Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bezeugen wir, dass Gott der Vater unseres Geistes ist und dass er für uns einen „Plan der Erlösung“ bereitet hat, den wir als das Evangelium Jesu Christi bezeichnen. Er ist Gottes Plan des Glücklichseins. Jemand, der die Kirche näher kennenlernen wollte, ihre Lehren und Vorschriften, sagte:

„Das ist ja ganz schön schwer, ein Mitglied eurer Kirche zu sein!“ 

Was macht ein Leben lebenswert?

Ich war im Strafvollzugssystem als Missionar und als Lehrer tätig. Einige Häftlinge waren seit 15, 20 Jahren dort, manche erst seit ein paar Monaten. Einige von ihnen nahmen am Schriftstudium und an den Gottesdiensten teil. Ich fragte sie, ob es schwer sei, nach dem Evangelium zu leben. 

Ein Häftling antwortete:

„Nach dem Evangelium zu leben macht das Leben erst lebenswert. Wenn du etwas wirklich Schweres suchst, zeige ich dir was Schweres. Das ist ein Leben unter schlechtem Einfluss, ein Leben voller schlechter Gewohnheiten und zunehmender Abhängigkeiten, durch das man erst verzweifelt und schließlich kriminell wird. Ein Leben, wo dich deine Familie, deine Kinder und dein Schatz, verlassen, wo deine Brüder und Schwestern sich fürchten vor dem, was aus dir geworden ist. Nein, schwer ist es, ohne das Evangelium zu leben!“

Ich bezeuge, dass das Evangelium Jesu Christi wirklich Gottes Plan des Glücklichseins ist!!! […]

Gänse in Not

Vor ein paar Jahren bereitete sich eine Schwester in Kanada darauf vor, bei einer Taufe in ihrer Gemeinde zu assistieren. Ihr Ehemann, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet war, erklärte, dass er dieses Mal nicht mitkäme. Er sei müde und wolle zu Hause bleiben. Jahrelang hatte er sie in ihrer Mitgliedschaft in der Kirche unterstützt, lehnte aber rigoros die Vorstellung von einem Gott ab, der seinen Sohn auf die Erde schickt um zu leiden und zu sterben. Sie machte sich auf den Weg, er setzte sich müde von der Arbeit auf der Ranch in seinen Sessel. Als es zu schneien begann, ging er in Gedanken durch die Scheune, bei den Tieren vorbei usw. Da plötzlich erregte ein lauter Knall am großen vorderen Fenster seine Aufmerksamkeit. Er lief, um nachzusehen, was passiert war und konnte gerade noch eine große kanadische Gans erkennen, die sich von dem Aufprall erholte. Das Schneetreiben hatte sich in einen Schneesturm verwandelt.

Als er hinausspähte und mit Mühe die sich durch den Schnee bewegenden Schatten erkannte, bemerkte er, dass Gänse in seinem Vorgarten gelandet waren und sich zusammenkauerten, um zu überleben. Doch ohne Schutz würden sie mit Sicherheit sterben. Er zögerte nur einen Moment, bevor er seine dicke Schneekleidung anzog und sich dem mächtigen Wind und dem blendenden Schnee entgegenstellte. Zuerst ging er zur Scheune und öffnete das Tor. Dann rannte er zurück, um die Gänse in die Scheune zu jagen und zu treiben.

Doch eine nach der andern änderte den Kurs, um ihren eigenen Pfad und die eigene Richtung einzuschlagen. Nach halbstündiger, sinnloser Rennerei setzte er sich schließlich mitten zwischen die Gänseherde, genauso entmutigt wie sie, und die Kälte kroch ihm in die Knochen.

Die Rettung

Da kam ihm plötzlich eine Idee. Er stand auf und suchte nach einer seiner preisgekrönten Gänse. Mit der Gans unter dem Arm kehrte er zu der inzwischen eiskalten Herde zurück und stellte den auserwählten und jetzt leidenden Vogel auf den Boden, am äußersten Rand der Scheune. In Erwartung der Wärme und Geborgenheit schlängelte sie sich geräuschvoll aber schnell zwischen den zusammengekauerten Vögeln hindurch, zurück in die Sicherheit der Scheune. Als nun die Herde eine von ihnen sah und hörte, stellte sie sich hintereinander auf und folgte der neuen Anführerin in die Wärme, das Licht, die Sicherheit und in das Leben. 

Dieser Mann klopfte sich auf die Schulter und kehrte in die Wärme seines Feuers und die Behaglichkeit seines Sessels zurück. 

Ein anderer Retter

Als er in einen wohlverdienten halbbewussten Zustand versank, traf ihn unvermittelt und genau zum Zeitpunkt der sicheren Heimkehr seiner Frau eine Erkenntnis. In die dankbare, aber tränenreiche Stille rief er zu ihrer Verblüffung:

„Ruf die Missionare. Ich hab‘s endlich verstanden!! Sein edler Sohn ist der Weg, die Wahrheit und das Leben! Uns in den Himmel zu treiben kann niemals funktionieren!! Wir brauchten einen, der bereit war zu kommen, zu ertragen und den Weg zu zeigen! Endlich verstehe ich genug, um ihm folgen zu wollen!“

Ich bezeuge, dass Gottes Plan wirklich DER Plan ist, der zu ewigem Glücklichsein führt!


Craig R. Frogley ist verheiratet, Vater von 8 Kindern und Großvater von 21 Enkelkindern. Er hat 35 Jahre lang für das Institutsprogramm der Kirche und als Chiropraktiker gearbeitet. Craig hat mir seiner Frau Jane bereits mehrere Missionen gedient (darunter im Kongo und an der BYU Hawaii) und die beiden werden ab März im Paris Tempel in Frankreich dienen. 

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und gekürzt. Er wurde ursprünglich am 1.7.19 auf latterdaysaintmag.com unter dem Titel „A New Way of Seeing the Plan of Happiness“ veröffentlicht. Der Autor ist Craig R. Frogley. Übersetzt von Romie Bank.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: churchofjesuschrist.org und kirche-jesu-christi.org.

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