Eine Veränderung liegt in der Luft. An Arbeitsplätzen, im Internet und in den Medien wird immer mehr über die Lagerung von Lebensmitteln gesprochen. Menschen aus allen Lebensbereichen, allen ökonomischen Schichten und Teilen des Landes sagen heute, dass sie „einfach ein Gefühl” haben, dass sie sich vorbereiten sollten – und vor allem, dass sie Lebensmittel lagern sollten.  

Eine neue Studie zur Untersuchung des Stromnetzes in den Vereinigten Staaten wurde vor kurzem veröffentlicht. Der Ausschuss führt eingehende Untersuchungen durch, welche zur Verringerung komplexer Risiken für kritische Infrastrukturen beitragen sollen. Außerdem führte er eingehende Studien zu physischen und virtuellen Risiken durch und empfahl Lösungen, welche diese Risiken reduzieren und die Sicherheit und Reaktion auf mögliche Katastrophen verbessern sollen. Ihr Ergebnis lautete:

„Ein katastrophaler Ausfall der Versorgung ist möglich und wahrscheinlich.”

Persönliche Vorbereitung für (den Fall einer) Katastrophe(n)

Die neueste Studie, die 2018 abgeschlossen wurde, besagt: „Im Gegensatz zu schweren Unwettern kann ein katastrophaler Stromausfall mit geringer oder sogar ohne Vorankündigung auftreten und auf unzählige Arten von Szenarien zurückzuführen sein: zum Beispiel ein ausgeklügelter Cyber-Angriff, der zu schweren physischen Infrastrukturschäden führt; Angriffe, die auf eine große Naturkatastrophe folgen und diese verschlimmern sollen; ein großer Waldbrand, Erdbeben oder geomagnetische Vorfälle; oder eine Reihe von Angriffen oder Ereignissen über einen kurzen Zeitraum, die sich zu einem beträchtlichen materiellen Schaden für die Infrastruktur unserer Nation summieren.

Ein Ereignis dieser Schwere kann auch ein Kriegsakt sein, der gleichzeitig eine militärische Reaktion erfordert, welche dann nur auf begrenzte Ressourcen zurückgreifen kann. Die Studie konzentriert sich jedoch nicht auf den Zweck, sondern auf die Folgen, die als schwerwiegend, weit verbreitet und lang anhaltend eingestuft werden. Die Art des zu erwartenden Ereignisses umfasst nicht nur einen längeren Stromausfall, sondern auch den rapiden Verlust anderer wichtiger Dienstleistungen wie Trink- und Abwasser, Kommunikation, Finanzdienstleistungen, Transport, Treibstoff, das Gesundheitswesen und andere, die die Erholung verlangsamen und die Wiederinbetriebnahme des Netzes behindern können. Am wichtigsten ist es zu verstehen, dass das Ausmaß der Ereignisse – die sich über Staaten und Regionen erstrecken und viele Millionen Menschen betreffen können – die Ressourcen und Fähigkeiten der Hilfsorganisationen und der gegenseitigen staatlichen Hilfe übersteigen und erschöpfen würde.”

Des Weiteren wurde festgestellt, dass eine solche Katastrophe nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich ist und wir nicht vorbereitet sind, damit umzugehen. Eine der Empfehlungen lautet daher: „Es muss mehr individuelle Verantwortung für die Vorbereitung geben. Die Menschen haben nicht mehr genügend lebenswichtige Dinge in ihren Häusern, was ihre Fähigkeit, sich während eines länger anhaltenden Stromausfalls selbst zu versorgen, beeinträchtigt. Wir müssen die individuelle Vorbereitung verbessern. Die meisten Vorsorgemaßnahmen erfordern, dass die Bürger im Notfall 72 Stunden lang vorbereitet sind, der neue sich abzeichnende Standard beträgt jedoch 14 Tage. So haben beispielsweise Washington, Oregon und Hawaii den Standard, dass Einzelpersonen genügend Nahrung und Wasser haben, um sich 14 Tage lang selbst zu versorgen. Die Idee der individuellen Vorbereitung ist kein neues Konzept. Zivilschutz, ein älterer Begriff, der verwendet wird, um ein höheres Maß an individueller Vorbereitung zu erreichen und Gemeinschaften zu aktivieren, wurde früher allgemein akzeptiert.” 

Jetzt ist es an der Zeit, Familie und Freunden, die bisher nicht die Weitsicht hatten Eigenverantwortung zu übernehmen, zu helfen oder die eigene Begeisterung wieder zu wecken.

Eine Vielfalt an Lebensmitteln – eine Vielfalt für den Vorrat

Den meisten Lebensmittelvorräten mangelt es an Vielfalt. Ein Teil davon ist auf mangelndes Wissen zurückzuführen oder auf das falsche Gefühl der Sicherheit, mit sehr grundlegenden Gütern wie Weizen, Reis und Milchpulver vorbereitet zu sein. Das ist Wahnsinn. Was auch immer der Grund für einen Mangel an Vielfalt ist, es wird immer zu Appetitlosigkeit kommen, wenn man versucht, von dieser begrenzten Liste an Lebensmitteln zu leben.

Eine Freundin, die in unserem Haus wohnt, aß 2 Monate lang jeden Morgen Haferflocken zum Frühstück. Als wir gemeinsame Pläne hatten, richtete ich eines Tages zum Frühstück auch Haferflocken für uns alle. Sie kam in den Raum, lächelte schüchtern und fragte, ob es mich störe, wenn sie etwas anderes essen würde. Ihr Kommentar: „Ich war die letzten Tage nicht mehr in der Lage Haferflocken zu essen.” Das ist Appetitlosigkeit. Und sie ist real. Unser Körper beginnt Lebensmittel abzulehnen, die wir früher geliebt haben. Dies geschieht z.B. oft während der Schwangerschaft. Wir sehnen uns nach Lebensmitteln und essen sie die ganze Zeit, und dann, sobald das Baby da ist, können wir diese Lebensmittel nicht mal mehr ansehen, geschweige denn essen.

Appetitlosigkeit sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden, wenn es darum geht, einen Lebensmittelvorrat zu Hause aufzubauen. Ich habe schon Leute gehört, die sagten, sie hätten viele verschiedene Gerichte und Möglichkeiten, Weizen zuzubereiten. Das mag durchaus wahr sein, aber Weizen ist immer noch Weizen und irgendwann wird dein Körper nach etwas anderem verlangen.

Ein weiterer Grund, den Vorrat abwechslungsreich zu gestalten, ist die Tatsache, dass wenn wir normalerweise nicht von Weizen und Bohnen leben, unser Körper eine plötzliche Umstellung auf diese Lebensmittel ablehnen wird. Ihre Familie wird Magen-Darm-Probleme erleben, von denen einige lebensbedrohlich sein können. Wenn es um Lebensmittel geht, ist Vielfalt wirklich die Würze des Lebens.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Notwendigkeit der ausgewogenen Ernährung. Ein Vorrat an Getreide, Bohnen und Milchpulver ist hervorragend und für die Langzeitlagerung geeignet, aber nicht ausreichend. In Zeiten von Stress ist es umso wichtiger, dass unser Körper mit allen Nährstoffen versorgt wird, die er benötigt, um uns in einer Lebenskrise gesund und stark zu halten.

Vitamine allein sind nicht die Antwort. Vitaminpräparate werden vom Körper nicht ausreichend aufgenommen, um dessen Bedarf zu decken. Eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Ernährung ist immer noch der beste Weg, um die Vitamine und Mineralien zu erhalten, die unser Körper benötigt.

Warum Obst und Gemüse?

Buntes Obst und Gemüse bieten eine große Auswahl an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und anderen Stoffen, die dein Körper verwendet, um das Energieniveau aufrechtzuerhalten, dich vor den Auswirkungen des Alterns zu schützen, das Risiko von Krebs und Herzerkrankungen zu verringern, eine gute Sehkraft zu bewahren, starke Knochen aufzubauen, das Herz gesund zu erhalten, ein gesundes Immunsystem zu unterstützen und die Gedächtnisfunktion zu verbessern.

Warum Protein?

Kein anderer Nährstoff spielt so viele verschiedene Rollen dabei, dich gesund zu erhalten, wie Protein. Protein ist wichtig für das Wachstum und die Reparatur deiner Muskeln, Knochen, Haut, Sehnen, Bänder, Haare, Augen und für die Aufrechterhaltung deines Stoffwechsel und deiner Verdauung.

Protein hilft, die Antikörper zu bilden, die dein Immunsystem braucht, um Krankheiten zu bekämpfen. Wenn du verletzt oder krank bist, brauchst du vielleicht mehr Protein. Wenn Menschen eine Diät machen oder es einfach nur eilig haben, bleibt die Eiweißaufnahme oft auf der Strecke. Wenn du Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe oder Zittern entwickelst, die du nicht kontrollieren kannst, musst du möglicherweise Eiweiß konsumieren. (Sprich das jedoch vorher mit deinem Arzt ab)

Die wichtigsten Proteinquellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und Milchprodukte. Neben Fleisch haben Bohnen, Erbsen und Nüsse das meiste Protein, jedoch sind dies unvollständige Proteine. Um eine umfassendere Proteinversorgung zu erreichen, solltest du sie mit Getreide, Obst und Gemüse kombinieren.

Warum Getreide?

Wenn wir von Getreide sprechen, sprechen wir in Wirklichkeit von Kohlenhydraten. Kohlenhydrate sind die wichtigste Kraftstoffquelle unseres Körpers und sind für den Körper leicht als Energiequelle nutzbar. Kohlenhydrate werden benötigt, damit das zentrale Nervensystem, die Nieren, das Gehirn und die Muskeln richtig funktionieren.

Die beste Quelle für Kohlenhydrate ist Getreide – Vollkorn-Weizenmehl, Bulgur, Haferflocken, Maismehl, Reis (weiß, braun, wild), Buchweizen, Popcorn, Roggenmehl, Gerste, Nudeln, Brezeln, Couscous, Amaranth, Hirse, Quinoa und Triticale. Du kannst auch Muffin- und Kuchenmischungen und Müsli bei der Berechnung deines Getreidebedarfs für deinen Lebensmittelvorrat berücksichtigen.

Für eine dreimonatige Versorgung solltest du nur die Getreidearten lagern, die du benutzt oder mit denen du den Umgang lernen willst. Wenn du deinen Horizont erweitern möchtest, kaufe eine kleine Menge eines neuen Getreides, probiere ein paar Rezepte und kaufe dann mehr, sobald du weißt, dass deine Familie es essen wird und du es richtig zubereiten kannst. Wenn du nicht weißt, wie man  Getreide wie Weizen zubereiten kann, bitte einen Freund, es dir beizubringen.

Warum Milchprodukte?

Eine Ernährung, die reich an Milch und anderen Milchprodukten ist, hilft beim Aufbau und Erhalt von Knochenmasse, reduziert das Risiko von Osteoporose, stärkt die Zähne und unterstützt einen gesunden Blutdruck.

Kondensmilch enthält Milchfette, Milchpulver nicht. Kondensmilch eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Eis, Sahnesaucen und Suppen und ist auch für Kinder unter 3 Jahren geeignet. Pro 10 Dosen Kondensmilch solltest du 1 Pfund Milchpulver in deinem Vorratsplan reduzieren.

Vergiss nicht, Süßigkeiten in deinen Vorrat einzuplanen. Ein beliebter Leckerbissen wird einen großen Beitrag dazu leisten, eine positive Einstellung in einer stressigen Zeit aufrechtzuerhalten.

Du musst nicht raten was du kaufen sollst. Du weißt genau, was du lagern solltest, und nur du weißt genau, was für dich und deine Familie das Beste ist. Jede Familie ist anders. Wir haben Familienmitglieder, die intolerant oder allergisch auf bestimmte Lebensmittel reagieren. Wir haben Familienmitglieder mit gesundheitlichen Problemen. Wir haben persönliche Vorlieben und Abneigungen bei der Wahl dessen, was wir essen. Es gibt keinen perfekten Plan und nicht einen perfekten Weg für alle, aber es gibt einen perfekten Plan für deine Familie.

Denk daran, dass kein Vorratsplan, der dir sagt, welche bestimmten Lebensmittel du lagern sollst, das sein wird, was deine Familie braucht. Diese Programme können dir helfen zu überleben, aber sie werden dir nicht helfen zu gedeihen. Fang jetzt an.


Dieser Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich auf latterdaysaintmag.com unter dem Titel „Government Study Confirms What Prophets Have Been Telling Us All Along” veröffentlicht. Die Autorin ist Carolyn Nicolaysen. Übersetzt von Janine.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: kommzuchristus.org und kirche-jesu-christi.org.

Der Prophet in meiner Gemeinde: Die Antwort auf mein Gebet

5 erstaunliche Berichte von Kirchenführern, die Jesus Christus gesehen haben

Präsident Nelsons 13 Tipps, die Geheimnisse Gottes zu lüften