Als der Erretter die Jünger darauf vorbereitete, die Göttlichkeit seiner Mission zu begreifen, gab er ihnen ein Versprechen:

„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.” (Johannes 14:27)

Was ist der Friede des Herrn? Wie gibt er ihn uns und, was noch wichtiger ist, wie können wir ihn empfangen und zu einem Teil von uns machen? Wie können wir diesen Frieden finden, wo es in der Welt um uns herum doch stürmt und wir in jeder Faser unseres Daseins bedroht werden?

Sein Friede ist die Gabe des Heiligen Geistes. Er spricht kurz vor seinem Versprechen dieses Friedens über diese Gabe.

„Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.” (Johannes 14:26)

In den Schriften hat der Heilige Geist viele Namen. Für mich hat „Tröster” die größte Bedeutung. Es liegt in der Natur des Heiligen Geistes, Trost und Frieden zu bringen. Unabhängig von der Rolle, die er erfüllt, wird der Empfänger Frieden empfinden. Erkenntnis und Wissen, die auf den Lehren Christi beruhen, dienen als Quelle von Frieden. Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, uns zu Christus zu führen und von der Göttlichkeit des Erretters denjenigen Zeugnis abzulegen, die ihn suchen.

Jesus hat den Menschen Frieden im Herzen gebracht.

Wenn mein Leben aus den Bahnen läuft, denke ich oft an das Kirchenlied „Meister, es toben die Winde”.

1. Meister, es toben die Winde, die Wellen bedrohn uns sehr;

der Himmel umwölkt sich gar schaurig, wo nehmen wir Rettung her?

Fragst du nicht, ob wir verderben, merkst nicht, wie wir bedrängt?

Jeden Augenblick kann es geschehen, und wir sind im Tod versenkt!

 

Refrain:

Der Wind und das Meer folgen, wie er will: Schweig, sei still!

Ob es auch wüte, das stürmsche Meer, ob’s Menschen, ob’s Geister sind oder was mehr:

Das Schiff bleibet sicher, wo Jesus Christ, der Herr aller Herren, der Meister ist.

Es folgt ihm alles, wie er es will: Schweig, sei still! Schweig, sei still!

Es folgt ihm alles, wie er es will: Herz, schweig, sei still!

 

2. Meister, voll Unruh im Herzen ruf heute ich laut zu dir.

Die Tiefen sind in mir erreget, komm, rette mich, hilf auch mir!

Stürme von schwerer Versuchung treten an mich heran;

ich verderbe, o Herr, ich verderbe, hilf mir als mein Steuermann!

 

3. Meister, der Sturm ist vorüber, das tosende Meer nun schweigt,

und hell scheint die herrliche Sonne, die himmlische Gunst mir zeigt.

O du, mein großer Erretter, lass mich nicht mehr allein!

Dann gelange ich glücklich zum Hafen und werde geborgen sein.

In dem Lied wird das Ereignis aus Matthäus 8:23-27 wiedergegeben:

„Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm. Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein. Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?”

Vertrauen wir darauf, dass Christus auch in unserem Leben den Sturm beruhigen kann.

Es gibt ein weiteres Lied, dessen schlichte Melodie mir oft durch den Kopf geht. Immer, wenn ich mich dabei ertappe, dass ich es vor mich hin summe, versuche ich, besonders auf die Worte zu achten und dabei an das tröstliche Evangelium Christi zu denken. Ich fühle dadurch immer Frieden.

1. Wie gütig sein Gebot!

Es spricht von seiner Lieb.

Komm, wirf auf ihn der Sorgen Last,

und folg des Geistes Trieb!

 

2. Hier unter seinem Schutz

dein Herz den Frieden find.

Die Hand, die alle Welten lenkt,

die führet auch sein Kind.

 

3. Drückt dich die Sorge schwer,

die Leid und Kummer schafft,

hol im Gebet beim Vater dein

dir Trost und neue Kraft!

 

4. Des Vaters Güt bleibt fest,

wenn alles andre flieht;

drum trau auf ihn, fass neuen Mut,

sing dankbar ihm dein Lied!

(Wie gütig sein Gebot)

Wir alle haben das gleiche Versprechen, das Christus seinen Jüngern gab, die mit ihm umhergingen und mit ihm sprachen. Er lässt uns nicht trostlos zurück. Er bietet uns allen seinen Frieden an, wenn wir so leben, dass wir den Heiligen Geist mit uns haben können. Indem wir unser Leben entsprechend dem Vorbild Christi gestalten, laden wir den Heiligen Geist dazu ein, unser Begleiter zu sein, uns zu belehren, uns zu führen und die Stürme und Wogen zu glätten in Momenten, in denen wir das brauchen, indem wir unser Vertrauen in ihn setzen.

Das Versprechen Christi lautet:

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. (Joh. 14:27)

Sogar die Winde und der See gehorchen [ihm]. (Matth. 8:23)

Die Hand, die alle Welten lenkt, die führet auch sein Kind.

Herz, schweig, sei still!

 


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 16.1.2008 auf ldsblogs.com veröffentlicht. Die Autorin ist Alison P. Übersetzt von Kristina Vogt.

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