Nicht viele Menschen suchen nach einer wahren Kirche; wenn jemand sucht, sucht er meist nach einer guten Kirche. Sie wollen Teil einer Organisation sein, die solide ist und die die Mitglieder und das Umfeld besser macht.

Ich möchte nicht sagen, dass die Kirche vollkommen ist. Aber so oft halten wir uns mit den kleinen Fehlern auf und dem oft erwähnten Wahrheitsanspruch, dass wir darüber hinwegsehen, was für eine herausragende Organisation sie auch einfach ist. Ich habe 21 Gründe zusammengestellt, weshalb wir uns glücklich schätzen dürfen, darin Mitglieder zu sein.

1.Unterstützt sich selbst

Die Kirche tut durch die Mitglieder Gutes. Durch Fastopfer, das „Vorratshaus des Bischofs”, Hilfestellung bei der Arbeitssuche oder Ausbildung sowie durch Gemeinderat und Heim- und Besuchslehrer wird sichergestellt, dass niemand durch das Raster fällt. Wo nötig, springt die Kirche ein und steht den eigenen Mitgliedern auch in zeitlichen Belangen zur Seite.

2. Unterstützt die Kommune

Die Kirche und die einzelnen Gemeinden nehmen regelmäßig an Dienstprojekten auf Kommunalebene teil. Ob es nun um lokale Projekte geht, die städtische Essensausgabe oder bspw. die Tafel – die Mitglieder sind angehalten und bemühen sich darum, dort, wo sie leben, einen Unterschied zu machen.

3. Tut überall auf der Welt Gutes

Die Kirche konzentriert sich dabei aber nicht nur auf die direkte Nachbarschaft, sie engagiert sich weltweit. Oft ist sie eine der ersten Organisationen, die helfen, wenn sich Naturkatastrophen ereignen. Derzeit ist die Kirche in mehr als 135 Ländern präsent, wo sie Gutes in verschiedenen Bereichen bewirkt.

4. Gibt langfristig Sicherheit

Wenn man nach einer Organisation sucht, die Gutes tut, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man nach etwas sucht, das auch noch längere Zeit existieren wird. Auch auf die finanzielle Lage der Kirche ist Verlass. Sie investiert weise. Man kann sich sicher sein, dass die eigenen Bemühungen Wirkung haben werden.

5. Hoch effektive Ehrenämter

Wenn ich etwas spende, möchte ich gerne sicher sein, dass nur wenig davon für Betriebskosten draufgeht. Weil die meisten Ämter in der Kirche unbezahlt sind und die Kirche für Dinge, die sie kauft, auch gleich bezahlt (d.h. keine Schulden macht), geht sie effizient mit ihren Ressourcen um; das heißt, man bekommt quasi viel für das Geld, das man einzahlt. Da kann eigentlich kaum etwas verbessert werden.

6. Mitbestimmung

Alle sechs Monate werden die Mitglieder der Kirche dazu eingeladen, die Kirchenführer in ihren Ämtern zu bestätigen. Und jeder, der nicht einverstanden ist, wird eingeladen, mit den zuständigen Führern zu sprechen.

Die Kirche reagiert auch auf Kritik von außen. Viele machen sich immer wieder über die Kirche lustig, die Reaktion darauf ist meist jedoch gut gelaunt. Ein Beispiel dafür wäre die Reaktion auf das Book-of-Mormon-Musical, das seit einigen Jahren an verschiedenen Orten aufgeführt wird. Die Kirche warb beispielsweise mit Bildern von Leuten, die sagten: „Ich habe das Buch gelesen!” oder „Das Buch selbst ist so viel besser.”(Mehr dazu auf Englisch hier: https://goo.gl/8XoPW )

Mitglieder bestätigen die Führer der Kirche

7. Ist offen für Wahrheiten

„Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.” (13. Glaubensartikel) Die Kirche setzt sich kritisch mit Dokumenten auseinander und lässt Zweifel zu. Der Vater des Apostels Henry B. Eyring sagte einmal: „In der Kirche muss man nichts glauben, was nicht wahr ist.” (Englisch hier: https://goo.gl/65GjKm ) Jedes Mitglied wird dazu ermutigt, zu hinterfragen und sich auch kritisch mit Themen auseinanderzusetzen.

8. Passt sich nicht willkürlich an, um mit der Zeit zu gehen

Viele Organisationen machen sich ständig Sorgen darum, mit der Zeit gehen zu müssen, und versuchen immer, mit den aktuellsten Trends mitzuhalten. Veränderungen in der Kirche gelten für die gesamte Kirche, was dazu führt, dass nicht mit jedem Trend gegangen werden muss und trotzdem auf die Herausforderungen der Zeit eingegangen werden kann.

9. Zeigt Zivilcourage

Es kann schwierig sein, sich für unpopuläre Positionen einzusetzen, nur weil diese korrekt sind. Aber die Kirche tut das regelmäßig. Bei Themen wir Keuschheit, Flüchtlinge, Kindesmissbrauch und Missbrauch des Ehegatten oder Pornografie übernimmt die Kirche die Verantwortung und bezieht Stellung, während andere noch diskutieren und sich darüber streiten, was richtig ist.

10. Körperliche Gesundheit

Mitglieder der Kirche sind statistisch gesehen oft gesünder. Die Lebenserwartung ist höher, Krebsraten niedriger, Herzerkrankungen weniger häufig. Natürlich kommt es auch auf die Umstände jedes einzelnen Mitglieds an – durch das „Wort der Weisheit” ist den Mitgliedern aber ein Hilfsmittel an die Hand gegeben, das schon den Kindern im PV-Alter einen gesunden Lebensstil nahelegt.

Kirche Jesu Christi

11. Psychische Gesundheit

Auch die psychische Gesundheit spielt in der Kirche eine wichtige Rolle. Auch wenn Krankheiten wie Depression o. Ä. vor den Mitgliedern keinen Halt machen, scheinen laut verschiedenen Statistiken Mormoninnen zufriedener mit ihrem Leben zu sein. (Quelle auf Englisch: http://usatoday30.usatoday.com/news/health/2004-04-02-mormon-depression_x.htm ) Wendet man den Rat der Kirchenführer richtig an, führt dies zu einer positiveren Haltung dem Leben gegenüber.

12. Höhere Bildung

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi werden ermutigt, sich um eine gute Ausbildung und einen guten Beruf zu kümmern. Auf Bildung und Wissenserwerb wird großes Augenmerk gelegt. Es gibt kircheneigene Universitäten und Initiativen auf der ganzen Welt, um mehr Menschen Bildung zu ermöglichen. Statistisch gesehen scheinen die Mitglieder, die sich dem Glauben tiefer verschrieben haben, gebildeter zu sein. (Quelle: http://www.fairmormon.org/perspectives/publications/education-scholarship-and-mormonism)

13. Selbstständigkeit

Obwohl die Kirche darin sehr gut ist, den eigenen Mitgliedern beizustehen, wenn sie Hilfe benötigen, ist ihr auch wichtig, die Mitglieder dazu zu erziehen, eigenständig zu sein. Je nachdem, wo sich die hilfsbedürftigen Mitglieder befinden, gibt es unterschiedliche Programme, wie sie etwas dafür, dass sie etwas bekommen, der Gemeinschaft zurückgeben können. Statt Almosen anzunehmen leisten sie etwas für die Unterstützung, erweitern ihre Fähigkeiten und stärken so auch ihr Selbstwertgefühl.

wahre Kirche

14. Bereit, falls Notfälle eintreten

Nicht nur ist den Mitgliedern Eigenständigkeit im täglichen Leben wichtig, auch auf Notfälle vorbereitet zu sein ist eine Priorität. Die Kirche als Institution gewährleistet dies für sich selbst durch die finanzielle Stabilität, aber auch die Mitglieder versuchen, für einen schlechten Tag gerüstet zu sein, haben, was sie für den Notfall brauchen und einen Notfallvorrat.

15. Fühlen sich mit ihrem Erbe verbunden

Mitglieder der Kirche fühlen sich häufig mehr mit ihren Vorfahren verbunden. Obwohl der Hauptgrund dafür spezielle religiöse Rituale sind, die für diese durchgeführt werden, hat es auch weitere bedeutsame „Nebenwirkungen”. Es gibt Studien dazu, laut derer beispielsweise Kinder und Jugendliche, die mehr über ihre Vorfahren wissen, leichter mit stressreichen Situationen umgehen können und ein gestärktes Selbstbewusstsein haben. (Quelle: http://www.nytimes.com/2013/03/17/fashion/the-family-stories-that-bind-us-this-life.html)

16. Tolle Geschichten

Geschichten sind die Grundlage einer Kultur. Und die Mormonen haben so viele tolle Geschichten. Die biblischen Geschichten werden immer noch erzählt und die Traditionen der frühen christlichen Pioniere erhalten. Und vergessen wir nicht die Geschichten aus dem Buch Mormon und der Pioniere im 19. Jahrhundert.

Auch kommt mit jeder neuen Generation von Propheten eine ganze Serie neuer Erlebnisse aus rechtschaffenen Leben hinzu.

kirche

17. Kulturelle Vielfalt

Die Kirche Jesu Christi wächst immer weiter. Oft haben die Mitglieder religiöser Gruppen einen ähnlichen religiösen Hintergrund. Aber es gibt auch in fast jeder Mormonengemeinde viele, die sich zu dem Glauben bekehrt haben – sie haben unterschiedliche religiöse Hintergründe, kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben andere Fähigkeiten, die sie in die Gemeinschaft einbringen. Die Anzahl der Mitglieder der Kirche Jesu Christi wächst weltweit, und es werden immer neue Gemeinden gegründet. Neue Mitglieder kommen hinzu und integrieren sich in die Gemeinschaft.

18. Sind glücklich

Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind zufrieden. Oft fällt Arbeitskollegen, Mitschülern oder Nachbarn auf, dass Mitglieder irgendwie eine andere Einstellung zum Leben haben. Viele der Mitglieder haben diese Erfahrung bereits gemacht.

19. Fördern prosoziales Verhalten

Eine Studie der Universität von Pennsylvania beschäftigte sich damit, weshalb Mormonen oft in Statistiken darüber, wie gut es ihnen geht, weit vorne auftauchen. (Quelle: http://repository.upenn.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1076&context=mapp_capstone ) Das Ergebnis war, dass es damit zusammenhängt, wie verbunden sie mit anderen sind. In einer Zeit, in der Individualismus eine immer zentralere Rolle spielt, fanden Wissenschaftler zehn Glaubensansichten, die Mitglieder der Kirche empathischer und fürsorglicher im Umgang mit ihren Mitmenschen machen.

Mormonen prosozial

20. Schafft soziale Bindungen

Dieser Punkt hat viel mit Punkt 18 zu tun. Die Kirche bildet sowohl eine lokale als auch eine weltweite Gemeinschaft. In den Gemeinden und Zweigen werden diese Bindungen durch Veranstaltungen und Ähnliches geschaffen. Heim- und Besuchslehren bedeutet, dass selbst die Schwächsten integriert und dem Leib Christi zugezählt werden.

21. Unterstützt die Familie

Mormonen sind oft bekannt dafür, wie wichtig ihnen die Familie ist. Die Kirche richtet ihre Arbeit nach ihrer Theologie aus. Die Jugendlichen werden bereits ab einem Alter von drei Jahren belehrt.

Sie werden nicht nur über Moral unterrichtet, sie bekommen Gelegenheiten, ihre Talente zu entfalten, zu schreiben, zu sprechen und lernen auch früh, zu planen. Sie werden sowohl in Unterrichten am Sonntag belehrt als auch bei Aktivitäten unter der Woche.

Behalten wir im Gedächtnis, wie wertvoll die Kirche als Organisation ist, wenn wir über ihren Wert sprechen.

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Christopher D. Cunningham

Christopher D. Cunningham ist mitverantwortlich für Veröffentlichungen auf der Seite LDS.net. Er feiert geradezu die normale gesundheitliche Entwicklung seines Sohnes Albus, schreibt über die Kirche Jesu Christi und versucht sich darin, einen Mittelweg in Streitfragen zu finden. Er lebt in Lockhart in Texas und hat seinen Abschluss an der Brigham Young Universität in Idaho gemacht. Er engagiert sich seit langem in der Suizidprävention.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 10.11.2016  auf mormonhub.com unter dem Titel „21 Reasons It Doesn’t Matter if The Church is True” veröffentlicht. Der  Autor ist Christopher D. Cunningham. Übersetzt von Kristina Vogt. Die Übersetzung wurde teilweise gekürzt, außerdem Informationen dem Zielpublikum entsprechend angepasst bzw. ergänzt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.