Präsident Russell M. Nelson, während seiner beruflichen Laufbahn ein international bedeutender Wissenschaftler und Herzchirurg, heute ein Apostel und Prophet der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, erklärt die Erschaffung der Erde in dieser kurzen Zusammenfassung und geht auch darauf ein warum wir manchmal fälschlicherweise annehmen, dass die Erde in buchstäblich sieben Tagen (oder 7×24 Stunden nach unserem menschlichen Verständnis) erschaffen wurde.

Zusammenfassung:

Die 7 Zeitabschnitte der Schöpfung

Der erste Tag: Licht und Dunkelheit

Die erste Periode, die der Schöpfung der Welt vorausging, beinhaltete die Formation des rohen Erdkörpers, der physischen Erde. Im gleichen Zeitabschnitt beginnt die Bildung einer ersten, primitiven Erdatmosphäre. Den Höhepunkt des ersten Tages bildet in allen Schöpfungsberichten die Scheidung des Lichts von der Dunkelheit, was der Erschaffung des Universums in seinem ungeordneten Zustand gleichkommt.

Der zweite Tag: Der Wasserplanet.

Die weitere Arbeit mit der Erdatmosphäre resultierte in der Trennung zwischen verschiedenen Zusammenstellungen von Wasser- und Sauerstoff: Die molekulare Verbindung, die als Wasser auf dem Erdkörper gebildet wurde, und das getrennte Vorhandensein der Elemente in der gasförmigen Atmoshpäre. Im Buch Abraham (4:6-8) hört sich das so an:

„Und die Götter sprachen auch: Laßt da einen weiten Raum sein inmitten der Wasser, und er soll die Wasser von den Wassern scheiden. Und die Götter befahlen dem weiten Raum, so daß er die Wasser, die unter dem weiten Raum waren, von den Wassern die über dem weiten Raum waren, schied; und es war so, ja, wie sie es befahlen. Und die Götter nannten den weiten Raum Himmel.[…]“

Der dritte Tag: Die Trennung von Erde und Wasser.

Während der dritten Schöpfungsperiode wurde das Wasser der Erde gesammelt, so dass „das Trockene sichtbar werde. […] Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer“ (Genesis 1:9,10). Daraufhin bewirkte der Schöpfer die Bepflanzung des Landes. Bäume, Büsche, Sträucher und Gräser – kurz: alles, was Samen trägt, begann auf der Erde zu wachsen und sich fortzupflanzen. Das Grün der Erde und seine Früchte sollten zur Verschönerung der Welt und dem Menschen zum Nutzen dienen. Am Ende dieser Schöpfungseinheit „[…] sahen die Götter, daß ihnen gehorcht wurde“ (Abraham 4:12). So wie Gott den Gehorsam der Menschen, die heute auf der Erde sind, verlangt, besteht er auf den Gehorsam aller seiner Schöpfungen – vom kleinsten Stein bis hin zum größten Planeten, denn „der Herr wacht über sein Wort und führt es aus“ (Jeremia 1:12).

Die Erschaffung der Welt

Der vierte Tag: Das Arrangement der Himmelskörper.

Die vierte Schöpfungszeit beschäftigte sich mit der genauen Ordnung des Universums. Zu dieser Zeit wurde „der Tag von der Nacht geschieden“, und die Himmelskörper nahmen die zugewiesenen Plätze ein, die auch heute noch das Vergehen von Tagen, Monaten und Jahren bemessen. Das natürliche Lichtspiel, das wir rund um die Jahresuhr beobachten, das komplizierte Zusammenspiel von Sonne, Mond und Sternen stammt aus dieser Schöpfungsperiode.

Erschaffung der Welt 2. Tag

Der fünfte Tag: Fische und Vögel.

Nachdem die Jahreszeiten und Gezeiten balanciert abgestimmt worden waren, entstand das Leben im Wasser und am Himmel während der fünften Schöpfungseinheit. Im Buch Abraham wird beschrieben, wie „die Götter das Wasser bereitmachten, um […] Leben hervorzubringen“ (vgl. Abraham 4:20).

Der sechste Tag: Die Erschaffung der Tiere und des Menschen.

Nach Gottes Planung breitete sich das Leben im Folgenden auch auf dem Lande aus. Alles Vieh, kleine Kriechtiere und alle anderen Arten von Tieren wurden erschaffen und Gott wies den Tieren die Pflanzen, besonders die Kräuter und Früchte als Nahrung zu. Als Krönung der Schöpfung wurde nun der Mensch in Gottes Abbild erschaffen „und die Götter pflanzten einen Garten in Eden, gegen Osten, und darein setzten sie den Menschen, dessen Geist sie in den Leib getan hatten“ (Abraham 5:8). Nachdem Adam der Lebensgeist eingehaucht war, ließen die Schöpfer der Welt zwei Bäume im Garten hochwachsen: den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse und warnten Adam davor von ihren Früchten zu essen. Erst danach nahmen sie eine Rippe vom schlafenden Menschen Adam und erschufen daraus Eva, seine ebenbürtige Hilfe. Adam und Eva wurden angewiesen, einander als Mann und Frau zu nehmen und die Erde zu bebauen, mit Nachkommenschaft zu füllen und über die Tiere der Erde und auch über alles pflanzliche Leben zu herrschen.

Nach der Erschaffung der Welt existierten viele Tiere.

Der siebte Tag: Ruhetag und Heiligung.

Schon von vornherein war es in der Planung der Schöpfung vorgesehen, eine besondere letzte Schöpfungszeit zu heiligen (Abraham 5). „Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig: denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte“ (Genesis 2:3). Im Buch Exodus lernen wir, dass der siebte Tag als Sabbat Gottes, des Herrn, vom Volk Israels verehrt werden sollte, um sich der Macht Gottes zu erinnern (vgl. Exodus 20:8-10). Ursprünglich wurde der Sabbat während des Samstags abgehalten, wie es heute auch immer noch im Judentum üblich ist. Nach der Auferstehung Christi an einem Sonntag jedoch, legten seine Jünger den Tag der heiligen Verordnungen auf den damaligen ersten Tag der Woche – den Sonntag.

Im folgenden Video reflektiert Elder Neal A. Maxwell, vom Kollegium der Zwölf Apostel, über die Rolle Jesu Christi als Schöpfer dieser Welt und den Ursprung des Universums.


Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lernen wollen, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.