Mormonen missionieren. Es gibt Zehntausende Missionare auf der ganzen Welt. Wir legen Wert darauf, das Evangelium mit Freunden und Nachbarn zu teilen. Wir möchten das, was wir haben, mit dir teilen (wie du schon weißt). Abgesehen davon, schließt sich aber nicht jeder unserem Glauben an. Und das ist in Ordnung. In unserem Glauben gibt es auch Glaubensvorstellungen über diese Menschen. Hier nun drei davon:

1 Wir glauben, dass ALLES Gute von Gott kommt

In einer unserer heiligen Schriften, dem Buch Mormon, lehrt ein Prophet namens Moroni Folgendes: „Denn siehe, eine bittere Quelle kann nicht gutes Wasser hervorbringen; auch kann eine gute Quelle nicht bitteres Wasser hervorbringen; darum kann ein Mensch, der ein Knecht des Teufels ist, nicht Christus nachfolgen; und wenn er Christus nachfolgt, so kann er nicht ein Knecht des Teufels sein. Darum kommt alles, was gut ist, von Gott …Aber siehe, das, was von Gott ist, lädt ein und lockt, beständig Gutes zu tun; darum ist alles, was einlädt und lockt, Gutes zu tun und Gott zu lieben und ihm zu dienen, von Gott eingegeben.” (Moroni 7: 11-13)

Moroni und andere Buch Mormon Propheten aus der Sicht eines Psychologen

Es macht keinen Unterschied, ob jemand Mormone ist oder nicht: Wenn du Gutes tust, so glauben wir, bist du von Gott dazu inspiriert. Und das ist großartig.

Alle sechs Monate versammeln die Kirchenführer der Mormonen (der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) die Mitgliederschaft zu einer Konferenz, bei der sie unterwiesen werden. Eine der Personen, die am liebsten zitiert wird, ist C. S. Lewis, der kein Mormone war. Ich habe ein paar seiner Bücher in meinem Regal. Sie sind fantastisch.

Die Kirche schließt sich mit Nicht-Mormonen-Organisationen zusammen, um gemeinsam an gemeinnützigen, positiven, christlichen Zielen zu arbeiten. Wir erkennen all diese Organisationen und Individuen überall auf der Welt an.

Wir glauben, dass jeder Zugang zu Gott hat, der nach ihm sucht – und nicht nur Mormonen. Ein guter Mensch ist ein guter Mensch, unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit.

2 Wir glauben, dass man widersprechen kann, ohne unangenehm aufzufallen

Es gibt natürlich einiges, wo sich Mormonen und Nicht-Mormonen uneinig sein können: Ideologien, Grundsätze, Lehren, Methoden, Interpretationen, Einstellungen und Glaubensansichten. Aber nur, weil wir anderer Meinung sind, heißt das nicht, dass wir unfreundlich sind. Wenn dein Freund, der Mormone ist, etwas auf Facebook über seinen Glauben postet und du anderer Ansicht bist, darfst du das natürlich sagen. Einer unserer Grundsätze ist schließlich: „Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das eigene Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.” (11. Glaubensartikel)

Joseph Smith Gebete Moroni

Moroni überbringt Joseph Smith die Goldenen Platten, deren Inhalt uns heute als das Buch Mormon zugänglich ist.

Wir glauben, dass Streit nicht von Gott kommt (3. Nephi 11:29). Wir sind nicht vollkommen, aber wir glauben daran, dass man Gespräche führen kann, ohne sich Beleidigungen entgegenschleudern zu müssen und zu sticheln – weder persönlich noch anonym im Internet und so gemeinsam aufgebaut werden kann.

Wir glauben, dass man respektvoll zusammenleben und gemeinsam gedeihen kann.

3 Wir glauben, dass das, was wir haben, euer Leben bereichert

Wie anfangs bereits gesagt, glauben wir an das Missionieren. Warum? Weil wir wirklich glauben, dass unser Glaube euch noch mehr geben kann als das, was ihr bereits habt. Wir wollen nicht anmaßend sein, auch wenn es wahrscheinlich überheblich klingt. Wir haben nur den Wunsch, das, was uns glücklich macht, mit euch zu teilen.

Das ist das gleiche Gefühl, das man hat, wenn man ein tolles neues Rezept ausprobiert hat, oder einen urkomischen Witz hört – man möchte anderen davon erzählen.

So ist es mit unserem Glauben, aber weil es um Religion geht, ist es ein äußerst sensibles Thema.

Die Leute gehen in die Defensive (auch wir), man verschließt sich, man nimmt seinem Gegenüber etwas übel … vielleicht hat man Angst. Unsere Absicht ist es jedoch nicht, zu streiten.

Das Buch Mormon in vielen Sprachen.

Wenn ihr schon an Gott, Jesus Christus und die Bibel glaubt – super. Wir wollen euren Glauben nicht zunichte machen. Wir wollen dem Ganzen noch etwas hinzufügen. Nehmen wir beispielsweise das Buch Mormon. Seine Lehren gehen Hand in Hand mit denen der Bibel. Es stammt einfach nur von Propheten aus dem alten Amerika und nicht aus dem alten Jerusalem. Wenn ein Freund euch davon berichten würde, dass es neben der Bibel noch weitere Aufzeichnungen des Worte Gottes gibt, würdet ihr diese nicht wenigstens lesen wollen und euch eine eigene Meinung bilden wollen?

Das Buch Mormon ist nur ein Beispiel dafür, weshalb wir so erpicht darauf sind, euch von unserem Glauben zu erzählen.

Ihr seid uns wichtig

An all diejenigen, die nicht unserem Glauben angehören: Wir haben euch lieb – und das, ob ihr unseren Glauben akzeptiert oder ablehnt. Wir mögen Mormonen, Katholiken, Baptisten, Atheisten, Buddhisten – oder wer sonst noch da draußen ist. Wir sind im gleichen Team; wir versuchen alle, die Welt ein bisschen besser und ein bisschen heller zu machen.

Wir lieben euch, weil uns unser Erretter, Jesus Christus, das so gelehrt hat. Wir sind darin sicherlich nicht vollkommen. Wahrscheinlich hast du auch schon Mormonen getroffen, mit denen du dich nicht verstehst, aber als Kollektiv versuchen wir das, was wir lehren, zu leben – also all das, was du gerade gelesen hast.

Danke für alles, was du tust, für die Liebe, die du anderen zuteil werden lässt und dein Licht, das du leuchten lässt.


David Snell ist stolz darauf, Mitglied der Kirche Jesu Christi zu sein. Er hat einen Abschluss von der BYU, ist Gründer von „The Sunday Pews” und hat unter anderem Erfahrungen als Autor für Mormon Newsroom Pacific, KBYU11, Classical 89 Radio und FamilyShare.com gesammelt. Er nimmt sich selbst nicht zu ernst und möchte den Tag für uns ein bisschen schöner machen.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich am 16.9.17 auf mormonhub.com unter dem Titel „3 Things Mormons Believe About Non-Mormons (That Both Groups Need to Read”) veröffentlicht. Der Autor ist David Snell. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.