Die Liste von bekannten Mormonen-Milliardären ist schon relativ lang: Richard Marriott, Jon Huntsman, David Neeleman, Carlos Wizard Martins, Bill Marriott, James Sorenson, Roger Sant, Richard Peery und so weiter. Die unbekannte Liste ist noch um einiges länger.

Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage füllten und füllen bedeutende Rollen in der internationalen Geschäftswelt. Multi-Milliarden-Unternehmen wie Dell Computers, JetBlue Airways, Credit Suisse, Oracle, Black & Decker, Eastman Kodak, Citigroup oder auch American Express haben zumindest eines gemeinsam: Sie alle hatten in jüngerer Vergangenheit einen Mormonen in der Geschäftsführung. Viele politische Ämter weltweit werden von Mitgliedern der Kirche ausgefüllt. Neben Mitt Romney wurden in der Vergangenheit schon 20 andere Mormonen als Gouverneur ihres Staates eingeschworen. Vierzehn weitere dienten im Kabinett der U.S.-Regierung. Zurzeit befinden sich 18 Mitglieder der Kirche im Kongress der Vereinigten Staaten. Darüber hinaus trugen Heilige der Letzten Tage politische Würden in Kanada, Großbritannien, Neuseeland, Tonga, Uruguay, Japan, Südkorea, Mexiko, Mali, Dänemark und Brasilien.

Mormonen Marriott Hotel

Das Marriott World Center in Orlando, Florida, ist das größte Hotel der Marriott-Hotelkette, die mit der Übernahme von Sheraton, Ritz-Carlton, St. Regis, Le Méridien und Westin die größte Hotelfirma der Welt wurde. Neben der Bibel befindet sich in den Hotelzimmern auch das Buch Mormon. Gründer, Vorsitzende und Haupteigner sind die Mormonen Bill und Richard Marriott.

Mormonen im Sport

Heilige der Letzten Tage gewannen über 20 Mal Olympisches Gold, wurden mehrmals NBA-Champions und gewannen auch den Super Bowl im American Football zahlreiche Male. Mormonen waren als Profi-Fußballer für den VfB Stuttgart, Hannover 96, Schalke 04, Bayer Leverkusen und sogar in der brasilianischen Nationalmannschaft aktiv. Drei der größten Stars der New Zealand All Blacks waren Mitglieder der Kirche: Ex-Kapitän Sid Going, Weltmeister Ma’a Nonu und vielleicht der beste Rugby-Spieler aller Zeiten: Jonah Lomu, dessen Wachsfigur heute in Madame Tussaud’s in London steht.

Steve Young Mormonen

Steve Young dreht Extrarunden für die Photographen nach dem Gewinn des American Football Super Bowls 1994 nachdem er nicht nur zum MVP (wertvollster Spieler) des Spiels, sondern auch gesamten Saison gewählt wurde. Insgesamt gewann er den Super Bowl dreimal und wird noch heute unter den besten American Football Spielern aller Zeiten genannt.

Mormonen in Musik und Film

Die Videos von The Killers haben auf YouTube über 1 Milliarde Views. Für viele ist die von dem Mormonen Brandon Flowers angeführte Rockband eine der besten überhaupt. Wer in der Rock’n’Roll Hall of Fame nicht glücklich wird, den verzückt vielleicht einer der Lieblinge von Andrew Lloyd Webber mit seiner Interpretation von Disneys Hauptmann Li Shang in Mulan: Donny Osmond himself. Weltberühmt wurde er jedoch schon in den 70er Jahren, als er es in den U.S.-Charts auf Platz 1 brachte. Auch Gladys Knight tauschte vor über 20 Jahren ihre „License to Kill“ für einen Tempelschein ein. Egal, ob wir in der Hollywood- oder Classical Music Hall of Fame suchen – Heilige der Letzten Tage findet man überall. Die Emmys und Grammys mit eingeschlossen.

Selbst die Oscars kommen nicht ohne Mormonen aus. Wer in seiner Kindheit Littlefoot in einem Land vor unserer Zeit sah oder sich von den Zeichentrickfilmen Däumelinchen (1994) und Anastasia (1997) verzaubern ließ,  wird überrascht sein, dass ihr Schöpfer Don Bluth ebenso Mormone ist. Seine Produktion „Feivel, der Mauswanderer“ war lange der umsatzstärkste Nicht-Disney-Zeichentrickfilm aller Zeiten, und „Anastasia“ heimste gleich zwei Oscars für seine Musik ein. Andere HLT-Oscar-Gewinner sind Produzent Gerald Molen (Schindlers Liste, Rain Man, Hook, Jurassic Park), Komponist Leigh Harline (Disneys Schneewittchen und Pinocchio), Dokumentarfilmer Kieth Merrill, Spezialeffekte-Künstler Robert MacDonald (Ben Hur, 1959) und Schauspieler Dean Jagger (White Christmas, Bruce Lee – mein letzter Kampf). Auch heute noch spielen Mormonen z. B. an der Seite von George Clooney, Natalie Portman, Brad Pitt und Reese Witherspoon in Haupt- und Nebenrollen.

Don Bluth Mormone In einem Land vor unserer Zeit

Der Mann, der Walt Disney herausforderte: Don Bluth und seine Schöpfungen Little Foot, Cera, Ducky, Petrie und Spike.

Mormonen in Bildung und Wissenschaft

Im Laufe der letzten Jahre haben Mormonen die Struktur der Harvard Business School mehr geprägt als vielleicht irgendeine andere Gruppe. Zehn Jahre lang war der heutige Siebziger Elder Kim B. Clark der Dekan der Fakultät und Professor Clayton Christensen gilt weltweit als der einflussreichste Denker seines Fachgebiets. Steven Wheelwright, Clark Gilbert, Thomas DeLong, Rory MacDonald und Roger Porter sind nur einige andere der Wirtschafts-Professoren, die in Harvard ihr Zeichen gesetzt haben. Wenn man sie sucht, findet man Mormonen überall. Die Historikerin Laurel T. Ulrich gewann den Pulitzerpreis im Jahr 1991, und der Biochemiker Paul Boyer ist derzeit sogar der älteste noch lebende Nobelpreisgewinner.

Der erste Mensch, der jemals einen funktionierenden elektronischen Fernseher auf die Beine stellte, war übrigens auch ein Heiliger der Letzten Tage: Erfinder Philo T. Farnsworth. Der Nuklearphysiker Don Lind schaffte es als Astronaut der NASA sogar ins All (1985).

Clayton M. Christensen Mormonen

Einer der beliebtesten und bekanntesten Harvard-Professoren: Professor Clayton M. Christensen. Seit 5 Jahren belegt er in dem internationalen Ranking Thinkers50 der einflussreichsten Denker der Geschäftswelt immer entweder den 1. oder 2. Platz. Übrigens sind insgesamt 10% der Thinkers50 Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Warum sind Mormonen so erfolgreich?

Wenn man die geringe weltweite Anzahl der Heiligen der Letzten Tage betrachtet, sind sie in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft überrepräsentiert. Dass dem so ist, hat man in den USA schon seit geraumer Zeit bemerkt und über das Phänomen eine Reihe von Büchern und Zeitschriftenartikel verfasst. Die Gründe für den bemerkenswerten Erfolg der Mormonen sind vielschichtig. Die New York Times glaubt, dass einer der Hauptgründe für die Anpassungsfähigkeit, das Organisationstalent, die Effektivität und die Ausdauer der Heiligen der Letzten Tage daher rührt, dass viele von ihnen gleich nach der Schule auf eine zweijährige Mission gehen. Als 19-Jähriger weit weg von zu Hause und oft in einer anderen Sprache auf Menschen zugehen zu müssen, die meistens lieber dem Gespräch aus dem Wege gehen würden, ist eine Herausforderung, die das Selbstbewusstsein fördert und die Fähigkeit, sich in einer Welt, die gegen einen spielt, zu behaupten.

Eine Mission fördert die persönliche Disziplin ungemein. Frühsport, tägliche Planungseinheiten, ein strukturierter Tagesplan von 6:30 bis 22 Uhr und zwei Jahre lang keine Ferien. Der Fokus liegt vollkommen auf Arbeit und Effektivität.

Missionare HLT

Gewöhnen sich schon früh an Anzug und Krawatte: junge Männer im Alter von 18-20 Jahren in der Missionarsschule in Provo, Utah.

Doch bereits lange vor der Mission setzt der Moralkodex der Kirche hohe Ansprüche an die Lebensweise ihrer Mitglieder. Kein Alkohol, keine Drogen, kein Kaffee, keine Zigaretten, keine vorehelichen sexuellen Aktivitäten, die Heiligung des Sabbats, eine geschliffene Sprache und nebenbei ein vierjähriges Schriftenseminar am frühen Morgen noch vor der Schule. Selbstdisziplin, ein vorausschauender Lebensstil und die Konzentration auf das Wesentliche sind elementarer Teil des „Trainingsprogramms“ für die Jugend der Heiligen der Letzten Tage.

Darüber hinaus gewöhnen sich Mormonen schon früh im Leben an ein großes Publikum. Als Zwölfjährige dürfen sie dabei oft schon vor einem Publikum aus über 100 Menschen selbst vorbereitete Ansprachen geben. Auch wenn sie das Rampenlicht vielleicht weniger mögen, ungewohnt ist es ihnen nicht.

Selbst im Alltag wird jeder gebraucht. Schon im Alter von 12 Jahren kann es sein, dass ein Teenager eine Organisation von bis zu 12 Gleichaltrigen übersieht und dabei hilft, über Jahre hinweg wöchentliche Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Während der wöchentlichen Treffen probieren sie zusammen neue Sachen aus, lernen das Gefühl des Miteinanders und des Team- und Einzel-Erfolgs kennen.

Obendrein gehen Jugendliche der Heiligen der Letzten Tage regelmäßig auf Jugendtagungen mit Gleichaltrigen aus ganz Europa. Sie gewöhnen sich schnell daran, andere Menschen kennenzulernen und sich auf ungewohntem Terrain zurechtzufinden. Durch die vielen Aktivitäten zwischen Jung und Alt lernen junge Mormonen Respekt und Verständnis für andere Altersgruppen.

Weiße Weihnachten Mormonen

Wer zur Weihnachtszeit gerne Bing Crosby’s “Weiße Weihnachten” sieht, wird sicherlich den Mormonen und Oscar-Gewinner Dean Jagger in seiner Rolle als General Waverly wiedererkennen.

Zu guter Letzt sehen es Mormonen als ihre Verantwortung sich ständig zu verbessern. Es ist dabei ganz gleich, welcher Art von Beruf sie nachgehen oder in welchem Alter sie sich befinden: Gläubige Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sehen ihren irdischen Zweck darin, in jeder Lebenslage Fortschritt zu machen. Kirchenführer fordern sie dazu auf sich zu bilden, hart zu arbeiten, ihren Körper gesund zu ernähren und fit zu halten und in ihrer Umgebung Gutes zu tun.

Die Lehren der Kirche Jesu Christi sind darauf fokussiert den Menschen besser zu machen, und wer sie einhält, wird wie Christus selbst „vor Gott und den Menschen Gefallen finden“ (Lukas 2:52).


Dieser Artikel wurde von Johannes Zimmermann verfasst und auf wirsindmormonen.de am 15. Dezember 2016 veröffentlicht.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) lernen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.

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