mit den Lehren der Kirchenoberhäupter der Kirche Jesu Christi überein. Der Prophet Joseph Smith selbst schrieb trotz aller Verfolgung, die er wegen seines Glaubens erfuhr: „Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das eigene Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.” (11. Glaubensartikel)

Elder M. Russell Ballard (vom Kollegium der Zwölf Apostel) sagte im Herbst 2001:

„Der Herr erwartet viel von uns. Eltern, lehrt eure Kinder andere miteinzubeziehen und lebt entsprechend; schließt niemanden wegen religiöser, politischer oder kultureller Unterschiede aus.”

Lehren wir unsere Kinder, niemanden auszuschließen. Wahre Christen.

Auch wenn wir lehren, dass das Evangelium Jesu Christi in seiner Fülle durch den Propheten Joseph Smith auf der Erde wiederhergestellt wurde, und auch wenn die Mitglieder dazu angehalten werden, anderen von ihrem Glauben und Zeugnis zu erzählen, möchte die Kirche deswegen nicht, dass diejenigen, die sich dazu entschließen, sich diese Botschaft nicht anzuhören oder anzunehmen, gemieden oder ignoriert werden.

Ganz im Gegenteil. Präsident Gordon B. Hinckley beispielsweise hat uns wiederholt an die besondere Verpflichtung erinnert, die wir als Nachfolger des Herrn Jesus Christus haben. Eine Aussage dazu lautet: „Wir alle [die wir verschiedenen Religionen angehören] glauben, dass Gott unser Vater ist, auch wenn wir unterschiedliche Auffassungen von ihm haben. Wir alle gehören einer riesigen Familie an, der Menschheit. Wir sind Söhne und Töchter Gottes und somit Brüder und Schwestern. Wir müssen uns um beiderseitigen Respekt bemühen, um eine nachsichtige Haltung, um gegenseitige Toleranz – ungeachtet der Lehren und Philosophien, zu denen wir uns bekennen mögen.“

Wo finden wir in dieser Zeit Frieden und Wahrheit? Die Worte eines unserer Kirchenlieder gibt eine Antwort darauf:

 

Wo wird mir Trost zuteil, wo find ich Frieden,

wenn keine Hilfe da, mich zu befrein,

wenn meinem wunden Herz Kummer beschieden

und ich mich ganz verlier in Seelenpein?

Wohin soll fliehen ich, wenn Schmerzen plagen?

Wer nimmt die Qual von mir, wer lindert Not?

Wer hilft mit starker Hand Zweifel verjagen?

Wer kann verstehen mich? Nur du, mein Gott.

Du weißt die Antwort, Herr, stillst mein Verlangen,

kennst mein Gethsemane, wo ich geweint;

führst mich zum Friedensquell, nimmst alles Bangen,

heilest mich liebevoll, du Herr, mein Freund.

 

Er wurde gehasst, verspottet und erlitt für das, was er lehrte, den Tod; doch wusste er, wer und was er war, und er war bereit, all das für uns durchzumachen.

Was können wir tun? Wir wissen, wer wir sind und wem wir nachfolgen; auch Millionen Beleidigungen und Hassbekundungen werden das nicht ändern. Wendet euch direkt an ihn, wenn ihr Fragen über die Religion der Mormonen habt. Er allein kann euer Herz beschwichtigen und euch in Herz und Verstand die Wahrheit kundtun.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 16.1.2008 auf ldsblogs.com mit dem Titel „Where Can I Turn For Peace…“ veröffentlicht. Die Autorin ist Moira T. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.