Am 27. Juni 2016 ist der 172. Todestag von Joseph Smith. Obwohl Joseph Smith der erste Prophet der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage war und obwohl er der Prophet war, durch den Jesus Christus die ursprüngliche Kirche wiederherstellte, verehren die Mitglieder der Kirche Joseph Smith nicht. Vielleicht wird an diesem Tag seiner gedacht, und die Mitglieder sind sicherlich von dem beeindruckt und sehr dankbar für alles, was er getan hat, doch ist der Einzige, den sie wirklich verehren, der Herr Jesus Christus. Aber weil er ein besonderer Mann war, möchte ich ihm diesen Beitrag widmen und auf 10 Dinge eingehen, die wir durch Joseph Smith über Jesus Christus lernen konnten. Die Punkte stammen aus Smiths Übersetzung des Buches Mormon und der Köstlichen Perle sowie aus Lehre und Bündnisse.

10. Christus kennt uns persönlich

Als Joseph Smith im Gebet Gott befragte, erschien ihm dieser mit seinem Sohn Jesus Christus persönlich. Er erfuhr, dass Christus ihn kannte und ihm zuhörte. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie auch wir jeden Tag mit Christus interagieren können.

Erste Vision (Joseph Smith erscheinen Gott Vater und Jesus Christus)

 

9. Die Opfer im Alten Testament waren ein Symbol für das Opfer Jesu Christi

Joseph Smith lehrte, dass die Menschen zur damaligen Zeit sich bewusst waren, dass Christus eines Tages kommen würde. Ihre Art der Gottesverehrung, wozu auch die Opfergaben der Israeliten zählten, bereitete darauf vor.

Israeliten beten zu Gott; ein Unwetter entfacht durch einen Blitz ein Feuer

8. Die Auferstehung ist ein Geschenk für jeden Mensch

Joseph Smith lehrte uns, dass Christus tatsächlich auferstand und dass die Auferstehung Christi nötig war, damit auch der Rest der Menschheit auferstehen könne. Aus dem Buch Mormon lernen wird, dass die Auferstehung durch die Gnade Christi zustande kam und für alle Lebewesen gilt.

Jesus zeigt sich Maria nach seiner Auferstehung

7. Christus litt für all unser Leid

Als Joseph Smith das Buch Mormon übersetzte, lernte er durch die Worte des Propheten Alma, dass Christus zusätzlich zum Leiden für unsere Sünden auch all unseren Schmerz und unsere Leiden mitlitt, damit wir, wenn wir mit etwas zu kämpfen haben, uns an ihn wenden können und er sich um uns kümmern kann. Das ist etwas, das uns in schwierigen Stunden helfen kann.

Jesus betet im Garten Gethsemane und nimmt die Sünden der Menschheit auf sich

 

6. Er erschuf die Erde

Es gibt so vieles, für das wir Christus dankbar sein können. Und Joseph Smith fügte dem noch etwas Weiteres hinzu: die Erschaffung der Erde. Christus erschuf unter der Anleitung Gottes, des Vaters, die Erde. Die Schöpfung ermöglicht uns demnach ein physisches Leben, so wie parallel dazu das Sühnopfer uns ein geistiges Leben ermöglicht.

Ein Bild der Schöpfung (Tiere)

 

5. Jesus Christus besuchte den amerikanischen Kontinent

Im Buch Mormon, das von Joseph Smith übersetzt wurde, finden wir einen Bericht, in dem Jesus Christus nach seiner Auferstehung auf die Erde zurückkehrt und die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents besucht. Während dieses Besuchs lehrt Christus viele der Lehren, von denen er im Neuen Testament spricht: die Bergpredigt, wie wichtig es ist, von neuem geboren zu werden, und er spricht auch direkt über die Dinge, die die Menschen an diesem Ort zu diesem Zeitpunkt brauchen, darunter auch über die Wichtigkeit des Abendmahls.

Jesus Christus zeigt sich nach seiner Auferstehung den Nephiten in Amerika und belehrt sie

 

4. Durch das Leiden Christi wurden sehr viele Seelen errettet

Joseph Smith lehrte, dass durch das Leiden und die Macht Christi sowohl die Menschen errettet werden, die Christus als Erwachsene annehmen, als auch Kinder, die ohne Taufe sterben, und Menschen, die gestorben sind, ohne jemals von ihm gehört zu haben.

Jesus Christus am Kreuz

 

3. Wegen Jesus Christus haben wir alle ein Gewissen

Im Buch Mormon wird gelehrt, dass das Gewissen – die angeborene Fähigkeit von Frauen und Männern, Richtig und Falsch zu unterscheiden – von Jesus Christus kommt. Das nennt sich das „Licht Christi”. Wenn wir verstehen, dass Christus unser Gewissen „auslöst”, wächst unser Verständnis von der Rolle, die er spielt.

Jesus Christus - Lasset die Kinder zu mir kommen

 

2. Die Gnade Christi wirkt selbst dann noch, wenn wir von unseren Sünden erlöst wurden

Joseph Smith hat gelehrt, dass das Sühnopfer weiterreicht als bis zu der Erlösung von Sünden. Durch gemeinnütziges Dienen,  wenn wir uns mit den Schriften beschäftigen und durch das Gebet führen wir ein Leben, das dem von Christus näher kommt.

Eine Familie betet gemeinsam

 

1. Er lebt

Joseph Smith gibt machtvoll Zeugnis: „Und nun, nach den vielen Zeugnissen, die von ihm gegeben worden sind, ist dies, als letztes von allen, das Zeugnis, das wir von ihm geben: Dass er lebt! Denn wir haben ihn gesehen, ja, zur rechten Hand Gottes; und wir haben die Stimme Zeugnis geben hören, dass er der Einziggezeugte des Vaters ist.” (LuB 76:22,23)

Ein Portrait von Jesus Christus


Der Beitrag wurde am 23.12.2013 auf Englisch auf lds.net veröffentlicht. Der Autor ist Christopher D. Cunningham. Übersetzt von Kristina Vogt. Der Beitrag wurde ursprünglich zum 209. Geburtstag von Joseph Smith veröffentlicht und daher entsprechend angepasst.