Religion ist einfach nicht cool. Und nicht nur, dass sie nicht cool ist, Religion ist irgendwie erdrückend – das zumindest scheint die Einschätzung der Millennials heutzutage zu sein.

Das ist es, was wir in den Schulen, den Medien, im Internet und in Gesprächen mit Freunden zu hören bekommen. Uns wird erzählt, dass wir an Märchen glauben, und wenn wir unser Leben nach diesen Märchen ausrichteten, würden wir unser Leben in Unwissenheit verschwenden und es nicht schaffen, es in vollen Zügen zu genießen. Millennials scheinen nicht viel von Religion zu halten.

Der Begriff „Religion” hat eine interessante Etymologie. Wahrscheinlich stammt er von einem lateinischen Wort ab, das „zurück-, an-, festbinden“ bedeutet. Religion soll binden – an Gott, einen Schöpfer bzw. intelligenten Gestalter.

Das kann doch eigentlich nichts Schlechtes sein, oder? Nun, vielleicht, wenn uns verwirrt, wen und was wir verehren sollen und auf welche Art und Weise das geschehen soll.

Meiner Meinung nach wird die größte Herausforderung für die 2000er Generation in dieser gewissen Verwirrung bestehen. Wir leben heute in der stärksten Verwirrung, die die Welt je gesehen hat. Es gibt so viele widersprüchliche Meinungen in diesem Zeitalter der Information. Die älteren Millennials haben erlebt, wie das Internet und die Sozialen Medien Wirklichkeit wurden. Wir wurden schlauer, gleichzeitig nahm aber auch die Verwirrung zu. Wir wurden ängstlicher, trauriger, neidischer.

Millennials fühlen sich verloren

Ich werde wohl niemals den Ton vergessen, den unser Computer früher von sich gab, wenn er sich für ein paar Minuten am Tag ins Internet einwählte. Es gab nicht zu viele Webseiten, nicht zu viele Menschen, die ihre Meinung im Internet kundtaten. Damals schien es weiter verbreitet zu sein, die Schriften zu studieren, sich zum Gebet hinzuknien und Eltern und weise ältere Kirchenführer um Rat zu fragen.

Aber dann veränderte sich etwas. Die Welt fing an, sich auf einen anderen Gott zu verlassen, wenn sie Antworten auf die tiefgründigsten Fragen suchte. Verkörpert wurde dieser neue Gott quasi nun durch ein riesiges Netz. Ein weltweites Netz.

Mit dem Internet kam viel Gutes, gleichzeitig aber auch viel (und vielleicht mehr) Schädliches für die Menschen, die sich in diesem Netz verfingen. Verheddert … und stecken geblieben. Verwirrt und gelähmt.

Wir wurden wie die klugen Griechen, „die immer lernen und die doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen können” (2. Tim 3:7). Wir wurden wie die Menschen Athens, von denen Paulus sagt, dass sie „nichts lieber [taten], als die letzten Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören” (Apg. 17:21).

Die jungen Millennials, die nach Antworten suchten, wurden zum Ziel der tausenden widersprüchlichen und verlockenden Stimmen. Wir scrollen und scrollen und scrollen – und sind auf der Suche nach Neuigkeiten, die wir erfahren und von denen wir erzählen können.

Gleichzeitig wurden die weisen und standhaftesten Stimmen in den Hintergrund gedrängt und das Konzept Religion – bzw. das Verbinden mit einer ungesehenen, historischen Figur aus der Vergangenheit – wurde immer unvorstellbarer.

Und das ist traurig. Weil es Vieles gibt, was den Millennials am Herzen liegt. Wir wollen anderen Menschen helfen. Religion liegt uns am Herzen … sich zu versöhnen und andere zu lieben. Nur haben die Welt und ihre widersprüchlichen Stimmen uns gesagt, dass wir zu schlau, zu aufgeklärt und zu gebildet für solch einen Unsinn seien.

Millennials wurden aber für Religion geschaffen. Ihre Herzen wurden geschaffen, um für die Sache Christi zu kämpfen – mehr als die jeder anderen Generation, mit der ich mich je befasst habe. Traurigerweise werden diese Herzen aber nicht so genutzt, wie sie es sollten – es geht vor allem um zeitliche Belange statt um zeitliche und auch ewige.

Es gibt so viele Millennials, die in Obdachlosenunterkünften aushelfen, die als Freiwillige arbeiten und anderen durch ihre Hilfe ein Segen sind – aber was sie tun, ist nur auf dieses Erdenleben ausgerichtet, denn schließlich ist alles, wenn wir sterben, vorbei. Sie folgen Christus, aber ohne ewigen Zweck.

Millennials - ohne Religion verloren?

Ich glaube, dass dieses Wirrwarr der Gefühle, dem die Millennials heutzutage ausgesetzt sind, in Ordnung gebracht werden könnte, wenn sie wieder zu Christus finden würden, ihm eine Chance geben würden, in sein Werk, das er vor über 2000 Jahren begonnen hat, einstimmen würden; dadurch würden sie einen göttlichen Zweck haben, der weit über dieses Leben hinausreicht.

Die Welt braucht Millennials, die es wieder cool machen, in die Kirche zu gehen. Die Welt braucht die Millennials, die es cool machen, eine Verbindung zu Gott zu haben. Was wir alle – als Welt, als Generation – tun, um glücklich zu sein, scheint nicht zu funktionieren. Warum versuchen wir also nicht, wieder eine Verbindung zu Christus zu schaffen? Es gibt nichts zu verlieren.


Greg Trimble

Greg Trimble ist immer auf der Suche nach neuen, witzigen und verrückten Methoden, wie man etwas tun kann. Er liebt seine Familie und das Leben allgemein. Er möchte anderen dienen und will, dass man sich wegen eines Lächelns an ihn erinnert und nicht wegen eines finsteren Blickes. Er gründete ein Tech-Unternehmen, verkaufte es wieder und ist jetzt dabei, GamePlan aufzubauen, Belief Wear, Free Custom Website und Lemonade Stand. Er surft, fährt Ski, trainiert das Baseballteam seiner Kinder und gibt in einem Long Drive Contest niemals auf.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich am 1.10.18 auf deseretnews.com unter dem Titel „Greg Trimble: We need to make it cool to come back to church” veröffentlicht. Der Autor ist Greg Trimble. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.