Im Glauben der Mormonen sind Frauen wichtige gleichberechtigte Partner in der
Familie, in der Gesellschaft, in der Welt, sowie im Werk Gottes. Mit den Worten von Brigham Young, einem
früheren Propheten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage:

„Eine Sache ist sehr wahr und wir glauben es, dass die Frau die Herrlichkeit des Mannes ist.“ …

„…Wenn ich über die Aufgaben und Pflichten unserer Mütter und Schwestern und den Einfluss nachdenke, den sie ausüben, dann wird mir bewusst, dass sie die treibende Kraft und die Seele unseres irdischen Daseins sind.“ (Discourses of Brigham Young, Seite 199.)“

Die Rolle der Frau in der Kirche ist eine immens wichtige: Die Frauen der Frauenhilfsvereinigung (FHV) zum Beispiel sind immer sehr angagiert, wenn es um die Hilfe anderer geht. Sie arbeiten an vielen Dienstprojekten und schauen immer, wo ihre Hilfe benötigt wird. Hier sieht man eine Gruppe von Frauen, die an einem dieser Dienstprojekte arbeitet.

Eine Gruppe von Frauen der Frauenhilfsvereinigung (FHV) arbeitet gemeinsam an einem Dienstprojekt.

Die Rolle der Frau in der Kirche Jesu Christi schließt auch außerhalb der Familie große Verantwortung mit ein. Frauen dienen als Präsidentinnen und Ratgeberinnen in lokalen, regionalen und weltweiten Organisationen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die als die Primarvereinigung, die Jungen-Damen-Organisation und die Frauenhilfsvereinigung bekannt sind.

Sie nehmen an Sitzungen mit Brüdern, die das Priestertum tragen, teil und arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, vorhandene Probleme zu erkennen, zu lösen und Licht in das Leben derjenigen zu bringen, denen sie dienen.

Die Frauen der Kirche sprechen Gebete und Ansprachen in den Kirchenversammlungen, nehmen an der Tempelarbeit teil und wirken mit bei den Bemühungen, das Reich Gottes aufzubauen. Sie leiten, unterrichten und erziehen ihre Kinder in ihrem Zuhause, als Teil ihrer heiligen Aufgabe der Mutterschaft, und prägen durch diese ehrenamtliche Tätigkeit ihr Umfeld maßgeblich mit.

Die Fehleinschätzung der Rolle der Frau entsteht durch die Annahme, dass eine patriarchalische Ordnung notwendigerweise zu Unterdrückung führt. Dies ist jedoch nicht der Fall.
Solange eine Ordnung (patriarchalisch oder matriarchalisch) unterdrückt, widerspricht sie der Lehre des Evangeliums Jesu Christi. Ein Patriarchat ist kein Synonym für Überheblichkeit und unrechtmäßige Machtausübung, sondern ein klar strukturiertes, göttliches Musterbeispiel für die gleichberechtigte Vollmachtsteilung zwischen Mann und Frau gemäß ihrer göttlichen Identität.


Dieser Artikel ist eine persönliche Antwort von Karen R. Merkley. Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und auf mormonchurch.com veröffentlicht. Übersetzt von Jannetje Ludwig.

Wenn Sie weitere Informationen über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wünschen, dann besuchen Sie einfach die offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.