Manchmal denke ich, wenn ich jemals eine Autobiographie schreiben würde, würde ich sie „Amy Keim: The Real-Life Hunger Games” (Englischer Titel der Tribute von Panem; wörtlich übersetzt „Die Hungerspiele”, Anm. Übers.) nennen und hoffe, dass Suzanne Collins mich nicht verklagen würde. Der Titel würde sich weder darauf beziehen, dass ich in einem postapokalyptischen Viertel lebe und ständig mit meiner Armbrust schieße noch darauf, dass ich versuche, mich  zwischen einem verzwickten Liebesdreieck zu entscheiden, sondern es wäre ein direkter Hinweis auf die Tatsache, dass ich buchstäblich immer hungrig bin. Ich liebe Essen einfach so sehr.

Deshalb gerate ich immer in Panik, wenn ich Artikel über die Lagerung von Lebensmitteln sehe. Wenn ein Notfall auftauchen sollte, würde ich zuerst den Aufenthaltsort und die Sicherheit meiner Familie kontrollieren, und dann würde ich fragen: „Wo ist mein Essen? All dieser Stress hat zur Folge, dass ich eine Pizza brauche, und zwar sofort!” Aber als armer Student dachte ich lange Zeit, dass ich mir keinen Lebensmittelvorrat leisten könnte, geschweige denn Platz dafür in meiner Wohnung finden würde.

Erwartungsgemäß lag ich falsch. Egal wie dürftig deine Umstände auch sein mögen, du findest Platz für einen Vorrat – und natürlich auch für Nachtisch. Es bleibt immer Platz für Nachtisch.

Warum brauchen wir überhaupt einen Lebensmittelvorrat?

churchofjesuschrist.org ist eine fantastische Website, die über die Lagerung von Lebensmitteln informiert (und dir hilft zu verstehen, was du kurz- und langfristig in deinem Vorratslager alles haben musst). Dabei wird folgendes Zitat verwendet:

„Unser himmlischer Vater hat diese schöne Erde mit all ihrer Fülle zu unserem Nutzen erschaffen. Seine Absicht ist es, für all unsere Bedürfnisse zu sorgen, wenn wir gläubig und gehorsam sind. Liebevoll hat er uns geboten, ‚alles [vorzubereiten], was nötig ist‘ (siehe LuB 109:8), damit wir in schweren Zeiten für uns selbst und unsere Mitmenschen sorgen und den Bischof dabei unterstützen können, für andere zu sorgen.

Wir legen den Mitgliedern der Kirche in aller Welt ans Herz, für Notzeiten vorzusorgen, indem sie einen Grundvorrat an Lebensmitteln und Wasser anlegen und etwas Geld sparen. Wir bitten Sie, weise vorzugehen [und] es nicht [zu übertreiben]. Wenn Sie sorgfältig planen, können Sie mit der Zeit einen eigenen Vorrat und eine finanzielle Reserve schaffen.“ (Bereitet alles vor, was nötig ist.)

Das Leben ist unberechenbar. Wie ein gewisser Benjamin Franklin sagte: „In dieser Welt ist nichts sicher, außer der Tod und die Steuern.” Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber wir wissen, dass wir, wenn wir vorbereitet sind, „uns nicht fürchten müssen”. In einem Notfall – ob familiär, finanziell, wetterbedingt usw. – sind wir immer dankbar, dass wir auf etwas zurückgreifen können. Eine fachkundige Lagerung von Lebensmitteln gibt uns Sicherheit in Zeiten von Schwierigkeiten.

Genug Geld für deinen Hunger?

In meinen eigenen Bemühungen, einen Vorrat anzulegen, war das erste Hindernis die Frage nach dem Geld. Ich meine, wenn ich mein Leben in einem einzigen Emoji zusammenfassen müsste, wäre es das, welches einen Haufen Geld darstellt, das wegfliegt (💸). Wie könnte ich mir jemals das ganze notwendige Essen leisten?

Glücklicherweise gab mir meine Mutter eines Tages einen hervorragenden Tipp, der mein Blick auf die finanzielle Hürde veränderte. Sie riet mir, zwei preiswerte, langlebige Lebensmittel pro Woche zu kaufen, wie z.B. billige Konserven (da sie typischerweise eine lange Haltbarkeit haben, die zwischen 1 und 4 Jahren liegt und sich leicht ausdehnen lässt, wenn man die Möglichkeit hat, die Dosen an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren). Wenn ich diesem Ratschlag folgte, erklärte sie, würde ich nur ungefähr einen oder zwei zusätzliche Euro pro Woche für Lebensmittel ausgeben und hätte innerhalb eines Jahres einen guten Vorrat an Lebensmitteln.

Also machte ich genau das. Jede Woche versuchte ich, zwei günstige Lebensmittel in meine Liste aufzunehmen (Dinge wie schwarze und rote Bohnen, Linsen, Spaghetti und Erdnussbutter).

Jetzt, ein paar Jahre später, habe ich ein schönes kleines Vorratsregal im Wäscheschrank angelegt. Denn wie könnte man besser ein neues Spannbettlaken einweihen, als Thunfisch vom Regalbrett darüber direkt aus der Dose zu verspeisen?

Platz finden

Okay, in Wirklichkeit lässt mich der Gedanke, Thunfisch direkt aus der Dose zu essen, ein bisschen würgen. Wir haben unser Lebensmittelregal im Schrank platziert, einfach weil wir dort Platz hatten.

In so ziemlich jeder Wohnung sollte es möglich sein Platz zu finden. Das könnte in einer ungenutzten Ecke deiner Garderobe sein, unter deinem Bett in einem dünnen Aufbewahrungsbehälter oder sogar unter deiner Küchenspüle! Es geht immer darum, mit dem zu arbeiten, was man hat.

Hier sind also ein paar Tipps, um Platz in den eigenen vier Wänden zu finden!

Trockne deine Lebensmittel

Durch die Trocknung von Lebensmitteln wird ihre Lebensdauer nicht nur verlängert, sondern auch die Größe deutlich reduziert. Denke darüber nach, einige deiner Lieblingsfrüchte und -gemüsesorten zu trocknen und beobachte, wie sie vor deinen Augen schrumpfen. Es ist im Grunde genommen ein super hilfreicher Zaubertrick.

Kauf ein paar günstige Regale

Das Schöne an Regalen ist, dass es sie in allen Formen und Größen gibt. (Zum Beispiel sind Badezimmerregale in der Regel dünner und größer; deshalb verwende ich eines in meinem kleinen Küchenbereich, wo es keinen Platz für ein dickeres, breiteres Regal gibt.) Amazon hat einige große, erschwingliche Regale, und du kannst einige auch in lokalen Geschäften finden. Such die Größe, die du brauchst (du kannst sogar nach bestimmten Maßen suchen) und schau, was du finden kannst!

Bündle Dinge, sortiere aus und schaffe dir Platz

Wie ich bereits erwähnt habe, benutzen mein Mann und ich tatsächlich einen unserer Schränke für unsere Lebensmittellagerung – aber zunächst war dieser nicht leer. Ich hatte dort Bettwäsche, Kissen und alte Bettdecken gelagert. Aber als ich mich in unserem Haus umsah, wurde mir klar, dass dies der beste Bereich für uns war, um Lebensmittel zu lagern – ich musste nur ein paar Dinge umstellen.

Das habe ich also getan! Ich faltete Laken kleiner (Marie Kondo wäre SO stolz), legte ein paar Kuscheldecken auf die Seite unserer Couch und quetschte die restlichen Kissen und Laken in dasselbe Regal wie die Handtücher. Und voilà! ein Vorratsraum war nun geschaffen.

Du kannst in deinem Zuhause Platz für die Lagerung von Lebensmitteln finden; es kann nur etwas Kreativität von deiner Seite erfordern. Aber angesichts der Vorteile eines Vorrats lohnt es sich auf jeden Fall.

Wenn du noch keine Vorräte hast, mag es sich überwältigend anfühlen – aber du kannst klein anfangen, denn selbst ein bisschen ist besser als nichts! Wie Präsident Gordon B. Hinckley sagte:

„Wir können dabei ganz klein anfangen. Wir können mit einem Wochenvorrat beginnen, ihn dann auf einen Monat ausweiten und dann auf drei. Ich spreche jetzt von Lebensmitteln für den Grundbedarf. Sie merken schon, dieser Rat ist nicht neu. Ich fürchte jedoch, dass so viele der Meinung sind, ein Langzeitvorrat sei unerschwinglich, dass sie sich überhaupt nicht darum bemühen.

Fangen Sie klein an (…) und arbeiten Sie allmählich auf ein realistisches Ziel hin.”

Einen Vorrat anzulegen muss keine große, gewaltige Sache sein. Fang einfach klein an, wie meine Mutter vorgeschlagen hat! Füge jede Woche ein paar Sachen zu deiner Einkaufsliste hinzu, und bevor du dich versiehst, werden deine scheinbar mageren Bemühungen einen großen Einfluss gehabt haben und du wirst dich besser vorbereitet fühlen als je zuvor.

Welche Möglichkeiten nutzt du, um Lebensmittel kreativ in deinem eigenen Haus zu lagern? Wir würden uns freuen, deine Tipps zu hören (und umzusetzen!), also lass sie in den Kommentaren unten stehen!


Dieser Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich auf thirdhour.org unter dem Titel „How to Gather Food Storage When You’ve Got No Space (or Money)” veröffentlicht. Die Autorin ist Amy Keim. Übersetzt von Janine.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: kommzuchristus.org und kirche-jesu-christi.org.

Regierungsstudie bestätigt, was Propheten schon immer gesagt haben

Überraschende Entdeckungen eines Computer-Wissenschaftlers über die Generalkonferenz

Hatten frühe Christen die Bibel?