Als meine Freundin Malori starb, wurde mein Glauben an das Leben nach dem Tod auf die Probe gestellt. Glaubte ich wirklich an die Geisterwelt?

Wir werden alle eines Tages mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert werden. Bis vor kurzem hatte ich diesen Schmerz aber noch nie fühlen müssen. Es war schwerer, als ich erwartet hatte: Ich kann nicht genau beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, als ich hörte, dass meine Freundin Malori bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Schock. Unglaube. Ich konnte nicht atmen. Und dann überflutete mich eine Welle von Gefühlen: Freude über Erinnerungen, Bedauern, weil wir nicht mehr Zeit miteinander verbracht hatten und die unbehagliche Ungewissheit, wie das Leben nur ohne sie weitergehen könne.

Freunde und Familie waren da, um mich zu trösten, dennoch war ich traurig. Was mir am meisten Frieden gab, war eine Ansprache, die Russell M. Nelson bei einer Generalkonferenz gegeben hatte: Das Tor des Todes.

Der Tod (Photo Credit: lds.org)

“Der Tod trennt Geist und Körper voneinander, die ja zusammen die Seele des Menschen sind (siehe LuB 88:15). Diese Trennung bringt Trauer und Schock über diejenigen, die zurückbleiben. Der Schmerz ist sehr real und nur in seiner Intensität unterschiedlich. Manches Tor ist gewichtiger als andere. Das Gefühl, daß es sich um ein tragisches Ereignis handelt, hat wohl auch etwas mit dem Alter zu tun. Im allgemeinen ist die Trauer um so größer, je jünger das Opfer ist. Aber selbst wenn ein älterer oder kranker Mensch von seinen Leiden erlöst wird, sind die Angehörigen nur selten bereit, ihn wirklich gehen zu lassen. Die einzige Lebensdauer, die dem menschlichen Sehnen entspricht, ist wohl immerwährendes Leben.” – Russell M. Nelson (photo credit: lds.org)

Präsident Nelson sagte bezüglich der Trauer, die ich empfand: „Ungeachtet des Alters trauern wir um jemanden, den wir lieben und den wir verloren haben. Die Trauer gehört zu den tiefsten Ausdrucksformen reiner Liebe.“ Es war mir nie bewusst gewesen, dass unsere Traurigkeit und unser Trauern ein Zeichen unserer Liebe für die Verstorbenen sind.

Es spielt keine Rolle, wie oft wir diesen Verlust erfahren, der Schmerz und die Leere, die der Tod mit sich bringt, sind schwer zu ertragen.

Durch Jesus Christus Frieden finden

Aber Gott bietet uns Frieden an, wenn wir danach streben, alles aus einer ewigen Perspektive zu sehen. Unsere Kenntnis des Plans der Erlösung, so Präsident Nelson, kann uns helfen, die Notwendigkeit des körperlichen Todes zu verstehen. Ein größeres Verständnis des Lebens nach dem Tod, der Auferstehung und Unsterblichkeit helfen uns, den Schmerz der zeitlich begrenzten Trennung zu mindern. „Wir brauchen den Tod nicht als Feind zu betrachten”, sagt Präsident Nelson. „Wenn wir ihn richtig verstehen und uns darauf vorbereiten, kann Glaube die Furcht verdrängen und Hoffnung die Verzweiflung.” Und auch, wenn wir uns von unseren Lieben verabschieden müssen, wissen wir, dass wir durch die Gnade unseres Erretters, Jesus Christus, auf ein freudiges Wiedersehen hoffen dürfen. Es ist schwer, die zeitliche Trennung zu verstehen. Es fehlt mir, aufbauende Nachrichten von Malori zu bekommen oder mit ihr zusammenzusitzen und über ihre Zukunftspläne mit ihrem Verlobten Sean zu sprechen. Aber ich weiß, dass Christus den Schmerz, den der Tod verursacht, lindert. Er hat es mir ermöglicht, eines Tages ein freudiges Wiedersehen haben zu können.

(Photo Credit: Joseph F. Brickey)

(Photo Credit: Joseph F. Brickey)

 

Die ganze Ansprache von Russell M. Nelson findet ihr hier: Das Tor des Todes.

Empfohlene Schriftstellen: 1. Korinther 2:9, Kohelet 12:7, Psalm 116:15, 2. Nephi 9:13, Alma 40:23.

Schau dir das Video eines Mannes an, der bei einem Autounfall seine Frau und mehrere Kinder verloren hat,  wie er seine Verzweiflung besiegen konnte und Hoffnung für die Zukunft gewann.

 


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und Anfang 2016 auf mormoninsights.byu.edu veröffentlicht. Die Autorin ist Karee Brown. Übersetzt von Kristina Vogt.

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