Du möchtest wissen, was Mormonen glauben?

Dann nimm dir jetzt genau 23 Minuten Zeit.

Am Ende dieses Artikels kennst du garantiert alle wichtigen Überzeugungen der Mormonen.

Doch zunächst musst du Folgendes wissen: Der Begriff „Mormonen“ ist ein abwertender Spitzname für die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Deshalb verwende ich hier die korrekten Bezeichnungen: „Heilige der Letzten Tage“ und „Mitglieder der Kirche Jesu Christi“.

Welche Bedeutung hinter dem Namen der Kirche steckt und weshalb sich ihre Mitglieder als “Heilige” bezeichnen, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis:

Heilige der Letzten Tage sind Christen.

Und sie selbst würden immer zuerst die Gemeinsamkeiten zwischen ihrem Glauben und dem anderer Christen betonen.

Aber du interessierst dich wahrscheinlich mehr für die Unterschiede. Du möchtest wissen, was die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage von allen anderen (christlichen) Kirchen unterscheidet.

Also fange ich mit den Unterschieden an und komme später zu den Gemeinsamkeiten.

Los geht’s:

Unterschiede:

1. Lebende Apostel und Propheten

Heilige der Letzten Tage glauben an lebende Apostel und Propheten.

Richtig gehört: Mose, Abraham, Petrus – aber in lebendig.

Gott hat seit der Erschaffung der Menschen durch Propheten zu ihnen gesprochen.

Propheten sind gewissermaßen das Sprachrohr Gottes.

Sie lehren das Evangelium, tun Gottes Willen kund und ermahnen die Menschen, seine Gebote zu befolgen.

Im gesamten Alten Testament kann man davon lesen.

Im Neuen Testament steht, wie Jesus Christus zwölf Apostel berufen hat (Lukas 6:13).

Sie sollten Zeugnis von ihm geben, sein Evangelium verkünden und die Gemeinden der noch jungen Kirche stärken. (Markus 16:15)

Leider sind alle Apostel innerhalb kurzer Zeit gestorben oder wurden getötet.

Den verstreuten christlichen Gemeinden fehlte es nun an Führung. Sie fingen an, wichtige Lehren des Evangeliums unterschiedlich zu interpretieren oder zu vergessen.

Viele Jahrhunderte ohne die einende Führung von gottberufenen Aposteln und Propheten führte zur Bildung der heute unzähligen christlichen Glaubensgemeinschaften.

Dieser große “Abfall vom Glauben” wurde bereits im Alten (Amos 8:11-12) und Neuen Testament (Matthäus 24:9-11, 2. Thessalonicher 2:1-4) vorhergesagt.

Joseph Smith

An dieser Stelle kommt Joseph Smith ins Spiel. Du hast wahrscheinlich schon von ihm gehört.

Ein Bild des Propheten Joseph Smith
Joseph Smith

Heilige der Letzten Tage glauben, dass Joseph Smith der erste Prophet ist, der nach dem Tod der Apostel wieder von Gott berufen wurde. Nicht mehr und nicht weniger.

Joseph Smith hat unter der Führung Gottes dieselbe Kirche wiederhergestellt, die Jesus während seiner Zeit auf der Erde aufgerichtet hat.

Zu dieser Kirche gehören auch Apostel und Propheten (Epheser 2:20), die von Christus Zeugnis geben, sein Evangelium lehren und die vielen Gemeinden auf der ganzen Welt einen.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird heute von lebenden Propheten und Aposteln geführt.

Ein Gruppenfoto des Kollegiums der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.
Die aktuellen zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

2. Größerer Kanon an heiligen Schriften

Heilige der Letzten Tage glauben an die Bibel.

Sie glauben aber auch noch an weitere heilige Schriften.

Der Spitzname „Mormonen“ wurde im 19. Jahrhundert erfunden, weil Heilige der Letzten Tage an das Buch Mormon glauben.

Das Buch Mormon

Das Buch Mormon ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.

Es ist der Bibel sehr ähnlich. Sowohl inhaltlich als auch strukturell.

Wie die Bibel ist auch das Buch Mormon eine Zusammenstellung vieler verschiedener Bücher. Die einzelnen Bücher wurden vor langer Zeit von Propheten geschrieben und meist nach ihren Verfassern benannt.

Eine Abbildung der gebundenen Metallplatten, auf die das Buch Mormon vor vielen hundert Jahren von Propheten eingraviert wurde.
Das Buch Mormon ist ein historischer Bericht, der auf Metallplatten eingraviert wurde

Sie beinhalten ihre Prophezeiungen und die Lehren Gottes.

Der Unterschied zwischen der Bibel und dem Buch Mormon liegt im Ort des Geschehens.

Die Bibel handelt von Propheten im alten Israel.

Das Buch Mormon handelt von Propheten im alten Amerika.

Beide Bücher sagen im Kern dasselbe aus: Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er ist der Erlöser der Welt. Durch Glauben, Umkehr und Taufe können wir dank seines Sühnopfers in die Gegenwart Gottes zurückkehren.

Du fragst dich jetzt vielleicht:

Wenn in beiden Büchern dasselbe steht, wieso reicht dann nicht eins?

Die Antwort zeigt sich in der Geschichte des Christentums.

Alle 1001 christlichen Glaubensgemeinschaften berufen sich auf die Bibel. Alle legen sie die Bibel unterschiedlich aus. Sie alle lesen dieselben Worte und interpretieren sie doch anders.

Das Buch Mormon und die Bibel unterstützen, ergänzen und verdeutlichen einander.

Die Bibel und das Buch Mormon liegen nebeneinander. Das Buch Mormon gab Mitgliedern der Kirche Jesu Christi den Spitznamen "Mormonen".

Die Folge: Die Lehren des Evangeliums werden klarer und es treten weniger Meinungsverschiedenheiten auf.

Hintergrundinformation

Das Buch Mormon wurde von Joseph Smith innerhalb von drei Monaten übersetzt.

Es wurde nach dem Propheten Mormon benannt, der die Schriften vorheriger Propheten gesammelt und gebunden hat.

Vielleicht kommt dir der Gedanke an Propheten auf dem amerikanischen Kontinent etwas komisch vor. Aber wieso eigentlich?

Gott liebt alle seine Kinder. Wieso würde er zu den einen durch Propheten sprechen und zu den anderen nicht. Und wieso würde er auf einmal damit aufhören? Aber da wären wir wieder beim Thema „Lebende Propheten“…

Das Beste daran ist: Du musst diese Geschichte nicht einfach glauben.

Du kannst für dich selbst herausfinden, ob das Buch Mormon wahr ist.

Wie?

Lesen und Gott fragen.

Jeffrey R. Holland (einer der lebenden Apostel) gibt Zeugnis von der Wahrheit des Buches Mormon

Ganz am Ende des Buches Mormon lädt der Prophet Moroni uns (die Leser) ein:

„Wenn ihr [das Buch Mormon] empfangt, so fragt Gott, den ewigen Vater, im Namen Christi, ob es wahr ist; und wenn ihr mit aufrichtigem Herzen, mit wirklichem Vorsatz fragt und Glauben an Christus habt, wird er euch durch die Macht des Heiligen Geistes kundtun, dass es wahr ist.

Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.“ (Moroni 10:4,5)

Einfach mal ausprobieren.

Du kannst das Buch Mormon online lesen oder dir kostenlos eine Print-Version zuschicken lassen.

Ein Foto zweier Missionare, die dem Rapper Snoop Dogg ein Buch Mormon überreichen.
Selbst der Rapper Snoop Dogg besitzt inzwischen eine Kopie des Buches Mormon
(photo credit)

Lehre und Bündnisse

Neben der Bibel und dem Buch Mormon glauben Heilige der Letzten Tage noch an zwei weitere heilige Schriften:

Das Buch „Lehre und Bündnisse“ ist eine Sammlung der Offenbarungen des Propheten Joseph Smith und seiner Amtsnachfolger.

Es enthält auch wichtige Lehren des Evangeliums Jesu Christi und Anweisungen für die Mitglieder seiner Kirche.

Das Buch Lehre und Bündnisse kannst du ebenfalls online lesen.

Die Köstliche Perle

Der Kanon an heiliger Schrift für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird durch „Die Köstliche Perle“ vervollständigt.

Zugegebenermaßen ein komischer Name.

Der Inhalt hat nämlich nichts mit leckeren Rezepten oder Schmuck zu tun.

Was ist die Köstliche Perle?

„Die Köstliche Perle ist eine Auswahl von erlesenem Schriftmaterial, das viele wichtige Belange des Glaubens und der Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage betrifft. Die einzelnen Teile wurden vom Propheten Joseph Smith übersetzt und verfasst und größtenteils seinerzeit in den Zeitschriften der Kirche veröffentlicht.“ (Köstliche Perle, Einleitung)

Wie alle (heiligen) Schriften der Kirche Jesu Christi ist auch die Köstliche Perle online frei zugänglich.

Warum hört man immer nur vom Buch Mormon?

Die Chancen stehen gut, dass du im Zusammenhang mit den „Mormonen“ schon einmal vom Buch Mormon gehört hast.

Die anderen heiligen Schriften der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind weit weniger bekannt.

Woran liegt das?

Das Buch Mormon wurde in göttlicher Voraussicht vor Jahrhunderten für die heutige Zeit geschrieben, um unseren Glauben an Christus zu stärken.

Es enthält alle fundamentalen Wahrheiten des Evangeliums.

Außerdem ist es ein Beweis für die Wahrheit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – vielleicht sogar der einzige.

Wenn wir das Buch Mormon lesen und Gott fragen, ob es wahr ist und dann von ihm bestätigt bekommen, dass es wahr ist, wissen wir auch, dass Joseph Smith ein Prophet gewesen sein musste, der von Gott berufen wurde.

Sonst hätte er als ungebildeter Bauernjunge unmöglich einen historischen Bericht in einer unbekannten Sprache übersetzen können.

Eine Nachbildung der ursprünglichen Seiten und Sprache des Buches Mormon.
Die Sprache, in der das Buch Mormon verfasst wurde, ist eine Mischung aus Ägyptisch und Hebräisch

Wenn wir wissen, dass Joseph Smith ein Prophet war, wissen wir auch, dass die Kirche, die von ihm wiederhergestellt wurde, Gottes wahre Kirche sein muss.

Du merkst: Alles hängt vom Buch Mormon ab.

Deswegen laden Heilige der Letzten Tage andere Menschen so häufig ein, das Buch Mormon zu lesen – und nicht etwa das Buch Lehre und Bündnisse oder die Köstliche Perle.

Das Buch Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle enthalten viel Organisatorisches über die Struktur der Kirche und tiefere Einsichten in die Lehren des Evangeliums, denen man sich zuwenden kann, wenn man die „Basics“ kennt.

3. Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist sind drei selbstständige Personen (Gottheit statt Trinität)

Heilige der Letzten Tage glauben nicht an die Trinität.

Versteh das nicht falsch:

Mitglieder der Kirche Jesu Christi glauben an Gott Vater, an seinen Sohn Jesus Christus und an den Heiligen Geist.

Aber anders als andere christliche Glaubensgemeinschaften glauben sie nicht an die Trinitätslehre (auch Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit genannt).

Was ist die Trinitätslehre?

Es ist die Lehre, dass Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist drei Manifestationen eines Gottes sind.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lehrt hingegen, dass es sich dabei um drei eigenständige und voneinander getrennte Personen handelt.

Ein Gemälde von Gott Vater und Jesus Christus als sie Joseph Smith erschienen.
Gott Vater und Jesus Christus erschienen Joseph Smith als zwei getrennte Personen

Diese sind sich jedoch in ihrer Absicht und Lehre vollkommen einig.

Zusammen bilden sie die Gottheit.

Die Mitglieder der Gottheit und ihre Funktionen

Gott Vater ist unser Schöpfer. Er ist der Vater unseres Geistes. Wir sind seine Kinder. Er ist unser Gott. Heilige der Letzten Tage beten nur zu ihm.

Jesus Christus ist der Erstgeborene Gottes im Geist und der Einziggezeugte im Fleisch. Er ist buchstäblich der Sohn Gottes. Er ist unser Erlöser und Fürsprecher beim Vater. Nur durch sein Sühnopfer ist es uns möglich, Sünde und Tod zu überwinden.

Der Heilige Geist ist das dritte Mitglied der Gottheit. Er gibt Zeugnis vom Vater und vom Sohn. Er bezeugt und offenbart Wahrheit. Gott kommuniziert mit seinen Kindern durch den Heiligen Geist.

Wieso die Kirche Jesu Christi die Trinitätslehre ablehnt, findest du hier ausführlich beschrieben.

4. Priestertumsvollmacht

Heilige der Letzten Tage glauben, dass heilige Handlungen (Taufe, Konfirmation, etc.) und wichtige Ämter in der Kirche (Bischof, Priester, etc.) nur mit göttlicher Vollmacht ausgeführt werden dürfen.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit…

… würde man meinen.

Ein Gemälde von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.
Jesus lässt sich von Johannes taufen, weil dieser die göttliche Vollmacht dazu hat

Man lässt sich ja auch von keinem Postboten einen Strafzettel verpassen. Sondern nur vom Ordnungsamt oder der Polizei – weil sie die Vollmacht dazu haben.

Was ist das Priestertum?

Das Priestertum ist die Macht und Vollmacht, im Namen Gottes zu handeln.

Es ist (sinnbildlich) der Schlüssel, um heilige Handlungen vollziehen zu können, die auch im Himmel gültig sein werden (Matthäus 16:19).

Das Priestertum war schon immer ein essenzieller Teil des Evangeliums und der wahren Kirche Christi.

Jesus Christus gab seinen Aposteln diese Vollmacht, um seine Kirche zu leiten.

Jesus ordiniert die Apostel im Priestertum.
Jesus überträgt den Aposteln das Priestertum

Nach ihrem Tod hatte für viele hundert Jahre niemand auf der Erde mehr das Priestertum.

Die Wiederherstellung des Priestertums

Als Teil des Prozesses der Wiederherstellung der ursprünglichen Kirche Christi musste auch das Priestertum wiederhergestellt werden.

Joseph Smith und sein Bekannter Oliver Cowdery empfingen das Priestertum im Mai 1829 von den Menschen, die es als letztes hatten: die Apostel.

Zu sehen ist eine Illustration der Wiederherstellung des Melchisedekischen Priestertums.
Petrus, Jakobus und Johannes übertragen Joseph Smith das Priestertum

Macht ja auch Sinn: Wer sonst könnte es ihnen übertragen?

Ist aber gleichzeitig schwer zu glauben – wie so vieles im Christentum:

Man denke nur an die Teilung des Roten Meeres, die vielen Wunder und – nicht zuletzt – die Auferstehung Christi von den Toten.

All das und vieles mehr ist schwer zu glauben, wenn man versucht, es nur mit dem Verstand zu verstehen.

Zum Glück wissen wir bereits, wie wir herausfinden können, ob diese Dinge wahr sind:

Lesen und beten.

Wenn du herausfinden möchtest, ob Christus von den Toten auferstanden ist, musst du das Neue Testament lesen.

Wenn du herausfinden möchtest, ob Joseph Smith ein Prophet Gottes war und seine Kirche wiederhergestellt hat, musst du das Buch Mormon lesen – und dann beten.

Zurück zum Thema: Priestertum

Nachdem Joseph Smith und Oliver Cowdery das Priestertum empfangen haben, gaben sie es weiter. Es wird innerhalb der Kirche an jedes würdige männliche Mitglied weitergegeben.

Joseph Smith überträgt Parley P. Pratt das Priestertum durch das Auflegen seiner Hände.
Das Priestertum wird durch das Auflegen der Hände gespendet

Jeder Priestertumsträger in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage kann seine Priestertumsvollmacht in einer ungebrochenen Linie auf entweder Joseph Smith oder Oliver Cowdery zurückführen – und damit auf die Apostel und Jesus Christus selbst.

Nur mit dieser Vollmacht kann beispielsweise eine gültige Taufe vollzogen werden.

Deswegen werden Menschen, die der Kirche Jesu Christi beitreten wollen, immer getauft. Auch dann, wenn sie schon vorher (z.B. als Kind) in einer anderen Glaubensgemeinschaft getauft wurden.

Nur in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage findet sich die Priestertumsvollmacht, um heilige Handlungen wie die Taufe vollziehen zu können.

5. Ewige Ehe

„Bis dass der Tod euch scheidet!“

So lautet traditionell das wenig romantische Ende einer Hochzeitszeremonie.

„Für Zeit und alle Ewigkeit!“

… lautet es hingegen in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Heilige der Letzten Tage glauben, dass die Ehe mit ihrem Partner nicht mit dem Tod endet. Selbst der Tod kann sie nicht scheiden.

Zumindest dann nicht, wenn diese Ehe mithilfe des Priestertums in einem Tempel geschlossen wurde.

Ein Hochzeitsfoto vor einem Tempel der "Mormonen".

Eine „Tempelehe“ ermöglicht es einem Paar, auch nach diesem Leben zusammen zu sein.

(Zum Thema „Tempel“ kommen wir gleich noch ausführlich)

Du merkst: Das Priestertum ist für viele Dinge wichtig.

6. Tempel

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage baut Tempel.

Und benutzt sie natürlich auch…

Momentan sind es 162 auf der ganzen Welt. 95 weitere sind in Planung oder befinden sich bereits im Bau.

Ein Bild des Salt-Lake-City-Tempels der Kirche Jesu Christi (Mormonen)
Der Salt-Lake-Tempel in Utah (USA)

Was ist ein Tempel?

Der Tempel ist im wahrsten Sinne des Wortes das Haus des Herrn. Es ist ein heiliger Ort.

Im alten Israel war der Tempel das Zentrum der Gottesverehrung.

Prominente Beispiele sind der Tempel Salomos und der Tempel zu Jerusalem.

Eine Rekonstruktion des Tempels Salomos.
Der Tempel Salomos

Heutzutage sind Tempel aus dem Christentum verschwunden – außer bei der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kirche und einem Tempel?

Anders als bei „normalen“ Kirchengebäuden (= Gemeindehäuser) ist der Zugang zum Tempel nicht uneingeschränkt möglich.

Die Gemeindehäuser stehen der Öffentlichkeit offen. Jeder ist dazu eingeladen, sonntags den Gottesdienst mit den Heiligen der Letzten Tagen in ihren Gemeinden zu feiern.

In Deutschland (150), Österreich (17) und der Schweiz (35) sind insgesamt 202 Gemeinden quer über die Länder verteilt.

Der Tempel hingegen darf nur von würdigen Mitgliedern der Kirche Jesu Christi betreten werden.

Wieso?

Weil er heilig ist.

Er ist das Haus Gottes.

Durch den beschränkten Zugang wird unangemessenes Verhalten und eine Entehrung des Tempels (so gut wie möglich) verhindert.

Dass nicht einfach jeder in den Tempel spazieren kann, ist keine Erfindung der „Mormonen“.

Auch die Tempel im alten Israel waren der Öffentlichkeit weitestgehend verschlossen. Nur eine kleine Gruppe von Menschen durfte das Innere betreten.

Der Tempel ist nicht geheim

Es wird oft berichtet, dass die Kirche Jesu Christi Geheimnisse hegt.

Das stimmt nicht.

Das Ziel der weltweit 54 000 Missionare und der Bemühungen der Mitglieder, ihren Glauben zu teilen, besteht ja gerade darin, so vielen Menschen wie möglich den Zugang zum Tempel zu ermöglichen.

Zu sehen ist der Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Rom, um dessen wunderschöne Glasmalereien es in diesem Beitrag geht.
Der Rom-Tempel (Italien)

Kurz gesagt:

Heilige der Letzten Tage möchten, dass jeder Mensch in den Tempel gehen kann.

… aber zuerst müssen sie die von Gott bestimmten Voraussetzungen erfüllen.

Und übrigens: Nach dem Bau oder Umbau eines Tempels finden Tage der offenen Tür statt, in denen jeder den Tempel besichtigen kann.

Erst nachdem der Tempel durch einen Apostel offiziell dem Herrn geweiht wurde, gilt er als heilig und steht nur noch Mitgliedern offen.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Kirchen und Tempeln ist das, was darin geschieht.

Was geschieht im Tempel?

Die sonntäglichen Gottesdienste und Abendmahlsversammlungen finden in den Gemeindehäusern statt – nicht im Tempel.

Im Tempel werden heilige Bündnisse mit Gott geschlossen (z.B. die ewige Ehe).

Mehr Informationen dazu findest du hier.

Zu sehen ist der Frankfurt Tempel der Kirche Jesu Christi in Friedrichsdorf.
Der Frankfurt-Tempel (Deutschland)

7. Reiche der Herrlichkeit (statt Himmel und Hölle)

Heilige der Letzten Tage glauben nicht an Himmel und Hölle im klassischen Sinne.

Sie sehen das Leben nach dem Tod etwas differenzierter.

Schließlich sind die Menschen auf der Welt nicht nur gut oder nur böse. Die meisten sind beides.

Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch alle Schattierungen dazwischen.

Die Kirche Jesu Christi lehrt, dass diesem Umstand beim letzten Gericht Rechnung getragen wird.

Wie?

Indem es viele verschiedene Reiche (bzw. Grade) der Herrlichkeit gibt, die ein Mensch nach diesem Leben erlangen kann.

Genau genommen, gibt es drei große Reiche der Herrlichkeit (jeweils mit Zwischenstufen), die man eigentlich alle als Himmel bezeichnen könnte und nur einen Ort, der den Titel „Hölle“ tatsächlich verdient.

Du möchtest mehr wissen? Gerne… 😉

Das celestiale Reich

Das celestiale Reich ist das höchste Reich der Herrlichkeit.

Es ist ein Ort der Freude und des ewigen Fortschritts.

Es ist der Ort, an dem Gott und Jesus Christus leben.

Um diesen Grad der Herrlichkeit zu erreichen, muss ein Mensch kraft des Priestertums getauft und konfirmiert worden sein und sein Taufbündnis gehalten haben (Lehre und Bündnisse 76:50-53).

Was passiert mit den Menschen, die nicht getauft wurden? Dazu gleich mehr…

Das terrestriale Reich

Das terrestriale Reich ist das zweithöchste Reich der Herrlichkeit.

Diesen Grad der Herrlichkeit erreichen gute und ehrenhafte Menschen, die sich jedoch bewusst gegen die Taufe entschieden haben. Aber auch Mitglieder der Kirche Christi, die getauft wurden, ihren Bündnissen jedoch nicht treu waren, erlangen dieses Reich (Lehre und Bündnisse 76:71-75).

Das telestiale Reich

Das telestiale Reich ist das niedrigste der drei Reiche der Herrlichkeit.

Es ist für „Lügner, […] Zauberer und Ehebrecher und Unzüchtige und wer auch immer Lüge liebt und tut“ (Lehre und Bündnisse 76:103).

Obwohl es das niedrigste Reich ist, ist selbst dort die Herrlichkeit so groß, dass es „alles Verständnis übersteigt“ (Lehre und Bündnisse 76:89).

Die Herrlichkeit dieser drei Reiche wird häufig mit den Himmelskörpern verglichen: Die Herrlichkeit des celestialen Reiches wird mit der Herrlichkeit der Sonne verglichen, die des terrestrialen mit der des Mondes und die des telestialen mit der der Sterne (1. Korinther 15:40-42).

Äußere Finsternis

Auch wenn 99 Prozent der Menschen sich in einem der drei Reiche der Herrlichkeit wiederfinden werden, gibt es ein paar wenige, die keinem davon würdig sind.

Diese Menschen werden als Söhne des Verderbens bezeichnet.

Das sind diejenigen, „die [Gottes] Macht kennen und ihrer teilhaftig gemacht worden sind und zugelassen haben, dass sie durch die Macht des Teufels überwunden werden und die Wahrheit leugnen und [Gottes] Macht trotzen“ (Lehre und Bündnisse 76:31).

Zu diesem Ort werden auch der Teufel und seine Anhänger geschickt.


Ich denke (und hoffe), selbst die Anspruchslosen unter uns würden gerne ins celestiale Reich kommen.

Aber eine Grundvoraussetzung dafür ist die Taufe.

Da stellt sich eine zentrale Frage:

Was ist mit den Menschen, die gestorben sind, ohne getauft worden zu sein?

Millionen von Menschen haben gelebt und sind gestorben, ohne auch nur von Jesus Christus gehört zu haben – geschweige denn von seiner wiederhergestellten Kirche.

Es wäre ungerecht und würde der Barmherzigkeit Gottes widersprechen, wenn diese Menschen in der „Hölle“ landen würden. Oder wenn ihnen die Möglichkeit, in der Gegenwart Gottes zu leben, vorenthalten bliebe.

Zum Glück ist Gott sowohl gerecht als auch barmherzig.

Zur Gerechtigkeit gehört, dass jeder Mensch getauft werden muss, wenn er das Himmelreich erlangen möchte (Johannes 3:5).

https://youtu.be/Z5s1m_kKjL4

Und in seiner Barmherzigkeit ermöglicht Gott genau das jedem einzelnen von uns – auch den Verstorbenen.

Die in der Bibel erwähnte Taufe für die Verstorbenen (1. Korinther 15:29) ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

8. Taufe für die Verstorbenen

Heilige der Letzten Tage lassen sich stellvertretend für Verstorbene taufen.

Das Foto eines Taufbeckens in einem Tempel der "Mormonen".
Das Taufbecken in einem Tempel: Hier wird die “Taufe für die Verstorbenen” vollzogen.

Diese heilige Handlung wird in Tempeln vollzogen.

Für welche Verstorbenen lassen sich Heilige der Letzten Tage taufen?

Für alle, die sich zeitlebens nicht kraft des Priestertums haben taufen lassen.

Oder anders ausgedrückt: Für alle, die kein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage waren.

Die Namen der Verstorbenen werden durch Ahnenforschung (Genealogie) gefunden.

Wird also jeder irgendwann „Mormone“?

Nein, natürlich nicht.

Die Taufe ist nur ein Angebot.

Die Verstorbenen können sich (genauso wie die Lebenden) frei entscheiden, ob sie die Taufe annehmen wollen – oder nicht.

Das Evangelium Jesu Christi beruht auf Entscheidungsfreiheit. Niemand wird jemals zu irgendetwas gezwungen.

Wenn wir nach dem Tod sowieso getauft werden, wieso sollten wir uns dann zeitlebens dazu entscheiden?

Mit der Taufe gehen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten einher.

Man muss als Nachfolger Jesu Christi und Mitglied seiner Kirche zum Beispiel eine ganze Reihe von Geboten befolgen (hier findest du eine Liste der wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage).

Wie schön und leicht wäre es also, wenn man in diesem Leben tun und lassen könnte, was man wollte und sich dann entspannt nachher auf den „richtigen Weg“ begeben könnte.

Ganz so leicht ist es leider nicht.

Die Taufe für die Verstorbenen ist nur für solche Menschen gedacht, die zeitlebens nicht die Möglichkeit hatten, sich taufen zu lassen.

Wer die Möglichkeit hatte, sie aber nicht genutzt oder sich bewusst dagegen entschieden hat, wird die Taufe nach dem Tod nicht annehmen können.

Woher wissen Heilige der Letzten Tage, wer die Möglichkeit zur Taufe bereits hatte und wer nicht?

Wissen sie nicht.

Deswegen lassen sie sich ja für alle Verstorbenen taufen.

Gott entscheidet dann darüber, ob eine Person die Möglichkeit bekommt, die Taufe anzunehmen – oder sie bereits hatte.

Das Ergebnis:

“Alle, die gestorben sind, ohne von diesem Evangelium zu wissen, die es aber angenommen hätten, wenn sie hätten verweilen dürfen, werden Erben des celestialen Reiches Gottes sein; auch alle, die von nun an sterben, ohne davon zu wissen, die es aber von ganzem Herzen angenommen hätten, werden Erben dieses Reiches sein; denn ich, der Herr, werde alle Menschen gemäß ihren Werken richten, gemäß den Wünschen ihres Herzens.”

Lehre und Bündnisse 137:7-9

Klingt gerecht UND barmherzig.

9. Taufe mit 8+

Apropos Taufe…

Heilige der Letzten Tage werden nicht als Baby getauft.

Die Taufe ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Mensch in diesem Leben treffen kann.

Ein kleines Kind kann sich aber nicht eigenständig entscheiden.

Deswegen darf man sich in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage frühestens mit acht Jahren taufen lassen.

Ein junger Mann wird in einem Taufbecken in Madagaskar getauft.

… und das auch erst nachdem der Bischof in einem Gespräch festgestellt hat, dass man versteht, wofür man sich bei der Taufe entscheidet.

Eine solch gewichtige Entscheidung muss eigenständig und freiwillig getroffen werden.

Was passiert mit Kindern, die vor ihrer Taufe sterben?

Anders als einige große christliche Kirchen glauben Heilige der Letzten Tage nicht, dass ungetaufte Kinder in die Hölle kommen.

Das wäre auch ziemlich ungerecht.

Sie hatten ja überhaupt nicht die Chance, sich taufen zu lassen.

Auf die Frage, was mit solchen Kindern geschieht, gibt der Prophet Mormon die tröstende Antwort:

„[K]leine Kinder […] sind nicht fähig, Sünde zu begehen; [darum brauchen kleine Kinder] keine Umkehr und keine Taufe. Siehe, die Taufe ist für die Umkehr, um die Gebote zu erfüllen, die der Sündenvergebung dienen. Doch die kleinen Kinder sind in Christus lebendig, ja, von der Grundlegung der Welt an; wäre es nicht so, dann wäre Gott ein parteiischer Gott und auch ein veränderlicher Gott und würde auf die Person sehen, denn wie viele kleine Kinder sind doch ohne Taufe gestorben!“

Moroni 8:8-12

Kleine (ungetaufte) Kinder kommen nach ihrem Tod nicht in die Hölle.

Im Gegenteil: Sie kehren in die Gegenwart Gottes zurück. Sie kommen in das celestiale Reich (Lehre und Bündnisse 137:10).

Jesus hält einen kleinen Jungen auf dem Arm.
Jesus lehrt, dass wir wie die Kinder werden müssen, um in das Himmelreich zu kommen (Matthäus 18:3)

Keinem Menschen bleibt die Errettung aufgrund von äußerlichen Umständen verwehrt.

10. Göttliches Potential der Menschen

Heilige der Letzten Tage glauben, dass wir Menschen als Kinder Gottes ein göttliches Potential haben.

Gott ist unser Vater.

Wir sind seine Kinder.

Es ist ein grundlegendes Prinzip der Natur, dass Nachkommen wie ihre Eltern werden können.

Babys werden zu erwachsenden Menschen, Fohlen werden zu stattlichen Pferden und kleine Setzlinge werden zu großen Bäumen.

Heilige der Letzten Tage glauben, dass wir als Kinder Gottes alle Eigenschaften entwickeln können, die Gott zu dem machen, was er ist.

Oder anders ausgedrückt: Wir können wie Gott werden.

Ja, du hast richtig gehört.

Klingt zunächst komisch, macht aber Sinn.

Christus selbst fordert uns dazu auf: „Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“ (Matthäus 5:48).

Und aus dem Buch Mormon lernen wir: „[D]er Herr gibt den Menschenkindern keine Gebote, ohne ihnen einen Weg zu bereiten, damit sie das vollbringen können, was er ihnen gebietet.“ (1. Nephi 3:7)

Wie können wir vollkommen werden?

Durch das Sühnopfer Christi.

Durch Glauben, Umkehr, das Halten der Gebote und das Eingehen heiliger Bündnisse.


Wir haben jetzt ziemlich ausführlich über die Unterschiede zwischen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und anderen christlichen Konfessionen gesprochen.

Es wird Zeit für die Gemeinsamkeiten.

Gemeinsamkeiten:

Heilige der Letzten Tage werden von manchen nicht als Christen anerkannt.

Das liegt zum einen an ihrem Spitznamen: Mormonen (der suggeriert, dass sie an Mormon glauben – und nicht an Jesus Christus) …

… und zum anderen daran, dass man sich zu stark auf die Unterschiede zu anderen christlichen Glaubensgemeinschaften fokussiert.

Dabei steht im Zentrum der Kirche Jesu Christi dasselbe wie auch bei der katholischen oder der evangelischen Kirche:

Glaube an Jesus Christus

Es ist der Glaube an Jesus Christus, der Christen zu Christen macht.

Ein Gemälde des gekreuzigten Christus.

Genauer gesagt: der Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser der Welt.

Und genau das glauben Heilige der Letzten Tage.

Und deswegen sind sie Christen.

Der Spitzname „Mormonen“ ist deshalb so unpassend, weil „Mormonen“ nicht an Mormon glauben. Sie sind nicht Mitglieder der Kirche des Mormon.

Sie sind Mitglieder der Kirche Jesu Christi.

Jesus Christus steht im Mittelpunkt ihres Glaubens. Sie sind Mitglieder seiner Kirche.

Mormon ist (lediglich) ein Prophet, dem wir das Buch Mormon zu verdanken haben.

Wer jetzt immer noch daran zweifelt, ob Heilige der Letzten Tage an Christus glauben, muss sich nur dieses Zeugnis der (modernen) Apostel von Jesus Christus durchlesen.

Glaube an die Bibel

Ja, Heilige der Letzten Tage glauben an das Buch Mormon.

Sie glauben aber nicht minder an die Bibel.

Eine junge Frau studiert in der Bibel.

Fun Fact: Die lebenden Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage haben ihre Mitglieder aufgefordert, dieses Jahr die Bibel zu studieren.

Welche Bibel benutzen Heilige der Letzten Tage?

Heilige der Letzten Tage haben keine eigene Bibelübersetzung.

Sie benutzen die Einheitsübersetzung.

Das Streben nach Gutem

Wahre Nachfolger Christi glauben nicht nur an seinen Namen, sondern folgen auch seinem Beispiel.

Jeder Christ versucht auf seine Weise Gutes zu tun und ein besserer Mensch zu werden.

Bei Heiligen der Letzten Tage ist das nicht anders.

Sie bemühen sich darum, ihren Nächsten zu lieben wie sich selbst. Sie kämpfen gegen Leid und Armut und beten beständig für Frieden.

Mitglieder der Kirche Jesu Christi (Mormonen) helfen nach einer Naturkatastrophe bei Aufräumarbeiten.
Heilige der Letzten Tage leisten humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt.

Zusammen mit anderen Christen auf der ganzen Welt sind Heilige der Letzten Tage ein Motor des Guten.

Moralischer Kodex (Gebote)

Wie alle anderen Christen halten sich auch die Mitglieder der Kirche Jesu Christi an einen (mehr oder weniger) strikten moralischen Verhaltenskodex.

Anders formuliert: Christen halten sich an bestimmte Regeln.

Zu den Klassikern zählen die Zehn Gebote und das höhere Gesetz, das Christus in seiner Bergpredigt gelehrt hat.

Du weißt schon: Du sollst nicht töten. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Halte die andere Wange hin.

Eine Liste der wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage findest du hier.


GESCHAFFT!

Jetzt weißt du endlich, was Heilige der Letzten Tage glauben.

Du weißt, dass Mormonen nicht Mormonen heißen und du kennst die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Christen.

Natürlich sind auch die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (wie die aller Religionen) keine homogene Masse.

Nicht alle glauben dasselbe.

In den Details können sich ihre Überzeugungen durchaus unterscheiden, aber den hier aufgelisteten (zentralen) Punkten könnte wahrscheinlich jeder von ihnen zustimmen.


Mir ist beim Schreiben dieses Artikels eine Sache bewusst geworden.

Und dir beim Lesen vielleicht auch:

Eine ganze Religion lässt sich nicht auf wenigen (oder vielen) Seiten erklären.

Wenn du mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erfahren möchtest, dann ist der beste Weg das persönliche Gespräch mit einem der vielen Vollzeitmissionaren.

Ein Foto zweier weiblicher Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Missionare der Kirche Jesu Christi sind gut an ihrem Namensschild zu erkennen

Missionare sind nette junge Frauen und Männer, die dir alle deine Fragen gerne und ausführlich beantworten. Sie dienen dem Herrn auf diese Weise Vollzeit und unentgeltlich für 1,5 – 2 Jahre. Ich habe schon viele von ihnen persönlich kennengelernt.

Hier kannst du mit Missionaren Kontakt aufnehmen:

Habe ich einen wichtigen Bestandteil des Glaubens der Heiligen der Letzten Tage vergessen? Sag mir gerne in den Kommentaren Bescheid! Ich werde die Liste dann ggf. ergänzen.


Das könnte dich auch interessieren:

Ein Spielfilm über das Leben des Propheten Joseph Smiths (in englischer Sprache)

Über den Autor:

Urs Wrenger ist ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.

Dieser Artikel über den Glauben der Heiligen der Letzten Tage wurde von Urs Wrenger verfasst und am 31.03.2022 auf treuimglauben.de veröffentlicht.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: kommzuchristus.org und kirche-jesu-christi.org.