Ein normaler Tag auf Mission begann für die BYU-Fußballspielerin Paige Hunt um 5:30 Uhr. Sie ging eine Stunde lang laufen, studierte in den Heiligen Schriften und bereitete sich dann auf einen Tag vor, an dem sie das Evangelium Jesu Christi lehrt.

Hunt legte in ihrer Sportlerkarriere an der Hochschule eine Pause ein, um eine Vollzeitmission für die Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage zu erfüllen. Diese Entscheidung war potenziell riskant für ihr Fußballspiel.

“Nach einer Mission weiß man einfach nicht genau, was los ist,” sagte Coach Jennifer Rockwood. “Es kann sich vieles ändern, während man im Missionsfeld dient.”

Aber der Gedanke ihr Talent zu verlieren, hielt Hunt nicht davon ab, eine Vollzeitmission in Indiana, USA, zu erfüllen. Sie wusste, Gott wollte, dass sie diente und dass es Menschen gab, die nur sie berühren konnte.

“Ich habe mich wohl gefühlt wo ich war,” sagte Hunt, “ aber ich dachte, dass ich den himmlischen Vater fragen sollte, was er von mir möchte. Mir wurde klar, dass er wollte, dass ich diene.”

Dem Herrn dienen.

Hunt war fest entschlossen, Fußball in die Missionsarbeit mit einzubeziehen. Sie organisierte Gemeinde-Sportabende und half in örtlichen Fußballvereinen beim Training. In beiden Fällen fand sie Wege, das Evangelium zu verkünden, selbst denen, die Anfangs kein Interesse hatten, den Missionaren zuzuhören.

Hunt wurden auch mehrere Universitäten als Missionsgebiet zugewiesen, wo sie und ihre Mitarbeiterin in der Nähe der Sportgelände arbeiteten.  Hunt wusste, dass sie Gemeinsamkeiten mit Sportlern finden konnte und diese im Gegenzug neugierig wären zu erfahren, warum sie auf Mission war. Zu dieser Zeit entdeckte sie einen der Gründe warum Gott wollte, dass sie diente.

“Ich traf sie auf dem Campus und ich sah ihre Jacke, auf der ‘Purdue Soccer’ stand und ich dachte ‘Oh wie toll, ich spiele für die BYU,” erzählt Hunt.

Das Eis zwischen den beiden war sofort gebrochen. Für Hunt war es erfrischend, einer Mitsportlerin das Evangelium näherzubringen. Die Purdue-Spielerin war neugierig zu erfahren, warum Hunt mit dem Fußball aufgehört hatte, um eine Vollzeitmission zu erfüllen.

“Es war total natürlich,” sagte die frühere Mitarbeiterin Mikesell Clegg. “Es war nicht unangenehm. Es war nicht so, als würden die Missionare mit ihr sprechen, sondern eher so, als würden Freunde eine Botschaft von Christus weitergeben.”

Mission statt Fussballspielen

Die Missionarinnen fingen an, die Purdue-Spielerin zu belehren, und sie ließ sich später taufen. Aber das Wunder hörte hier nicht auf. Hunt wurde bald darauf eingeladen, zum Spaß mit vielen Frauen der Purdue-Hochschulmannschaft zu spielen.

Diese Erfahrung gab Hunt die Möglichkeit, ihre Talente zu nutzen, um das Evangelium mit Menschen zu teilen, die sonst vielleicht nicht zugehört hätten.

“Der himmlische Vater gab mir diese Möglichkeit, ein bisschen zu üben, und ich konnte feststellen, dass ich meine Ballfertigkeit nicht verloren hatte,” sagte Hunt. “Nach dem Spiel hatten sie natürlich Fragen. Also konnte ich ihnen das Evangelium ein wenig näherbringen. Es war ein großer Segen.”

Hunt fand eine Möglichkeit ihr Talent mit Missionsarbeit zu verbinden, und aus diesem Grund wollte Gott, dass sie auf Mission ging. Ihr Talent brachte das Evangelium in das Leben vieler Menschen.

“Sie war so eifrig,” sagte Clegg. “Sie nahm sich etwas vor, und nichts konnte sie davon abbringen es zu tun.” Wir alle haben, so wie Paige Hunt, verschiedene Talente, die wir im Werk Gottes einbringen können. Wenn wir ihm vertrauen, dann zeigt er uns, wo er uns braucht.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 30. September 2015 auf www.universe.byu.edu veröffentlicht. Der Autor ist Michael White. Übersetzt von Maren Leit.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.