Sicherlich ist dies hier nicht der beste Ort und auch nicht der beste Zeitpunkt, so etwas zuzugeben, aber ich muss etwas gestehen.

Als Christus auf der Erde war und seine zwölf Apostel berief, lehrte er sie sein Evangelium. Er lebte ihnen das perfekte Beispiel vor. Sie hatten die unglaubliche Gelegenheit, von ihm persönlich zu lernen und Zeuge vieler seiner Wunder zu werden. Sie verbrachten nur eine vergleichbar kurze Zeit mit ihm, danach wurde von diesen Männern erwartet, sein Werk selbständig fortzuführen. Allein das war bereits eine beängstigende Aufgabe – hinzu kam noch, dass sie von den Römern verfolgt wurden. 

Als die Zeit für Christi Tod, Auferstehung und Himmelfahrt gekommen war, versuchten diese Führer nicht ohne Probleme, das Geschehen zu verstehen. Warum hatte man ihn getötet? Er war der Friedensfürst. Warum rettete er sich nicht selbst? Er hatte so viele Wunder für andere bewirkt. Hatten seine Feinde recht mit der Behauptung, er würde sich nicht selbst retten können?

Die Apostel mussten sich trotz seiner Verheißungen überwältigt gefühlt haben. Ich denke dabei daran, wie schwer es mir manchmal fällt, meine Kinder großzuziehen, eine Ansprache zu geben oder einen Unterricht vorzubereiten. Schon so etwas kann ganz schön anstrengend sein. Aber diese neuberufenen Mitglieder sollten sein Werk alleine fortführen. Wie sehr müssen sie sich gefürchtet haben! 

Als sie vor seiner Himmelfahrt noch einmal mit dem Herrn zusammenkamen, wünschten sie sich sicherlich geistige Nahrung, Ermutigung und Rat; etwas, das ihnen bei der überwältigenden Aufgabe helfen sollte, das bedeutsame Werk fortzuführen, mit dem der Friedensfürst sie betraut hatte.

Was der Friedensfürst verhieß

Christus bereitete seine Jünger darauf vor, eine Wahrheit zu erfahren, die sie stützen, stärken und zum Erfolg führen sollte, wenn schwere Zeiten anbrechen und die Kräfte des Widersachers gegen sie kämpfen würden. Auch uns gab der Friedensfürst dieses Versprechen; aber er sagt, dass es auf seine Art und Weise geschehen würde, nicht auf die Weise der Welt. Er beschrieb es folgendermaßen:

„Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.” (Johannes 14:26,27)

Zurück zu meinem Geständnis. Als ich, jung wie ich war, dies zum ersten Mal hörte, dachte ich mir sofort: „Das ist alles? Diesen Männern, die an deiner Seite gewesen waren, die ihre Arbeit und ihre Familien verließen um dir zu folgen und die schließlich ihr Leben für dich hingaben … versprichst du einfach nur „Frieden”?” Okay, ich war jung – aber ich war alles andere als beeindruckt. 

Vielleicht findest du das schwer nachvollziehbar – oder vielleicht hast du die gleichen Gedanken wie ich. Diese Frage hat mich jedenfalls jahrelang beschäftigt.

Sein Versprechen an dich – und an alle Menschen

In seiner Ansprache „Meinen Frieden hinterlasse ich euch“ sagt Henry B. Eyring, Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft dieser weltweiten Kirche:

„Wir alle haben heute Abend Frieden empfunden. Wir alle möchten oftmals in uns selbst, in unserer Familie und bei unseren Mitmenschen einen solchen Frieden spüren. Der Herr verhieß seinen Jüngern Frieden, kurz bevor er sie verließ. Die gleiche Verheißung hat er auch uns gemacht. Er hat jedoch auch gesagt, dass er auf seine Weise Frieden verleiht und nicht auf die Weise der Welt. Er hat beschrieben, wie er Frieden sendet ‘Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.’“ (Johannes 14:26,27.)

Seine Antwort finde ich sehr interessant – vor allem, weil Präsident Eyring auch diese Führungsposition mit dem gleichen Auftrag innehatte. Kannst du dir vorstellen, dass er sich manchmal von der Aufgabe, mehr als 15 Millionen Mitglieder der Kirche auf jedem Kontinent der Welt anzuleiten, überwältigt fühlte? Der Prophet ist für tausende Missionare, Hilfsprojekte, Evangeliums-Lehrpläne, für weltweite Probleme, für das Errichten von Tempeln, für Konferenzen und vieles mehr verantwortlich.

Und so ist es auch in unserem Leben. Wir erleben Situationen, auf die wir unvorbereitet sind, die überwältigend sind. Kurz bevor der Herr seine Jünger verließ, verhieß er ihnen Frieden – weil es das war, was sie brauchten. Der Friedensfürst versprach uns das gleiche – aus gleichem Grund.

Weder nichtig noch banal

Je mehr ich über das Evangelium und das Leben lernte, desto klarer wurde mir, dass Frieden wirklich das Wesentliche ist. Egal, was in der Welt oder in unserer Nachbarschaft vor sich geht, wir können weiter Fortschritt machen und die schlimmen Momente im Leben überwinden, wenn wir Frieden fühlen können. Dieses Versprechen ist gewiss, der Friedensfürst hat es uns gegeben.

Gibt es Probleme oder Herausforderungen in deinem Leben, die du nicht alleine überwinden kannst? Ist etwas in deinem Leben einfach zu schwer zu ertragen für dich? Ich verspreche dir, du bist nicht allein.

Wie Jeffrey R. Holland sagte:

„Wie viele Chancen Sie Ihrer Meinung nach bereits vertan haben, wie viele Fehler Sie auch schon begangen zu haben glauben, welche Talente Sie auch zu vermissen glauben und wie weit weg von zu Hause, Ihren Lieben und Gott Sie zu sein vermeinen – ich bezeuge, dass Sie nicht so weit weg sind, dass die Liebe Gottes Sie nicht mehr erreichen könnte. Es ist gar nicht möglich, dass ein Mensch so tief sinkt, dass die Lichtstrahlen des unbegrenzten Sühnopfers Christi ihn nicht zu erreichen vermögen.“

Ich habe inzwischen selbst verstanden, dass das Geschenk, das der Friedensfürst uns hinterließ, die größtmögliche Hilfe für unser Leben ist. Nicht nichtig, nicht banal. Dieses Versprechen ist alles, was wir heute und morgen brauchen. 

Und das ist wahrer Friede. Wie dankbar ich dem Friedensfürst bin.


1989 gründete Walter Penning ein Beratungsunternehmen in Salt Lake City und half seinen Klienten durch Optimierungsprozesse. Er beriet sie, wie man einen lebenslangen Kundenstamm durch großartige Kundenbetreuung aufbaut. Seine wahre Leidenschaft gilt jedoch seiner Familie. Er sagt, es sei seine beste Entscheidung gewesen, seinen Schatz zu heiraten und Kinder zu bekommen. Sein Allheilmittel inmitten all der Herausforderungen im Leben sei die wunderbare Familie, die ihm geschenkt wurde, ihre anhaltende Liebe, Unterstützung und Geduld.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt, gekürzt und aus SEO-Gründen teilweise angepasst. Er wurde ursprünglich am 21.6.17  auf ldsblogs.com unter dem Titel „Confession” veröffentlicht. Der Autor ist Walter Penning. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: churchofjesuschrist.org und kirche-jesu-christi.org.

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