Bei einer Schießerei an einer Kapelle in Salt Lake City sind am Mittwochabend, dem 7. Januar 2026, zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Parkplatz eines Versammlungshauses der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, während im Inneren des Gebäudes eine Trauerfeier stattfand.

Die Kapelle befindet sich in der 660 North Redwood Road, etwa vier Meilen westlich des Temple Square. Die Polizei von Salt Lake City traf kurz nach 19:30 Uhr am Einsatzort ein, nachdem mehrere Notrufe über Schüsse außerhalb des Gebäudes eingegangen waren.

Menschen verlassen eine Trauerfeier, die durch eine Schießerei auf dem Parkplatz  unterbrochen wurde.
Menschen verlassen eine Trauerfeier, die am Mittwoch, dem 7. Januar 2026, durch eine Schießerei auf dem Parkplatz eines Versammlungshauses der Heiligen der Letzten Tage unterbrochen wurde. Foto: Deseret News

Schießerei in Salt Lake City: Mehrere Verletzte und Großeinsatz der Behörden

Die Behörden bestätigten zwei TodesopferDrei weitere Personen wurden in kritischem Zustand in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zusätzlich suchten drei weitere Verletzte eigenständig medizinische Hilfe auf; zu ihrem Zustand liegen bislang keine offiziellen Informationen vor.

Der Sprecher der Polizei von Salt Lake City, Glen Mills, erklärte, dass Überwachungsvideos ein verdächtiges Fahrzeugidentifiziert hätten. Zum aktuellen Zeitpunkt wurden jedoch noch keine Festnahmen gemeldet.

Die Schießerei an der Kapelle in Salt Lake City löste einen umfangreichen Einsatz von Polizei, Rettungskräften und weiteren Behörden aus. Die Redwood Road wurde zwischen 500 North und 700 North in beide Richtungen gesperrt, um das Gebiet abzusichern und die laufenden Ermittlungen zu unterstützen.

Menschen umarmen sich an einem Versammlungshaus in Salt Lake City, wo 2 Menschen bei einer Schießerei starben und weitere schwer verletzt wurden.
Foto: Deseret News

Stellungnahme der Kirche zur Schießerei an der Kapelle

Am späteren Abend veröffentlichte der Kirchensprecher Sam Penrod eine offizielle Erklärung zu dem Gewaltakt. Darin hieß es, man sei sich eines schweren Vorfalls bewusst, der sich außerhalb eines Versammlungshauses ereignet habe, während eine Gedenkfeier stattfand. Die Kirche arbeite eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen und sei dankbar für den schnellen Einsatz der Rettungskräfte.

Zugleich brachte Penrod sein Mitgefühl für alle Betroffenen zum Ausdruck und betonte die tiefe Besorgnis darüber, dass ein heiliger Ort, der dem Gottesdienst gewidmet sei, Ziel von Gewalt geworden sei.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Informationen sollen von den Behörden veröffentlicht werden, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Anmerkung des Teams von mehrglaube.de

Bei all den schrecklichen Nachrichten, die uns in letzter Zeit immer wieder erreichen, möchten wir auch eine Botschaft der Hoffnung und des Friedens teilen. Leid und Trauer sind Teil unseres Lebens – auch wenn wir diesen Teil manchmal am liebsten verbannen würden. In dieser Welt geschehen Dinge, die uns fassungslos zurücklassen.

Als Christen und als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage jedoch, dürfen wir immer auf bessere Zeiten hoffen und können Frieden finden, wo er nicht zu erahnen ist. Jesus Christus hat uns verheißen:

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! … 

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. … 

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt⁠, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“ (Johannes 14:1, 18, 27)

Lasst uns umso mehr daran arbeiten, Frieden zu stiften

In einer solchen Welt ist es umso wichtiger, dass wir Frieden stiften. Ja, das kann schwer sein, aber es lohnt sich. Der im vergangenen Jahr verstorbene Präsident der Kirche, Russell M. Nelson, drückte es unter anderem so aus:

„Als Jünger Jesu Christi sollen wir ein Beispiel dafür sein, wie man mit anderen umgeht – erst recht dann⁠, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Eine der einfachsten Methoden, einen wahren Nachfolger Jesu Christi zu erkennen, ist, darauf zu achten, wie viel Mitgefühl er seinen Mitmenschen entgegenbringt. …

Die Botschaft des Erretters ist klar: Seine wahrenJünger bauen auf, erheben, machen Mut, überzeugen und inspirieren – ganz gleich, wie schwierig die Situation ist. Wahre Jünger Jesu Christi sind Friedensstifter. …

Eine der besten Möglichkeiten, wie wir den Erretter ehren können, ist, ein Friedensstifter zu werden. …

[E]s spielt wirklich eine große Rolle, wie wir miteinander umgehen! Es spielt eine Rolle, wie wir zuhause, in der Kirche, bei der Arbeit und im Internet mit anderen und über andere sprechen. Heute bitte ich darum, dass wir mit anderen auf eine höhere, heiligere Weise umgehen. Hören Sie bitte genau zu. …

Nächstenliebe ist das Gegenmittel zum Streit. Die Nächstenliebe ist die geistige Gabe, die es uns ermöglicht, den natürlichen Menschen abzulegen, der egoistisch, selbstgerecht, stolz und eifersüchtig ist. Die Nächstenliebe ist das Hauptmerkmal eines wahren Nachfolgers Jesu Christi. Nächstenliebe macht einen Friedensstifter aus.“ (Wir brauchen Friedensstifter)

In dem Sinne: Entscheiden wir uns dafür, Frieden zu stiften und bleiben wir zuversichtlich.

Quelle: Church News