Der Friedensfürst

„Denn uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben; und die Herrschaft wird auf seiner Schulter sein; und sein Name wird genannt werden: Wunderbar, Ratgeber, der Mächtige Gott, der Immerwährende Vater, der Fürst des Friedens.” (2. Nephi 19:6, Jesaja 9)

Es gab viele, die den Erretter nicht als solchen anerkannten und nicht daran glaubten, dass er getan hatte, wozu er gekommen war, weil es, obwohl er als Friedensfürst kam, nur selten Frieden auf der Erde gab – auch heute nicht, auch nicht in seiner Heimat. Wer dem Erretter seinen Ruhm deswegen abspricht, versteht sein Versprechen nicht. Er war kein Politiker, der einen politischen Frieden durch Verträge oder Verhandlungen bringen sollte. Er versprach uns einen Frieden für unsere Seele, wenn wir nach dem Evangelium leben.

Sicherlich gäbe es, wenn jeder sich dafür entscheiden würde, dem Erretter zu folgen, diesen anderen Frieden auch.

Wer, der Gott liebt, kann schließlich mit einem anderen rechtschaffenen Nachbarn einen Krieg beginnen oder ihn berauben oder misshandeln?

Wir sind allerdings nicht darauf angewiesen, darauf zu warten, dass sich die ganze Welt bekehrt, um diesen Frieden, den der Erretter uns versprach, zu finden.

 

Jesus Christus - der Fürst des Friedens

 

Schauen wir uns einmal an, was der Erretter selbst zum Thema Frieden gesagt hat, um zu verstehen, was er damit meint.

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.” (Matthäus 10:34)

Der Satan möchte keinen Frieden; auch möchte er nicht, dass wir das Evangelium finden. Er legt uns einige Steine in den Weg und versucht, uns durch den Spott der Welt abzulenken.

Dies kann unseren Frieden eine Zeit lang stören. Selbst unsere eigene Suche nach Wahrheit kann das, was wir einst für Frieden hielten, stören – Satan wird gegen uns ankämpfen, während wir die Entscheidung von ewigem Ausmaß treffen, Bündnisse mit Gott einzugehen und nach seinem Willen zu leben.

Der Erretter erklärte, dass sein Friede nicht das ist, was wir oft für Frieden halten:

„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.” (Johannes 14:27)

Auffallend ist, dass er uns nicht verspricht, dass wir nie beunruhigt sein werden oder nie Angst zu haben brauchen. Der Erretter hat uns versprochen, unser Herz mit einem persönlichen Frieden zu füllen, etwas, das von ihm persönlich  für uns persönlich ist – aber wir müssen dieses Geschenk annehmen und uns bewusst dafür entscheiden, ihm voll zu vertrauen.

Indem wir das tun, können wir den Frieden verspüren, den der Erretter uns verhieß. Er ist ein Friedensfürst, aber einer des persönlichen Friedens, der dadurch kommt, dass wir wissen, dass wir Gottes Willen Folge leisten und so leben, wie Gott und Christus es möchten; und dadurch, dass wir uns bewusst sind, dass wir in seinen Händen sind und daher vor Gefahren bewahrt werden – nicht den Gefahren in der Welt, sondern ewigen Gefahren und Gefahren für unsere Seele.

 

Jesus Christus wird der Welt den Frieden bringen.

 


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 4.7.2008 auf ldsblogs.com veröffentlicht. Die Autorin ist Terrie Lynn Bittner. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.

Über Terrie Lynn Bittner

Terrie Lynn Bittner ist Autorin zweier Büchern über das Unterrichten zu Hause, außerdem zahlreicher Artikel, von denen einige auch in HLT-Magazinen erschienen sind. Sie ist mit Lincoln Bittner verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern und Großmutter von zwei Mädchen. Terrie schloss sich im Alter von siebzehn Jahren der Kirche Jesu Christi an und schreibt seit 1992 online über ihren Glauben. Bei LatterdaySaintWomen.com schreibt sie über das Leben von Frauen der Kirche Jesu Christi.