Vielleicht schaust du im Moment mit Sorge auf die Welt. Nachrichten können belasten. Krisen wirken nah. In einem Interview hat Dallin H. Oaks darüber gesprochen, was ihm persönlich Hoffnung gibt – gerade nach Monaten, die auch für ihn nicht leicht waren.

Präsident Oaks hat in kurzer Zeit Abschied von engen Weggefährten nehmen müssen, unter anderem von Russell M. Nelson und Jeffrey R. Holland. Er spricht darüber ruhig und ordnet diese Erfahrungen in eine größere, ewige Perspektive ein.

Das Leben aus einer ewigen Perspektive sehen

Präsident Oaks erinnert daran, dass eines der großen Geschenke des wiederhergestellten Evangeliums die Sicht auf das Leben über den Tod hinaus ist.

„Eine der großen Segnungen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi ist, dass wir das irdische Leben als einen kleinen Teil unserer Identität und unseres ewigen Fortschritts betrachten können.”

Wenn du das Leben nur aus dem Hier und Jetzt betrachtest, können Verluste überwältigend wirken. Präsident Oaks lädt dich ein, weiter zu schauen. Das irdische Leben ist nur ein Teil deiner ewigen Entwicklung.

Präsident Oaks verwendet ein starkes Bild, wenn er sagt, dass diese Herausforderungen wie ein „Lehrbuch des Lebens“ seien. Er meint damit nicht, dass Leid theoretisch ist. Im Gegenteil: Es wird gelebt, nicht gelesen. Aber es ist Teil dessen, was uns hier auf der Erde formen und lehren soll.

Trauer ist erlaubt – aber sie sollte dich nicht festhalten

Präsident Oaks spricht offen darüber, dass Trauer dazugehört. Auch er kennt sie. Doch er bleibt dabei nicht stehen.

„Es ist kein Anlass für lang anhaltende Trauer. Es ist eine Trauer, die uns durch eine schwierige Zeit hilft. Und dann machen wir mit unserem Leben weiter.“

Vielleicht hilft dir dieser Gedanke. Trauer darf sein. Sie ist menschlich. Aber das Evangelium lädt dich ein, weiterzugehen. Nicht zu vergessen – sondern getragen weiterzuleben.

„Sei fröhlich. Vertraue dem Herrn.“

Auf die Frage, was er Menschen sagt, die sich Sorgen um den Zustand der Welt machen, antwortet Präsident Oaks sehr direkt.

„Sei glücklich. Lass dich nicht entmutigen. Vertraue dem Herrn.“

Er erinnert daran, dass schwierige Zeiten nichts Neues sind. Jede Generation kennt ihre Herausforderungen. Auch deine. Herausforderungen sind kein Zeichen, dass etwas schiefgelaufen ist. Gottes Plan wird dadurch nicht zunichte gemacht. Sie gehören zum Lernstoff des Lebens. Und der Herr hat dich nicht unvorbereitet hierhergestellt.

„Wir blicken zuversichtlich nach vorn, weil wir dem Herrn vertrauen und wissen, dass er uns liebt und uns nicht zum Scheitern, sondern zum Gelingen bestimmt hat.“

Eine Botschaft besonders an junge Menschen

Präsident Oaks erinnert daran, dass Herausforderungen nicht einzigartig sind und dass du nicht allein bist.

„[Die jungen Menschen auf der Welt] sollten nicht pessimistisch sein. Wir sollten optimistisch sein.”

Der Tempel spielt dabei eine besondere Rolle. Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, wohin der Weg führt. Er erinnert dich daran, was das Evangelium Jesu Christi bedeutet – heute und für die Ewigkeit.

Ein einfacher Rat für dich

Am Ende fasst Präsident Oaks seine Botschaft an die Mitglieder der Kirche schlicht zusammen:

„Sei treu, schließe und halte Bündnisse, bleibe auf dem Bündnispfad, studiere das Evangelium, vertraue dem Herrn und danke für seinen Einziggezeugten Sohn, unserem Erretter und Erlöser Jesus Christus.“

Vielleicht ist genau diese Einfachheit das, was dich trägt. Vertrauen in den Herrn in schwierigen Zeiten heißt nicht, dass alles leicht wird. Aber es heißt, dass du nicht allein gehst – und dass dein Weg ein Ziel hat.

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